Toxische Arbeitsumgebung mit schlechter Auszahlung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man hat noch Home Office und flexible Arbeitszeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Gehalt zum Einstieg marktüblich, danach stagniert das Gehalt langsam, sodass man sich mit der Zeit weniger leisten kann und gleichzeitig mehr am Arbeit machen muss. Performance Prozess und deren Kopplung an Gehaltsrunde schafft eine toxische Umgebung .
Verbesserungsvorschläge
In der Zufriedenheit der Mitarbeitern investieren, denn wenn die Mitarbeiter heute aufgrund schwieriger Marktsituation nicht wechseln, werden sie es zur nächstmöglichen Zeit tun. Man muss Prozessänderungen im Zusammenhang betrachten und nicht als einzelne (Gehalt und Performance und deren Kopplung).
Streichung oder Verschiebung der Gehaltsrunde spart kurzfristig was, aber mittelfristig sind empörte und unmotivierte Mitarbeiter eine tickende Zeitbombe.
Arbeitsatmosphäre
Zu viel Stress durch intransparentes Performance Prozess, man wird miteinander verglichen und dadurch wird der Kollege zu einem Konkurrenten.
Zudem sorgt die Kopplung Gehaltsrunde (die für das dritte Jahr infolge aufgeschoben/ aufgehoben wird) an Performance für Daurstress, man muss befördert werden oder ein Overperformer sein um eine sinnvolle Gehaltserhöhung zu bekommen, sonst bekommt man um die 2-3% Erhöhung, die eine feste Summe ist und dadurch prozentual mit der Zeit absinkt.
Die Arbeitsumgebung ist dadurch toxisch geworden und man hetzt hinter Aktivitäten um eine bessere Sichtbarkeit zu bekommen und dadurch befördert zu werden.
Dazu kommt dass man die letzten Jahre immer mehr machen muss und dafür gibt es keine Anerkennung, bestenfalls ein Lob vom People Manager, aber man bekommt das gleiche Gehalt für mehr Arbeit.
Kollegenzusammenhalt
Je nach Projekt, aber allgemein hetzt man hinter Aktivitäten und es ist eher eine Ellenbogenkultur geworden, eine toxische Konkurrenz zwischen den Kollegen, um die Inflation zu überstehen.
Work-Life-Balance
Home Office und flexible Arbeitszeiten finde ich super, aber man hat mittlerweile mehr Reisetätigkeit
Vorgesetztenverhalten
Auch der beste Manager kann für einen kaputten Prozess nichts. Er kann nur vertrösten. Zudem ist das Feedback zur Performance Bewertung intransparent und man muss selber zu viel hinterfragen um zu einem sinnvollen Ergebnis zu kommen.
Interessante Aufgaben
Es kommt auf dem Projekt an, man kann in einem guten Projekt landen oder in einem Legacy Projekt oder Projekte wo man nur Donkey work macht. Man hat vor allem zu wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht viel Auswahl an Projekten. Und sobald man rein kommt soll man etwas da bleiben, damit Investitionen in der Einarbeitung Früchte tragen, sonst wird es vom PM als project hopping gesehen und spiegelt sich das im Performance Management.
Gehalt/Benefits
Die dritte Gehaltsrunde infolge wird aufgeschoben/gestrichen aus irgendwelchen Ausreden. Zudem ist die Gehaltserhöhung oft deutlich geringer als die Inflation. Der aktuelle Logik zur Gehaltserhöhung ist einfach toxisch. Man bekommt bessere Erhöhung wenn man bessere Note hat, und keine Erhöhung wenn man „unterperformer“ ist. Nun ist das Problem, dass gute Leistung keine konkrete Definition hat, man muss einfach Glück haben oder schwache Vergleichsgruppe haben, um ein Top Performer zu sein und eine gute Erhöhung zu bekommen. Wenn man Pech hat dann bekommt man trotz guter Projektleistung eine schlechte Note und dadurch keine Gehaltserhöhung.

