Vom attraktiven Arbeitgeber zur Enttäuschung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ein weiterer großer Einschnitt war der Wegfall der lokalen Personalleitung. Früher gab es vor Ort Ansprechpartner, die die Organisation, die Führungskräfte und die Mitarbeitenden kannten. Man hatte das Gefühl, mit Anliegen oder Sorgen ernst genommen zu werden und Unterstützung zu erhalten. Seit HR zentral aus München gesteuert wird, fehlt diese persönliche Nähe komplett. HR wirkt sehr prozess- und unternehmensorientiert und für viele Mitarbeitende nicht mehr als vertrauensvolle Anlaufstelle. Dadurch entsteht das Gefühl, dass es keinen neutralen oder menschlichen Ansprechpartner mehr gibt, a den man sich mit schwierigen Themen wenden kann.
Verbesserungsvorschläge
Ich hoffe, dass das Unternehmen wieder stärker den Fokus auf seine Mitarbeitenden legt mit einer nahbaren Führung, einer lokalen und vertrauenswürdigen HR-Funktion sowie einer Kultur, in der Feedback wirklich gehört wird.
Arbeitsatmosphäre
Das Unternehmen hatte einmal eine sehr positive Unternehmenskultur, in der Zusammenarbeit, Vertrauen und ein offener Austausch spürbar waren. Leider hat sich das in den letzten Jahren deutlich verändert.
Work-Life-Balance
Auch die Arbeitsbelastung ist teilweise sehr hoch. Durch personelle Veränderungen und zunehmende Anforderungen wird erwartet, dass immer mehr Aufgaben mit den gleichen oder sogar weniger Ressourcen bewältigt werden. Das führt auf Dauer zu einer hohen Belastung.
Kollegenzusammenhalt
Die Zusammenarbeit unter Kolleginnen und Kollegen hängt stark vom jeweiligen Team ab. Es gibt Bereiche mit einem sehr guten Miteinander und einer hohen gegenseitigen Unterstützung, aber auch Teams, in denen das Arbeitsklima deutlich angespannter ist. Eine einheitlich positive Unternehmenskultur ist leider nicht mehr erkennbar.
Vorgesetztenverhalten
Besonders schade finde ich, dass das Senior Leadership inzwischen sehr weit von den Belangen und Bedenken der Mitarbeitenden entfernt wirkt. Entscheidungen werden häufig getroffen, ohne dass nachvollziehbar ist, wie sich diese auf die Mitarbeitenden auswirken. Dadurch entsteht der Eindruck, dass wirtschaftliche Ziele deutlich stärker im Fokus stehen als die Menschen, die das Unternehmen ausmachen.


