Wertschätzung endet beim Gehalt
Gut am Arbeitgeber finde ich
In meiner zweiten Abteilung tolle Kolleg:innen, herzliche Atmosphäre und spannende Aufgaben. Dort hat die Arbeit wirklich Spaß gemacht und man wurde unterstützt. Sozialleistungen solide, Work-Life-Balance grundsätzlich machbar.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Gehalt unter Branchenschnitt, erste Angebote respektlos trotz klarer Vorstellungen. Mobbing in erster Abteilung kaum bekämpft. Starke Abteilungskonkurrenz statt Teamwork, beim Weggang keine Haltebemühungen trotz Lob.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen bemüht sich, moderner und mitarbeiterfreundlicher zu werden, kämpft aber weiterhin mit alten Strukturen, Hierarchien und mangelnder echter Wertschätzung. Wer ein gutes Team erwischt, kann hier eine positive Zeit erleben – andernfalls kann es schnell frustrierend werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre hängt stark von der Abteilung ab. In meiner zweiten Abteilung war das Miteinander herzlich, offen und kollegial – dort hat die Arbeit wirklich Spaß gemacht. In anderen Bereichen herrscht dagegen eher kühle Distanz, gegenseitige Unterstützung ist nicht selbstverständlich.
Image
Das Unternehmen arbeitet erkennbar an seinem Image und hat sich nach außen hin verbessert. Intern sind allerdings noch einige Strukturen und Denkweisen aus „alten Zeiten“ vorhanden.
Work-Life-Balance
Insgesamt in Ordnung. Es wird darauf geachtet, dass Überstunden nicht ausarten, allerdings hängt die tatsächliche Belastung stark von der Abteilung und der jeweiligen Führungskraft ab.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es, aber die Initiative muss meist von einem selbst ausgehen. Eine strukturierte Personalentwicklung fehlt größtenteils.
Gehalt/Benefits
Die Einstiegsangebote lagen trotz klarer Gehaltsvorstellungen unter meinem vorherigen Einkommen. Auch später waren Gehaltsverhandlungen wenig wertschätzend, sodass sich die positive Rückmeldung zur Leistung nicht im Gehalt widerspiegelte.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt Bemühungen in Richtung Nachhaltigkeit, aber vieles wirkt eher wie ein Marketingthema als gelebte Praxis.
Kollegenzusammenhalt
Sehr unterschiedlich. Im zweiten Team war der Zusammenhalt wirklich stark und geprägt von gegenseitigem Respekt. Leider erlebt man in anderen Abteilungen auch Konkurrenzdenken und Abgrenzung statt Teamgeist.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeitende werden in der Regel respektvoll behandelt und ihre Erfahrung geschätzt. In manchen Abteilungen ist jedoch spürbar, dass die „Jüngeren“ bevorzugt werden, besonders bei neuen Projekten.
Vorgesetztenverhalten
Auch hier zeigt sich ein gemischtes Bild. Es gibt Führungskräfte, die wertschätzend, offen und unterstützend agieren – andere hingegen kommunizieren von oben herab oder greifen zu spät ein, wenn Konflikte entstehen.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung der Arbeitsplätze ist funktional, aber teilweise veraltet. Neue Büros sind modern eingerichtet, ältere Bereiche könnten moderner gestaltet werden.
Kommunikation
Kommunikation ist ein Schwachpunkt. Entscheidungen werden oft nicht klar oder zu spät kommuniziert, was zu Missverständnissen führt. In einzelnen Teams funktioniert der Austausch hingegen gut, vor allem wenn die Kolleginnen und Kollegen auf Augenhöhe miteinander sprechen.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich werden Männer und Frauen gleich behandelt, allerdings besteht in einzelnen Bereichen noch ein klassisches Rollenverständnis, das moderner werden könnte.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind grundsätzlich vielseitig und bieten Entwicklungsmöglichkeiten, allerdings bekommt man Eigenverantwortung oft erst nach einiger Zeit. In motivierten Teams kann man sich sehr gut einbringen.


