Als Einstieg oder kurzfristig ok. Langfristig überhaupt nicht zu empfehlen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man kann im Grunde tun, was man möchte, solange die Marge stimmt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Management wirkt teilweise stark auf Selbstdarstellung fokussiert. Komplexe Prozesse werden häufig auf die Mitarbeitenden übertragen. Mitarbeitende mit hoher Leistungsfähigkeit erhalten häufig immer mehr Aufgaben, teilweise bis an die persönliche Belastungsgrenze.
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeitende sollten stärker wertgeschätzt werden, beispielsweise durch angemessene Gehaltsanreize. Transparente und einfache Prozesse würden zudem helfen, damit sich Mitarbeitende stärker auf ihre Projekte konzentrieren können. Im Management wäre weniger Selbstdarstellung und mehr Umsetzung wünschenswert. Darüber hinaus sollten Führungskräfte gezielt in Führungskompetenzen geschult werden, anstatt Consultants ohne entsprechende Vorbereitung und ohne Gehaltsanpassung in Führungsrollen zu befördern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist grundsätzlich in Ordnung. Während der Projektarbeit hat man mit den Vorgesetzten nur wenig bis gar keinen direkten Kontakt. Dadurch entsteht teilweise das Gefühl, eher dem Kunden als Capgemini Eng. zugehörig zu sein.
Kommunikation
Die Kommunikation funktioniert auf Projektebene sehr gut, abhängig von Kollegen, Kunden und dem jeweiligen Projekt. Im Kontakt mit den Vorgesetzten ist jedoch hohe Eigeninitiative erforderlich, damit ein Austausch stattfindet. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass viele Vorgesetzte stark überlastet sind.
Kollegenzusammenhalt
Das Unternehmen lebt hauptsächlich von seinen Mitarbeitenden. Diese habe ich durchweg als großartig erlebt.
Work-Life-Balance
Die Wahl des Arbeitsortes – Homeoffice, Unternehmensbüro oder beim Kunden – kann in der Regel flexibel gestaltet werden. Dies ist jedoch abhängig vom jeweiligen Projekt.
Vorgesetztenverhalten
Sehr schlecht. Viele Vorgesetzte wirken wie ausgebrannte Consultants ohne erkennbaren Führungsstil. Die Jahresgespräche sind mangelhaft und wenig nachhaltig. Zielvereinbarungen erscheinen einseitig. Möglichkeiten zur Weiterentwicklung werden häufig mit Hinweisen wie „Schau doch auf YouTube nach“ oder auf eine qualitativ schwache Online-Schulungsplattform verwiesen.
Interessante Aufgaben
Ist stark Projektabhängig.
Arbeitsbedingungen
In der Cap.Eng.-Zentrale am Frankfurter Ring entsteht kein wirklich angenehmes Arbeitsumfeld. Teilweise funktionieren Küchengeräte oder Toiletten nicht, und auch bei der technischen Ausstattung gibt es Unterschiede. Wenn Probleme auftreten, stößt man häufig auf überforderte Ansprechpartner – insbesondere in der IT. So musste ich beispielsweise drei Monate auf ein neues Diensthandy warten, begleitet von einem sehr komplizierten Prozess, bei dem sich letztlich niemand verantwortlich fühlte.
Gehalt/Benefits
Gehaltsverhandlungen wirken wenig transparent. Häufig führt man Gespräche mit Personen, die nicht die eigentliche Entscheidungsbefugnis über Gehaltserhöhungen haben. Der Prozess zieht sich dadurch in die Länge und erfordert wiederholtes Nachfragen. Der Eindruck entsteht, dass sich erst dann etwas bewegt, wenn eine Kündigung in Aussicht gestellt wird.
Karriere/Weiterbildung
Karriereschritte scheinen stark von der Projektmarge abhängig zu sein. Der Eindruck entsteht, dass persönliche Sympathie beim Management teilweise mehr Einfluss hat als die tatsächliche Leistung. Zudem ist das Weiterbildungsangebot insgesamt begrenzt und stark margengebunden: Bei hoher Marge stehen Budgets für Weiterentwicklung zur Verfügung, ansonsten garnicht.

