Ein Meisterwerk der Demotivation: Ein Unternehmen, das zeigt, wie man Talente zuverlässig vergrault
Gut am Arbeitgeber finde ich
....
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
siehe oben
Verbesserungsvorschläge
Man muss es CANCOM lassen: Kaum ein Unternehmen schafft es, gleichzeitig so laut von „Wertschätzung“ zu sprechen und dabei so konsequent das Gegenteil zu leben. Es ist fast schon Kunst. Leider eine sehr dunkle, sehr unfreiwillige Kunstform.
Man könnte fast meinen, das Motto lautet: „Warum professionell, wenn es auch improvisiert geht?“
Die Führungsetage wirkt wie ein exklusiver Club, in dem man eine Führungskraft gefühlt häufiger auf dem Golfplatz antrifft als im Büro und man sich vor allem dadurch auszeichnet, Probleme konsequent zu ignorieren und der Realitätssinn offenbar als störend empfunden wird. Entscheidungen entstehen hier nach dem Prinzip: „Was wäre die schlechteste Option? Nehmen wir die.“ Transparenz? Kommunikation? Verantwortung? Das sind hier eher mythische Kreaturen, von denen man gehört hat, die aber niemand je gesehen hat.
Der Höhepunkt des Spektakels:
Ein Großteil der Abteilung (Vertriebsinnendienst) - allesamt langjährige, erfahrene Mitarbeiter – hat inzwischen entnervt die Segel gestrichen und freiwillig gekündigt.
Nicht aus Abenteuerlust, oder weil sie „neue Herausforderungen“ suchten, wie es später vielleicht in einem internen Schönfärber-Mail heißen wird, sondern weil die tägliche Mischung aus Ignoranz, Chaos, fehlender Wertschätzung und unklaren Zuständigkeiten, selbst die geduldigsten Menschen zermürbt.“
Und wie reagierte das Management? Mit der gleichen Energie, mit der man auf einen umgefallenen Kugelschreiber reagiert: Achselzucken, weitergehen, bloß nicht nachdenken. Statt strukturelle Probleme offen anzusprechen und anzugehen, scheint man sich stärker auf kosmetische Maßnahmen und interne Kommunikationskampagnen zu konzentrieren.
Wertschätzung der Mitarbeiter? Hier wird sie so sparsam eingesetzt, dass man fast glauben könnte, sie sei ein streng limitiertes Gut.
Fazit: Wer herausfinden möchte, wie ineffiziente Strukturen und mangelnde Führungskultur ein Unternehmen systematisch gegen die Wand fährt, findet hier ein beeindruckendes Live-Experiment.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist von fehlender Wertschätzung und Frustration geprägt.“
Kommunikation
Die Kommunikationswege sind unklar und ineffektiv, was die tägliche Arbeit erheblich erschwert.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Gruppe durchaus gut
Work-Life-Balance
geht besser
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten ist geprägt von mangelnder Führungskompetenz, unstrukturiert, unklar und wenig professionell.
Interessante Aufgaben
schon vorhanden, aber ausbaufähig
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung ist schwach ausgeprägt, viele Mitarbeitende haben den Eindruck, nicht auf Augenhöhe behandelt zu werden
Umgang mit älteren Kollegen
kein Kommentar
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind von einem hohen Maß an Druck, Zeitknappheit und ständiger Überlastung gekennzeichnet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sozialbewusstsein : nicht vorhanden
Gehalt/Benefits
Gehalt: unteres Mittelfeld, Sozialleistungen : 0
Image
Das Image wird täglich poliert – nur glänzen will es einfach nicht.
Karriere/Weiterbildung
eher nicht vorhanden

