Familiäres Umfeld mit starkem Verbesserungsbedarf, nicht für jedermann.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es ist doch noch sehr persönlich. Für Personen, die dies mögen, kann dies sehr gut sein. Man versteht sich generell sehr gut im Unternehmen, oder tut zumindest so.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
CS legt intern sehr viel Wert auf seine Unternehmenskultur und erwähnt diese so oft wie es nur geht, gerade durch die Unternehmenführung. Meiner Meinung nach ist dies aber oft sehr heuchlerisch und bildet nicht die Realität nach. Starke Ellenbogenmentalität, Einforderung von Überstunden und schlechte Bezahlung (abgegoltene Überstunden) sprechen hier eher für ein Motto, dass man doch lieber die Arbeitnehmenden ausnimmt, ohne sie entsprechend zu entlohnen.
Verbesserungsvorschläge
Reisekostenpauschale an die Realität von 2026 angleichen; Bahncard 50 1.KL einführen; Bezahlung und Bonus anpassen; Teamleads entsprechend ausbilden; Gleichberechtigung stärken und grenzüberschreitendes Verhalten auch konsequent verfolgen (auch auf Ebene der Unternehmensführung)
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmospähre ist stark abhängig von der eigenen Unit. Direkt im Team herrscht oft gute Stimmung und die Kollegen sind sehr gut gestimmt. Sobald man jedoch außerhalb dieser Grenze tritt, geht die Ellbogenkultur los und man ist eher auf sich / auf seine Unit begrenzt. Auch der Arbeitsdruck ist stark abhängig, hier vom Projekt und Projektleitenden.
Image
CS ist "angeblich" in der Projektmanagement-Welt bekannt, oft kennen Kunden das Unternehmen aber nicht. Ansonsten kaum bekannt, mittlerweile scheinbar bei Microsoft stark vertreten. Andere Unternehmen aus der Branche kennen CS oft nicht.
Work-Life-Balance
Stark Projektabhängig. Es gibt Kolleg:innen, die normale Arbeitszeiten und eine 40h-Woche haben. Es gibt aber auch andere Fälle, wo Projektbedingt auch >60h notwendig sind und eingefordert werden.
Karriere/Weiterbildung
Möglichkeiten sind da, jedoch wird nicht sonderlich viel Zeit für Weiterbildung eingeräumt. Man soll zwar seine Trainings und Zertifikate absolvieren, aber am liebsten neben seinen 40h-Projekteinplanung.
Gehalt/Benefits
Gehalt zwar branchendurchschnitt aber nichts besonderes. Gerade bei den Benefits noch sehr viel Nachholbedarf, dort tut sich mittlerweile aber angeblich etwas (Wellpass wurde dieses Jahr eingeführt). Bonus ist teilweise lachhaft, gerade die Berechnung dazu ist sehr schlecht. Das System ist so gestaltet, dass man die 100% Zielerreichung (CS rechnet hier auch lieber mit einer Skala von 100-200, hört sich scheinbar schöner an).
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird angeblich sehr darauf geachtet, dass CS umweltbewusst ist. Für mich wirkt dies aber immer sehr vorgehalten und heuchlerisch, da man trotzdem jedes Jahr mit >300 Personen einen und mehrere Flieger für den CS Trip chartert. Auch hier mit teilweise großen Strecken (auch das NYC-Office ist eingeladen).
Sonst sind Taxis verboten (außer dringend notwendig), Firmenwagen gibt es nicht und man soll überall mit seiner Bahncard 50 (2. KL) anreisen.
Kollegenzusammenhalt
Kollegenzusammenhalt ist in der direkten Nähe und Unit sehr gut, meist kaum Ellenbogenkultur. Außerhalb dessen jedoch stark, jeder ist eher auf sich und seine eigene Unit-Ziele fokussiert. Arbeitsergebnisse und Wissen wird nur begrenzt geteilt.
Umgang mit älteren Kollegen
Scheint gut zu sein. Es gibt einige ältere Kollegen, die <10 Jahre bis zur Rente haben. Werden normal behandelt, keine Sonderbehandlung hier.
Vorgesetztenverhalten
Hier hat CS den größten Schwachpunkt. Es gibt eine so große Varianz im Vorgesetztenverhalten, dass es schwer ist, hier eine direkte Note zu vergeben. Einige Team- und Unit-Leads sind super engagiert und immer für ihre MA da, andere geben sich dort wenig bis keine Mühe. Es fehlt im generellen an einem guten Training für Vorgesetzte, sodass hier etwas weniger Varianz entsteht.
Kommunikation
Kommunikation hat sich stark verbessert, auch wenn oft mit leeren Worthülsen um sich geworfen wird. Durch einen monatlichen CS Check-In Call wurde die Transparenz zumindest über die wirtschaftliche Lage von CS stark erhöht, weitere Kommunikationen fallen jedoch meist schwach aus. Es wird viel versprochen und sehr abstrakt kommuniziert, sodass man Versprechen oft gar nicht gibt oder schlecht nachhält.
Gleichberechtigung
Je höher das Level, desto weniger Gleichberechtigung existiert. Ab Manager-Level geht es hier nur nach Dauer der Firmenzugehörigkeit und kaum noch nach Können und Geschlecht. Frauenquote für IT-Consulting nicht untypisch, jedoch wird auch nicht aktiv daran gearbeitet dies zu verbessern. Extern wird nicht rekrutiert, es müssen immer "Eigengewächse" sein, die schlichtweg meist männlich sind.
Interessante Aufgaben
Normales Consulting, daher stark projektabhängig. Ich hatte meist spannende Aufgaben. Wechseln der Projekte ist leider nicht so möglich. Ich kenne Kolleg:innen, die seit >2 Jahren auf unattraktiven Projekten sind und dort nur durch eine Kündigung runter kommen.

