9 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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9 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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9 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Positiv fand ich vor allem den guten Kollegenzusammenhalt auf Consultant-Ebene, die grundsätzlich angenehme und unkomplizierte Arbeitsatmosphäre sowie die solide technische Ausstattung. Außerdem bekommt man vergleichsweise früh Verantwortung und kann eigenständig arbeiten. Wer bereits etwas Erfahrung mitbringt und mit viel Eigenverantwortung gut zurechtkommt, kann davon profitieren.
Die größten Schwächen lagen für mich in der Führung, der fehlenden Transparenz und der wenig strukturierten Personalentwicklung. Beförderungen, Leistungsbewertung und Bonusentscheidungen waren aus meiner Sicht nur schwer nachvollziehbar und wirkten teilweise stark personenabhängig. Leistung wurde nicht immer automatisch wahrgenommen; wer Anerkennung wollte, musste sich teilweise sehr aktiv sichtbar machen.
Hinzu kamen viele kurzfristige Aufgaben, wechselnde Prioritäten und aus meiner Sicht zu wenig klare Führung. Insgesamt fehlten mir verlässliche Strukturen, nachvollziehbare Entwicklungspfade und ein professionellerer Umgang mit Mitarbeitenden.
Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt eher entspannt und unkompliziert. Durch den Schnitt des Gebäudes hatte man teilweise weniger das Gefühl, in einem klassischen Büro zu sitzen, da die Räumlichkeiten eher den Charakter eines Wohnhauses hatten.
Unter den Kollegen war die Stimmung meist angenehm und locker. Gleichzeitig hing die Atmosphäre spürbar davon ab, wie ruhig oder hektisch die jeweilige Projektphase gerade war.
Die Außendarstellung des Unternehmens wirkt modern und professionell. Meine Erfahrungen im Arbeitsalltag haben dieses Bild allerdings nur teilweise bestätigt. Insbesondere bei Führung, Entwicklungsmöglichkeiten und internen Strukturen empfand ich eine spürbare Diskrepanz zwischen Außenwirkung und gelebter Praxis.
Die Arbeitszeit hing stark von der jeweiligen Projektphase ab. Es gab sowohl ruhigere Zeiten als auch Phasen mit deutlich höherer Belastung. Insgesamt habe ich die Work-Life-Balance aber als weitgehend ausgewogen erlebt.
Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten wurden im Vorstellungsgespräch positiv dargestellt, in der Praxis fehlte aus meiner Sicht jedoch ein klarer und einheitlicher Entwicklungsplan. Mitarbeitende konnten sich Weiterbildungen weitgehend selbst heraussuchen, was zwar individuell flexibel ist, gleichzeitig aber eine systematische und vergleichbare Ausbildung erschwert.
Auch die Beförderungspraxis empfand ich als wenig transparent. Es war nicht klar erkennbar, welche konkreten Leistungen, Kompetenzen oder Kriterien für den nächsten Karriereschritt ausschlaggebend waren. Dadurch wirkten einzelne Beförderungsentscheidungen auf mich teilweise inkonsistent und stark personenabhängig.
Hinzu kam, dass Leistung aus meiner Sicht nicht immer von selbst wahrgenommen wurde. Wer Anerkennung oder Entwicklung wollte, musste sich teilweise sehr aktiv sichtbar machen und auf die eigene Leistung hinweisen.
Der Zusammenhalt unter den Consultants war aus meiner Sicht gut. Man half sich gegenseitig, wenn auf einzelnen Projekten mehr Arbeit anfiel, und der Umgang untereinander war überwiegend unkompliziert und kollegial. Auch menschlich habe ich mich mit den meisten Kollegen gut verstanden. Insgesamt war das einer der deutlich positiveren Aspekte meiner Zeit im Unternehmen.
Das Vorgesetztenverhalten war für mich der größte Kritikpunkt. Insgesamt wirkten einige Führungskräfte auf mich noch recht unerfahren, sowohl in der Führung von Mitarbeitenden als auch im Umgang mit schwierigen Situationen. Teilweise entstand bei mir der Eindruck, dass es an Führungserfahrung, persönlicher Reife und dem nötigen Fingerspitzengefühl fehlte.
Entscheidungen wirkten nicht immer transparent, Prioritäten änderten sich kurzfristig und Feedback blieb häufig zu allgemein, um daraus konkrete Entwicklungsschritte abzuleiten. Auch bei Wertschätzung, Kritikfähigkeit und einem souveränen Umgang mit Mitarbeitenden hätte ich mir deutlich mehr Professionalität gewünscht.
Die technische Ausstattung war insgesamt solide bis gut, insbesondere die bereitgestellten Notebooks. Die räumlichen Arbeitsbedingungen empfand ich dagegen eher als unzureichend: Die Büros waren teilweise beengt, hellhörig und für konzentrierte Beratungsarbeit nur bedingt geeignet. Auch ergonomisch bestand aus meiner Sicht deutliches Verbesserungspotenzial.
Die Kommunikation habe ich insgesamt als wechselhaft erlebt. Im Tagesgeschäft gab es regelmäßige Abstimmungen und einen grundsätzlich direkten Austausch. Gleichzeitig wurden Informationen aus meiner Sicht teilweise sehr kurzfristig oder nicht vollständig weitergegeben. Gerade bei Themen wie Leistungsbewertung, Beförderungen und Bonus hätte ich mir deutlich mehr Transparenz und Verbindlichkeit gewünscht.
Das Fixgehalt empfand ich insgesamt als marktüblich bis leicht unterdurchschnittlich. Positiv war grundsätzlich die Möglichkeit eines attraktiven Bonus. Die Vergabe der variablen Vergütung war für mich allerdings wenig transparent, da klare und nachvollziehbare Kriterien fehlten. Bei zusätzlichen Benefits war das Angebot zu meiner Zeit eher überschaubar.
Die Aufgaben waren insgesamt recht abwechslungsreich. Neben interessanter Projektarbeit und frühem Mandantenkontakt gab es jedoch auch repetitive Tätigkeiten und Aufgaben mit begrenztem fachlichem Mehrwert. Wie interessant die Arbeit tatsächlich war, hing stark vom jeweiligen Projekt und der vorhandenen Datenlage ab.
Der Kollegenzusammenhalt unter den Consultants war ganz gut damals. Doch die sind mittlerweile fast alle wieder weg. Die Erfahrung hat außerdem meine Erwartungen an transparente Führung und verlässliche Arbeitsorganisation sowie Integrität von Vorgesetzten nachhaltig geschärft.
Die Vorgesetzten und Partner habe ich insgesamt nicht als überzeugende Führungskräfte oder Vorbilder erlebt. Besonders kritisch waren aus meiner Sicht unklare Informationswege, kurzfristig erzeugter Arbeitsdruck sowie geringe Transparenz bei Bonus, Entwicklungsmöglichkeiten und Verantwortlichkeiten.
Wiederholt entstand bei mir der Eindruck, dass Anforderungen, Zeitrahmen und verfügbare Informationen nicht zusammenpassten. Bewerber sollten Zusagen zu Bonus, Weiterbildungen und „spannenden Projekten“ daher im Vorfeld konkret hinterfragen und möglichst verbindlich klären. Für eine nachhaltige fachliche und persönliche Entwicklung halte ich das Unternehmen nur sehr eingeschränkt geeignet.
Ich habe die Arbeitsatmosphäre unter den Consultants/Senior Consultants als überwiegend angenehm empfunden. Die Atmosphäre seitens der Partner, insbes. seit der Änderung in der Führung zu Beginn 2025 habe ich als wenig vertrauenswürdig empfunden. Kritik wirkte auf mich oft als nicht erwünscht und wurde nach meiner Erfahrung eher persönlich als sachlich behandelt. Vertrauen in die Führung war dadurch meiner Wahrnehmung nach nicht mehr vorhanden. In der Konsequenz habe ich auch eine recht hohe Fluktuation wahrgenommen.
Die Außendarstellung und die von mir im Arbeitsalltag wahrgenommene Realität passten aus meiner Sicht oft nicht zusammen. Insbesondere bei Entwicklungsmöglichkeiten und internen Strukturen nahm ich eine Lücke zwischen Kommunikation im Recruiting und späterer Erfahrung wahr. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und gelebter Praxis war zumindest bemerkenswert konsequent. Auch hier sollte man sich als junger Bewerber oder Praktikant nicht blenden lassen, auch wenn die Internetseite mittlerweile vielversprechend aussieht und ganz gut gemacht ist. Meines Erachtens nach trügt der Schein hier ganz erheblich.
Das variierte sehr, doch man kam meistens deutlich vor 18 Uhr nach Hause. Es gab im Jahr 2025 sogar recht viele Tage, an denen kaum etwas oder sogar rein gar nichts zu tun war und man nur seine Zeit absaß. Das variierte jedoch: Im M&A-Bereich, der nur aus 3-4 Mitarbeitern bestand, war deutlich mehr zu tun. Dies lag meiner Wahrnehmung nach jedoch überwiegend an chaotischen internen Strukturen und dem chronisch ad-hoc-mäßig erfolgendem ständigen Umpriorisieren in dieser "Abteilung".
Weiterbildung und Entwicklung wurden im Bewerbungsprozess deutlich stärker betont, als ich sie später im Arbeitsalltag erlebt habe. Bei Lehrgängen gab es aus meiner Sicht Einschränkungen bei Freistellung, Lernzeit und Prüfungsvorbereitung; wesentliche Teile der Vorbereitung sollten in der Freizeit erfolgen. In einem Fall wurde eine zunächst zugesagte Freistellung für eine Präsenzphase wegen kurzfristig hoher Projektbelastung nicht mehr ermöglicht.
Die internen Lernangebote empfand ich als wenig zeitgemäß und für eine nachhaltige fachliche Entwicklung nicht ausreichend. Ein systematischer Wissenstransfer durch die Führung war kaum erkennbar. Wer klare Entwicklungspfade und verlässliche Förderung erwartet, sollte dies aus meiner Sicht kritisch prüfen...oder sich gleich woanders bewerben. Da dieser Aspekt hier so mangelhaft ist, verlassen nach meiner Einschätzung auch viele Mitarbeiter nach einer relativ kurzen Zeit das Unternehmen wieder.
Das Gehalts- und insbesondere das Bonussystem empfand ich als wenig transparent. Es ist nicht nachvollziehbar, nach welchen einheitlichen und überprüfbaren Kriterien die variable Vergütung festgelegt wird. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass Leistung, Bindungsinteressen und individuelle Verhandlungssituationen und Sympathien nicht immer klar voneinander getrennt wurden.
Die "Benefits" beschränkten sich aus meiner Sicht im Wesentlichen auf gelegentlich bereitgestelltes Obst. Weitergehende branchenübliche Angebote wie betriebliche Altersvorsorge oder Fahrradleasing, Sportprogramme habe ich zu meiner Zeit nicht erlebt. Mein Tipp: Lasst euch nicht durch eine hohe Bonuskomponenten blenden oder ködern. Vorsichtig sein....
Ein ausgeprägtes Umwelt- oder Sozialbewusstsein habe ich im Alltag nicht wahrgenommen. Die beobachtete Mobilitätsorganisation und der Einsatz von Einweg-Kaffeekapseln vermittelten mir keinen besonderen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit.
Unter den Consultants erlebte ich einen grundsätzlich guten Zusammenhalt. Kollegen halfen einander und kommunizierten vergleichsweise offen. Der gemeinsame Humor war hilfreich, entstand aber eher aus Belastung als aus einer entspannten Unternehmenskultur. Er ist also nicht Ausdruck eines positiven Betriebsklimas, sondern eher dessen Kompensation.
Den Umgang mit älteren Kollegen habe ich nicht durchgehend als wertschätzend erlebt. In einem Fall entstand der Eindruck, dass altersbezogene Bemerkungen und Änderungen der Projektbesetzung ohne angemessene Einbindung des Betroffenen dessen Stellung beeinträchtigten. Die Reaktion auf die daraufhin geäußerte Rückmeldung wirkte zudem nicht deeskalierend. Auch bei der Gewinnung und Bindung erfahrener Fachkräfte erschien mir das Vergütungsniveau nicht ausreichend attraktiv.
Der größte Minuspunkt ist aus meiner Sicht die Diskrepanz zwischen Anspruch und gelebter Praxis. Anfangs tritt das Unternehmen locker und kollegial auf, später werden Zusagen jedoch häufig relativiert oder durch zusätzliche Hürden erschwert – etwa bei Homeoffice und Weiterbildungen.
Probleme wurden nach meiner Wahrnehmung oft den ausführenden Mitarbeitenden zugeschrieben, auch wenn Vorgaben oder Kommunikation seitens der Führung unklar waren. Kritikfähigkeit und offene Entwicklungsgespräche habe ich nur eingeschränkt erlebt. Zudem entstand bei mir der Eindruck, dass für Vorgesetzte und Partner andere Maßstäbe bei der Einhaltung interner Regeln gelten als für Mitarbeitende. Im Ergebnis habe ich die Vorgesetzten als wenig integer wahrgenommen.
Die räumlichen Arbeitsbedingungen empfand ich für eine Unternehmensberatung als wenig geeignet: Lärm, beengte Arbeitsplätze und teils nicht ergonomische Ausstattung erschwerten konzentriertes Arbeiten. Auch die Verteilung der Büroflächen zwischen Partnern und arbeitender Ebene wirkte auf mich sehr unausgewogen. Die technische Ausstattung der Consultants war grundsätzlich gut. Eine langsame Internetverbindung und zeitaufwendige Dateisynchronisation führten jedoch regelmäßig zu vermeidbaren Verzögerungen. Praktikanten waren nach meiner Wahrnehmung teilweise deutlich schlechter ausgestattet.
Wichtige Projektinformationen wurden aus meiner Sicht oft nicht vollständig an die zuständigen Mitarbeitenden weitergegeben. Gleichzeitig wurden belastbare Ergebnisse auf Basis dieser Informationen erwartet. Auch die Kommunikation im Zwischenmenschlichen habe ich oft als sehr widersprüchlich und seitens der Partner oft als aufgesetzt empfunden. Verlassen konnte man sich auf Aussagen nur wenig. Nach Vertragsunterzeichnung war vieles anders als zuvor erzählt…
Der Frauenanteil im Büro war sehr gering. Abgesehen von einzelnen Praktikantinnen waren kaum Frauen beschäftigt; zudem blieb nach meiner Wahrnehmung keine von ihnen länger im Unternehmen.
Die Aufgaben waren sehr unterschiedlich: Neben anspruchsvolleren Tätigkeiten gab es auch viel repetitive „Fließbandarbeit“. Aufgrund der geringen Größe und Bekanntheit des Unternehmens entstand bei mir der Eindruck, dass häufig auch weniger attraktive Projekte mit schwieriger Datenlage angenommen wurden – offenbar nach dem Prinzip, alles anzunehmen, was verfügbar war.
Kollegenzusammenhalt
Entwicklungsperspektive, Leitungsebene, Bonus-"System"
Die Arbeitsatmosphäre wirkt nach außen zunächst professionell, verliert aber im Alltag schnell ihren Glanz. Nach außen wirkt vieles professionell, intern ist das Klima jedoch zunehmend von Vertrauensverlust, Vorsicht und stiller Frustration geprägt. Kritik aus den Reihen der Consultants wird nach meiner Wahrnehmung häufig nicht als hilfreicher Beitrag verstanden, sondern als Irritation im ansonsten sorgfältig gepflegten Selbstbild der Führungsebene. Loyalität, Verfügbarkeit und Zurückhaltung werden von Mitarbeitenden erkennbar erwartet; umgekehrt fühlt sich diese Loyalität vom Unternehmen nur begrenzt erwidert an. Wer hier auf gegenseitige Verlässlichkeit hofft, sollte einen guten Sinn für Enttäuschungsmanagement mitbringen. Viele Themen werden daher eher im Kollegenkreis mit trockenem Humor verarbeitet als offen adressiert.
Die Außenwirkung des Unternehmens ist professionell gestaltet. Website, Gespräche und Auftreten vermitteln ein Bild von Größe, Wachstum, mehreren Standorten und attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten. Intern wirkt vieles kleiner, improvisierter und weniger belastbar, als dieser Auftritt nahelegt. Diese Differenz zwischen Außendarstellung und internem Eindruck fällt aus meiner Sicht deutlich auf und empfinde ich als Kuriosität.
Wer bei der Arbeitgeberwahl stark auf Reputation und Außenwirkung achtet, sollte hier genau hinschauen.
In projektintensiven Phasen wird hohe Verfügbarkeit erwartet, auch abends, kurzfristig an Freitagen oder mal am Wochenende, besonders in Bereichen mit hoher Mandantendynamik. Gleichzeitig wird in ruhigeren Phasen Präsenz im Büro geschätzt, selbst wenn die Auslastung überschaubar ist. Das ergibt einen eigenartigen Tausch: Wenn Arbeit da ist, soll man liefern; wenn keine da ist, soll man sichtbar sein. Zwischen einzelnen Bereichen nehme ich die Arbeitsbelastung als deutlich ungleich verteilt wahr. Für junge Mitarbeitende wird Einsatzbereitschaft dadurch leicht mit Entwicklung verwechselt. Man sammelt Stunden, nicht zwingend Kompetenz.
Karriere und Weiterbildung werden im Bewerbungsprozess deutlich stärker betont, als sie später aus meiner Sicht erlebbar sind. Es gibt zwar interne Formate, etwa aufgezeichnete Schulungsinhalte, doch diese wirken auf mich eher wie Archivmaterial als ein systematisches Entwicklungsprogramm. Konkrete Lehrgänge, die im Vorstellungsgespräch attraktiv klingen, erscheinen später nur eingeschränkt, unter Bedingungen oder mit erheblichem Eigenanteil in der Freizeit realisierbar. Freistellungen für Prüfungen und begleitende Lernzeiten wirken nach meiner Erfahrung und Beobachtung nicht verlässlich genug. Systematischer Wissenstransfer von der Führungsebene nach unten findet aus meiner Sicht nur sehr begrenzt statt. Auch ein echtes, strukturiertes Ausbildungs- oder Mentoringkonzept sehe ich nicht. Man lernt Termine zu halten, Präsentationen zu liefern und unter Unsicherheit zu funktionieren; ob man dabei systematisch fachlich ausgebildet wird, ist eine andere Frage. Für junge Mitarbeitende sehe ich darin das Risiko, sich Arbeitsweisen anzueignen, die später in strukturierteren Umfeldern hinterfragt oder angepasst werden müssen.
Das Vergütungssystem wirkt auf mich wenig transparent und stark steuernd. Die zunächst attraktiv wirkende variable Vergütung spielt eine spürbare Rolle, ohne dass die Kriterien dafür klar, objektiv und vorhersehbar erscheinen. Dadurch kann aus meiner Sicht eine Abhängigkeit entstehen, die den offenen Umgang mit Kritik und Grenzen erschwert. Wer auf den Bonus angewiesen ist, überlegt sich nach meiner Einschätzung genauer, wann er widerspricht, Grenzen setzt oder unbequeme Themen anspricht. In Jahresgesprächen wirken Bonusentscheidungen aus Mitarbeitendensicht teils schwer nachvollziehbar. Gerade wenn gleichzeitig hohe Verfügbarkeit, Loyalität und Belastbarkeit erwartet und vom Mitarbeiter geliefert wurden, wirkt das Verhältnis zur variablen Vergütung nicht immer überzeugend.Positiv ist, dass die Gehaltsauszahlung im Regelfall pünktlich erfolgt. Darüber hinaus wirkt das Gesamtpaket eher schlank: Corporate Benefits, gelegentlich Obst, aber keine wirklich starken Zusatzangebote wie betriebliche Altersvorsorge, Jobrad oder vergleichbare Benefits.
Ein ausgeprägtes Umwelt- oder Sozialbewusstsein nehme ich im Alltag kaum wahr. Nachhaltigkeit wirkt nicht wie ein handlungsleitendes Prinzip: Bei Mobilität, Büroalltag und Ausstattung dominieren nach meiner Wahrnehmung eher Gewohnheit, Kostenbewusstsein und persönliche Vorlieben als sichtbare ökologische Ambition. Auch sozial wirkt das Unternehmen nicht besonders modern. Der Einsatz günstiger Praktikanten, Werkstudierender und junger Consultants für anspruchsvolle Aufgaben vermittelt bei mir den Eindruck, dass operative Projektleistung stark im Vordergrund steht. Wer unter Sozialbewusstsein auch faire Entwicklung, Verlässlichkeit und gegenseitige Loyalität versteht, findet hier wenig Anlass zur Begeisterung.
Der Kollegenzusammenhalt auf Consultant-Ebene ist einer der wenigen Punkte, die positiv hervorstechen. Die meisten Kolleginnen und Kollegen unterstützen sich, sprechen recht offen miteinander und halten den Laden im Alltag praktisch zusammen. Der Teamgeist entsteht allerdings weniger durch eine bewusst gestaltete Unternehmenskultur als durch die gemeinsame Notwendigkeit, Schwächen in Führung, Prozessen und Rahmenbedingungen abzufedern sowie durch die gemeinsame Erfahrung, mit denselben schwierigen Rahmenbedingungen umgehen zu müssen. Galgenhumor ist dabei eine erstaunlich stabile Ressource, ersetzt aber weder Mentoring noch sauberes Wissensmanagement. Wer hier landet, merkt schnell: Getragen wird vieles von denen, die im Organigramm nicht ganz oben stehen. Das ist menschlich angenehm, organisatorisch aber kein Ruhmesblatt.
Das Unternehmen wirkt auf mich stark auf junge, kostengünstige und noch wenig erfahrene Mitarbeitende ausgerichtet. Für Erfahrungsträger wirkt das Umfeld auf mich nur dann passend, wenn deren Erwartungen an Vergütung, Einfluss und Augenhöhe eher moderat sind. Für erfahrenere Fachkräfte ist das Umfeld daher aus meiner Sicht nur eingeschränkt attraktiv. Das Vergütungsniveau und die Personalstrategie vermitteln eher den Eindruck, dass junge Consultants, Praktikanten und Werkstudierende im Zentrum stehen.
Gehört aus meiner Sicht zu den schwächsten Punkten. Führung bedeutet hier nach meiner Wahrnehmung vor allem Erwartungsmanagement nach unten. Consultants werden motiviert, viel zu leisten und loyal zu sein. Gleichzeitig entsteht nicht der Eindruck, dass das Unternehmen diese Loyalität in gleicher Weise zurückgibt, etwa durch belastbare Förderung, faire Kommunikation oder verlässliche Zusagen.
Entscheidungen wirken auf mich häufig schwer nachvollziehbar, Feedback selektiv und Beteiligung eher nicht ergebnisoffen. In Konfliktsituationen fehlt mir ein souveräner, sachlicher und wirklich entwicklungsorientierter Umgang. Wenn Projekte aus meiner Sicht knapp geplant oder unklar gebrieft sind, entsteht schnell erheblicher Druck auf Consultant-Ebene. In mehreren Situationen entsteht bei mir der Eindruck, dass Verantwortung für Probleme eher auf Consultant-Ebene gesucht wird, auch wenn Ursachen aus meiner Sicht in Briefing, Planung oder Abstimmung liegen. Jahresgespräche wirken weniger wie Dialoge auf Augenhöhe als wie sorgfältig vorbereitete Verhandlungen mit ungleicher Sitzordnung.
Die technische Ausstattung für Vollzeitkräfte ist inzwischen ordentlich, insbesondere bei Laptops und Bildschirmen. Die räumliche Situation wirkt dagegen improvisiert: dunkle Räume, enge Belegung, Geräuschkulisse, schlechte Luft im Sommer und sehr begrenzte Konzentrationsmöglichkeiten. Einzelne Arbeitsplätze im Flur werden paradoxerweise als vergleichsweise ruhig empfunden, was einiges über die übrige Raumqualität sagt. Ergonomische Standards wie höhenverstellbare Schreibtische scheinen nicht durchgängig für Consultants vorgesehen zu sein. Praktikanten arbeiten nach meiner Wahrnehmung teils mit deutlich schwächerer Hardware. Die langsame und bisweilen unzuverlässige Internetverbindung und Datei-Synchronisation kosten nach meiner Erfahrung regelmäßig Zeit, werden aber von oben nur begrenzt als legitimer Hinderungsgrund akzeptiert.
Kommunikation gibt es reichlich, Klarheit deutlich weniger. Meetings, Jour fixes und Projektabstimmungen finden regelmäßig statt, teilweise sogar sehr häufig, doch entscheidende Informationen erreichen die operativ arbeitenden Consultants nach meiner Erfahrung oft spät, fragmentarisch oder mit erheblichem Interpretationsspielraum. Besonders nach Mandantenterminen, die Partner allein wahrnehmen, entstehen Arbeitsergebnisse nicht selten auf Basis von Andeutungen statt belastbarer Briefings. Wenn daraus Lücken oder Fehler entstehen, habe ich wiederholt den Eindruck, dass die Verantwortung eher bei den Consultants gesucht wird als bei Briefing, Informationslage oder Auftragsklarheit. Über Unternehmensergebnisse, Kennzahlen, Erfolge oder strategische Ziele erfährt die Mannschaft nur wenig. Man verlässt Besprechungen gelegentlich mit dem Gefühl, anwesend gewesen zu sein, aber nicht zwingend informiert.
Zur Gleichberechtigung lässt sich nur vorsichtig etwas sagen, weil Frauen im beobachteten Beratungsumfeld eher gering vertreten sind. Ein klares, strukturiertes Konzept zur Förderung unterschiedlicher Karrierewege nehme ich nicht wahr. Praktikantinnen und Werkstudentinnen sind zwar vereinzelt da; in meinem Beobachtungszeitraum entsteht jedoch kein Bild langfristiger Bindung. Insgesamt entsteht weniger der Eindruck aktiver Förderung als der Eindruck informeller, wenig transparenter Personalentscheidungen.
Inhaltlich könnten die Aufgaben interessant sein. In der Praxis hängen der Lernwert und die Arbeitsfreude jedoch stark davon ab, wie gut Projekte vorbereitet sind, welche Daten vorliegen und ob Führungskräfte tatsächlich Orientierung geben. Aus meiner Sicht ist das häufig weniger strukturiert, als es in Gesprächen und Außendarstellung anklingt. Die Datenlage wirkt aus meiner Sicht häufiger dünn, unvollständig oder schwer belastbar, während die Verantwortung für die Aufbereitung vor allem bei den operativ Arbeitenden landet. Einfluss auf die eigene Aufgabengestaltung bleibt überschaubar, obwohl im Bewerbungsprozess gerne ein anderes Bild entsteht. Bei mir entsteht der Eindruck, dass junge und unerfahrene Mitarbeitende sehr schnell produktiv in Projekten eingesetzt werden, auch wenn die fachliche Anleitung aus meiner Sicht nicht im gleichen Maß mitwächst. Das kann kurzfristig nach Verantwortung aussehen, ersetzt aber keine belastbare Ausbildung. Wer echtes Handwerk lernen möchte, sollte sehr genau prüfen, ob hier Substanz geboten wird. Irritierend finde ich zudem Aufgaben, deren unmittelbarer Projekt- oder Mandantenbezug für mich nicht klar erkennbar ist.
Die Mitarbeiter sind eine junge, dynamische Truppe mit sehr viel Know-How.
Alle im Team verstehen sich sehr gut und probieren sich gegenseitig zu unterstützen.
Ist natürlich eine kleinere Boutique und dadurch weniger bekannt als größere Firmen, dafür aber in den Bereichen Restrukturierung (Refinitiv bankruptcy table) und M&A (Refinitiv small cap M&A Germany ranking) führend.
Hängt ein bisschen von den Projekten ab, aber alle geben sich Mühe, dass man als Praktikant zu fairen Zeiten das Büro verlassen kann.
Es gibt regelmäßig Weiterbildungsveranstaltungen für alle Mitarbeiter.
Das Team ist relativ jung. Der Älteste Kollege ist um die 50.
Top. Ein Praktikant bekam in der Corona Zeit eines der Dienstautos zur Verfügung gestellt, damit er nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Büro kommen muss und auch sonst wird sehr umsichtig mit den Angestellten umgegangen.
Computer und Bildschirme für das Homeoffice gab es für alle. Vollzeitangestellte haben auch ein Diensthandy.
Dinge die gut oder schlecht laufen werden direkt und fair angesprochen.
Praktikanten Gehalt war fair.
Bisschen projektabhängig aber viel M&A und Gutachten nach IDW Standard.
Generell sehr freundlich und gut. Auch in stressigen Phasen.
Recht klein noch. Befindet sich im Aufbau.
Nach eigenem Ermessen drauf zu achten. Aber wird sehr groß geschrieben.
Wird alles vom Arbeitgeber übernommen und kann jederzeit gemacht werden.
Könnte besser sein, aber völlig im Branchendurchschnitt. Gute variable Vergütung.
Da Regional viele Projekte wenig Flüge, was bei einer Beratung normalerweise Gang und Gebe ist.
Sehr gut. Man hilft in stressigen Phasen sehr gern und ist willig Anderen was abzunehmen, wenn es mal brennt.
Mit den einigen wenigen sehr gut.
Eigentlich immer gut. Mal kann es zu Meinungsverschiedenheiten kommen.
Manchmal wird an falschen Enden gespart (Laptop, Arbeitstelefon, Übernachtungskosten etc.) aber im groben alles in Ordnung.
Direkte Kommunikation auf kurzen Wegen.
Wenig Damen, aber alle sehr Respektvoll
Oft sehr regional.
freundliches Büro mit Stil, nette Kollegen, gutes Miteinander
spezialisiertes Beratungsunternehmen - daher nur Branchenkennern bekannt. Dort aber einen guten Ruf.
WLB ist generell gut. Bei stressigen und zeitkritischen Projekten sind auch mal Überstunden nötig (so ist das Beraterleben....)
steile Lernkurve für Mitarbeiter durch anspruchsvolle Projekte, Weiterbildung nicht standardisiert.
branchenübliche Vergütung, übliche Sozialleistungen
Es ist eine Unternehmensberatung mit recht hohem Sozialbewusstsein. Umweltaspekte finden weniger Berücksichtigung
Es wird ab und an auch etwas privat miteinander unternommen. In stressigen Projektphasen unterstützt man sich
Es gibt keine wirklich "älteren" Kollegen. Der Umgang würde m. E. jedoch sehr gut sein
guter Umgang, gutes Führungsverhalten
Die Lage ist schön. Das Büro ist schön. Die persönliche Ausstattung ist gut.
in Regelmeetings und -calls wird Aktuelles besprochen, respektvoller Umgang miteinander
Geringe Frauenquote (Beratung halt...), aber gelebte Gleichberechtigung
interessante und herausfordernde Projekte. Wenig internationale Themen.
Das Verhältnis zwischen Kollegen und Vorgesetzten ist persönlich.
Branchenintern (Restrukturierung, Distressed M&A) gutes Profil, außerhalb weniger, da überwiegend in Spezialthemen unterwegs (Restrukturierung, Sanierung, Insolvenznahe Beratung, M&A in Sondersituationen.
Arbeitszeiten sind projektabhängig. D.h. es gibt auch lange & sehr lange Tage. Gleichzeitig wird aber viel Wert darauf gelegt, dass Freizeitausgleich stattfindet. Zudem gibt es Home-Office-Regelungen.
Weiterbildungen und Teilnahme an Kongressen o.ä. wird finanziell unterstützt.
Branchenübliche Konditionen, variable Vergütung sehr attraktiv.
Junges Team (25-50) mit unterschiedlichen Backgrounds (persönlich & akademisch) was die Problembetrachtung und -lösung auf verschiedenste Weise ermöglicht.
Die Kommunikation sowohl zwischen Kollegen und Vorgesetzten findet auf Augenhöhe statt.