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Centuros 
GmbH
Bewertung

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Solide Basis, aber wenig überzeugende Führung

2,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 für dieses Unternehmen in Potsdam gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv fand ich vor allem den guten Kollegenzusammenhalt auf Consultant-Ebene, die grundsätzlich angenehme und unkomplizierte Arbeitsatmosphäre sowie die solide technische Ausstattung. Außerdem bekommt man vergleichsweise früh Verantwortung und kann eigenständig arbeiten. Wer bereits etwas Erfahrung mitbringt und mit viel Eigenverantwortung gut zurechtkommt, kann davon profitieren.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die größten Schwächen lagen für mich in der Führung, der fehlenden Transparenz und der wenig strukturierten Personalentwicklung. Beförderungen, Leistungsbewertung und Bonusentscheidungen waren aus meiner Sicht nur schwer nachvollziehbar und wirkten teilweise stark personenabhängig. Leistung wurde nicht immer automatisch wahrgenommen; wer Anerkennung wollte, musste sich teilweise sehr aktiv sichtbar machen.

Hinzu kamen viele kurzfristige Aufgaben, wechselnde Prioritäten und aus meiner Sicht zu wenig klare Führung. Insgesamt fehlten mir verlässliche Strukturen, nachvollziehbare Entwicklungspfade und ein professionellerer Umgang mit Mitarbeitenden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt eher entspannt und unkompliziert. Durch den Schnitt des Gebäudes hatte man teilweise weniger das Gefühl, in einem klassischen Büro zu sitzen, da die Räumlichkeiten eher den Charakter eines Wohnhauses hatten.

Unter den Kollegen war die Stimmung meist angenehm und locker. Gleichzeitig hing die Atmosphäre spürbar davon ab, wie ruhig oder hektisch die jeweilige Projektphase gerade war.

Image

Die Außendarstellung des Unternehmens wirkt modern und professionell. Meine Erfahrungen im Arbeitsalltag haben dieses Bild allerdings nur teilweise bestätigt. Insbesondere bei Führung, Entwicklungsmöglichkeiten und internen Strukturen empfand ich eine spürbare Diskrepanz zwischen Außenwirkung und gelebter Praxis.

Work-Life-Balance

Die Arbeitszeit hing stark von der jeweiligen Projektphase ab. Es gab sowohl ruhigere Zeiten als auch Phasen mit deutlich höherer Belastung. Insgesamt habe ich die Work-Life-Balance aber als weitgehend ausgewogen erlebt.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten wurden im Vorstellungsgespräch positiv dargestellt, in der Praxis fehlte aus meiner Sicht jedoch ein klarer und einheitlicher Entwicklungsplan. Mitarbeitende konnten sich Weiterbildungen weitgehend selbst heraussuchen, was zwar individuell flexibel ist, gleichzeitig aber eine systematische und vergleichbare Ausbildung erschwert.

Auch die Beförderungspraxis empfand ich als wenig transparent. Es war nicht klar erkennbar, welche konkreten Leistungen, Kompetenzen oder Kriterien für den nächsten Karriereschritt ausschlaggebend waren. Dadurch wirkten einzelne Beförderungsentscheidungen auf mich teilweise inkonsistent und stark personenabhängig.

Hinzu kam, dass Leistung aus meiner Sicht nicht immer von selbst wahrgenommen wurde. Wer Anerkennung oder Entwicklung wollte, musste sich teilweise sehr aktiv sichtbar machen und auf die eigene Leistung hinweisen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Consultants war aus meiner Sicht gut. Man half sich gegenseitig, wenn auf einzelnen Projekten mehr Arbeit anfiel, und der Umgang untereinander war überwiegend unkompliziert und kollegial. Auch menschlich habe ich mich mit den meisten Kollegen gut verstanden. Insgesamt war das einer der deutlich positiveren Aspekte meiner Zeit im Unternehmen.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten war für mich der größte Kritikpunkt. Insgesamt wirkten einige Führungskräfte auf mich noch recht unerfahren, sowohl in der Führung von Mitarbeitenden als auch im Umgang mit schwierigen Situationen. Teilweise entstand bei mir der Eindruck, dass es an Führungserfahrung, persönlicher Reife und dem nötigen Fingerspitzengefühl fehlte.

Entscheidungen wirkten nicht immer transparent, Prioritäten änderten sich kurzfristig und Feedback blieb häufig zu allgemein, um daraus konkrete Entwicklungsschritte abzuleiten. Auch bei Wertschätzung, Kritikfähigkeit und einem souveränen Umgang mit Mitarbeitenden hätte ich mir deutlich mehr Professionalität gewünscht.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung war insgesamt solide bis gut, insbesondere die bereitgestellten Notebooks. Die räumlichen Arbeitsbedingungen empfand ich dagegen eher als unzureichend: Die Büros waren teilweise beengt, hellhörig und für konzentrierte Beratungsarbeit nur bedingt geeignet. Auch ergonomisch bestand aus meiner Sicht deutliches Verbesserungspotenzial.

Kommunikation

Die Kommunikation habe ich insgesamt als wechselhaft erlebt. Im Tagesgeschäft gab es regelmäßige Abstimmungen und einen grundsätzlich direkten Austausch. Gleichzeitig wurden Informationen aus meiner Sicht teilweise sehr kurzfristig oder nicht vollständig weitergegeben. Gerade bei Themen wie Leistungsbewertung, Beförderungen und Bonus hätte ich mir deutlich mehr Transparenz und Verbindlichkeit gewünscht.

Gehalt/Benefits

Das Fixgehalt empfand ich insgesamt als marktüblich bis leicht unterdurchschnittlich. Positiv war grundsätzlich die Möglichkeit eines attraktiven Bonus. Die Vergabe der variablen Vergütung war für mich allerdings wenig transparent, da klare und nachvollziehbare Kriterien fehlten. Bei zusätzlichen Benefits war das Angebot zu meiner Zeit eher überschaubar.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren insgesamt recht abwechslungsreich. Neben interessanter Projektarbeit und frühem Mandantenkontakt gab es jedoch auch repetitive Tätigkeiten und Aufgaben mit begrenztem fachlichem Mehrwert. Wie interessant die Arbeit tatsächlich war, hing stark vom jeweiligen Projekt und der vorhandenen Datenlage ab.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.