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4 von 9 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)

Umwelt-/Sozialbewusstsein
kununu Score: 2,0Weiterempfehlung: 50%
Score-Details

4 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.

Von diesem Unternehmen ist abzuraten.

1,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Finanzen / Controlling in Potsdam gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Kollegenzusammenhalt unter den Consultants war ganz gut damals. Doch die sind mittlerweile fast alle wieder weg. Die Erfahrung hat außerdem meine Erwartungen an transparente Führung und verlässliche Arbeitsorganisation sowie Integrität von Vorgesetzten nachhaltig geschärft.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Vorgesetzten und Partner habe ich insgesamt nicht als überzeugende Führungskräfte oder Vorbilder erlebt. Besonders kritisch waren aus meiner Sicht unklare Informationswege, kurzfristig erzeugter Arbeitsdruck sowie geringe Transparenz bei Bonus, Entwicklungsmöglichkeiten und Verantwortlichkeiten.

Wiederholt entstand bei mir der Eindruck, dass Anforderungen, Zeitrahmen und verfügbare Informationen nicht zusammenpassten. Bewerber sollten Zusagen zu Bonus, Weiterbildungen und „spannenden Projekten“ daher im Vorfeld konkret hinterfragen und möglichst verbindlich klären. Für eine nachhaltige fachliche und persönliche Entwicklung halte ich das Unternehmen nur sehr eingeschränkt geeignet.

Arbeitsatmosphäre

Ich habe die Arbeitsatmosphäre unter den Consultants/Senior Consultants als überwiegend angenehm empfunden. Die Atmosphäre seitens der Partner, insbes. seit der Änderung in der Führung zu Beginn 2025 habe ich als wenig vertrauenswürdig empfunden. Kritik wirkte auf mich oft als nicht erwünscht und wurde nach meiner Erfahrung eher persönlich als sachlich behandelt. Vertrauen in die Führung war dadurch meiner Wahrnehmung nach nicht mehr vorhanden. In der Konsequenz habe ich auch eine recht hohe Fluktuation wahrgenommen.

Image

Die Außendarstellung und die von mir im Arbeitsalltag wahrgenommene Realität passten aus meiner Sicht oft nicht zusammen. Insbesondere bei Entwicklungsmöglichkeiten und internen Strukturen nahm ich eine Lücke zwischen Kommunikation im Recruiting und späterer Erfahrung wahr. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und gelebter Praxis war zumindest bemerkenswert konsequent. Auch hier sollte man sich als junger Bewerber oder Praktikant nicht blenden lassen, auch wenn die Internetseite mittlerweile vielversprechend aussieht und ganz gut gemacht ist. Meines Erachtens nach trügt der Schein hier ganz erheblich.

Work-Life-Balance

Das variierte sehr, doch man kam meistens deutlich vor 18 Uhr nach Hause. Es gab im Jahr 2025 sogar recht viele Tage, an denen kaum etwas oder sogar rein gar nichts zu tun war und man nur seine Zeit absaß. Das variierte jedoch: Im M&A-Bereich, der nur aus 3-4 Mitarbeitern bestand, war deutlich mehr zu tun. Dies lag meiner Wahrnehmung nach jedoch überwiegend an chaotischen internen Strukturen und dem chronisch ad-hoc-mäßig erfolgendem ständigen Umpriorisieren in dieser "Abteilung".

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung und Entwicklung wurden im Bewerbungsprozess deutlich stärker betont, als ich sie später im Arbeitsalltag erlebt habe. Bei Lehrgängen gab es aus meiner Sicht Einschränkungen bei Freistellung, Lernzeit und Prüfungsvorbereitung; wesentliche Teile der Vorbereitung sollten in der Freizeit erfolgen. In einem Fall wurde eine zunächst zugesagte Freistellung für eine Präsenzphase wegen kurzfristig hoher Projektbelastung nicht mehr ermöglicht.
Die internen Lernangebote empfand ich als wenig zeitgemäß und für eine nachhaltige fachliche Entwicklung nicht ausreichend. Ein systematischer Wissenstransfer durch die Führung war kaum erkennbar. Wer klare Entwicklungspfade und verlässliche Förderung erwartet, sollte dies aus meiner Sicht kritisch prüfen...oder sich gleich woanders bewerben. Da dieser Aspekt hier so mangelhaft ist, verlassen nach meiner Einschätzung auch viele Mitarbeiter nach einer relativ kurzen Zeit das Unternehmen wieder.

Gehalt/Benefits

Das Gehalts- und insbesondere das Bonussystem empfand ich als wenig transparent. Es ist nicht nachvollziehbar, nach welchen einheitlichen und überprüfbaren Kriterien die variable Vergütung festgelegt wird. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass Leistung, Bindungsinteressen und individuelle Verhandlungssituationen und Sympathien nicht immer klar voneinander getrennt wurden.
Die "Benefits" beschränkten sich aus meiner Sicht im Wesentlichen auf gelegentlich bereitgestelltes Obst. Weitergehende branchenübliche Angebote wie betriebliche Altersvorsorge oder Fahrradleasing, Sportprogramme habe ich zu meiner Zeit nicht erlebt. Mein Tipp: Lasst euch nicht durch eine hohe Bonuskomponenten blenden oder ködern. Vorsichtig sein....

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein ausgeprägtes Umwelt- oder Sozialbewusstsein habe ich im Alltag nicht wahrgenommen. Die beobachtete Mobilitätsorganisation und der Einsatz von Einweg-Kaffeekapseln vermittelten mir keinen besonderen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit.

Kollegenzusammenhalt

Unter den Consultants erlebte ich einen grundsätzlich guten Zusammenhalt. Kollegen halfen einander und kommunizierten vergleichsweise offen. Der gemeinsame Humor war hilfreich, entstand aber eher aus Belastung als aus einer entspannten Unternehmenskultur. Er ist also nicht Ausdruck eines positiven Betriebsklimas, sondern eher dessen Kompensation.

Umgang mit älteren Kollegen

Den Umgang mit älteren Kollegen habe ich nicht durchgehend als wertschätzend erlebt. In einem Fall entstand der Eindruck, dass altersbezogene Bemerkungen und Änderungen der Projektbesetzung ohne angemessene Einbindung des Betroffenen dessen Stellung beeinträchtigten. Die Reaktion auf die daraufhin geäußerte Rückmeldung wirkte zudem nicht deeskalierend. Auch bei der Gewinnung und Bindung erfahrener Fachkräfte erschien mir das Vergütungsniveau nicht ausreichend attraktiv.

Vorgesetztenverhalten

Der größte Minuspunkt ist aus meiner Sicht die Diskrepanz zwischen Anspruch und gelebter Praxis. Anfangs tritt das Unternehmen locker und kollegial auf, später werden Zusagen jedoch häufig relativiert oder durch zusätzliche Hürden erschwert – etwa bei Homeoffice und Weiterbildungen.
Probleme wurden nach meiner Wahrnehmung oft den ausführenden Mitarbeitenden zugeschrieben, auch wenn Vorgaben oder Kommunikation seitens der Führung unklar waren. Kritikfähigkeit und offene Entwicklungsgespräche habe ich nur eingeschränkt erlebt. Zudem entstand bei mir der Eindruck, dass für Vorgesetzte und Partner andere Maßstäbe bei der Einhaltung interner Regeln gelten als für Mitarbeitende. Im Ergebnis habe ich die Vorgesetzten als wenig integer wahrgenommen.

Arbeitsbedingungen

Die räumlichen Arbeitsbedingungen empfand ich für eine Unternehmensberatung als wenig geeignet: Lärm, beengte Arbeitsplätze und teils nicht ergonomische Ausstattung erschwerten konzentriertes Arbeiten. Auch die Verteilung der Büroflächen zwischen Partnern und arbeitender Ebene wirkte auf mich sehr unausgewogen. Die technische Ausstattung der Consultants war grundsätzlich gut. Eine langsame Internetverbindung und zeitaufwendige Dateisynchronisation führten jedoch regelmäßig zu vermeidbaren Verzögerungen. Praktikanten waren nach meiner Wahrnehmung teilweise deutlich schlechter ausgestattet.

Kommunikation

Wichtige Projektinformationen wurden aus meiner Sicht oft nicht vollständig an die zuständigen Mitarbeitenden weitergegeben. Gleichzeitig wurden belastbare Ergebnisse auf Basis dieser Informationen erwartet. Auch die Kommunikation im Zwischenmenschlichen habe ich oft als sehr widersprüchlich und seitens der Partner oft als aufgesetzt empfunden. Verlassen konnte man sich auf Aussagen nur wenig. Nach Vertragsunterzeichnung war vieles anders als zuvor erzählt…

Gleichberechtigung

Der Frauenanteil im Büro war sehr gering. Abgesehen von einzelnen Praktikantinnen waren kaum Frauen beschäftigt; zudem blieb nach meiner Wahrnehmung keine von ihnen länger im Unternehmen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren sehr unterschiedlich: Neben anspruchsvolleren Tätigkeiten gab es auch viel repetitive „Fließbandarbeit“. Aufgrund der geringen Größe und Bekanntheit des Unternehmens entstand bei mir der Eindruck, dass häufig auch weniger attraktive Projekte mit schwieriger Datenlage angenommen wurden – offenbar nach dem Prinzip, alles anzunehmen, was verfügbar war.

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Kollegialer Zusammenhalt, schwache Führung und wenig Klarheit

2,1
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Potsdam gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Kollegenzusammenhalt

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Entwicklungsperspektive, Leitungsebene, Bonus-"System"

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre wirkt nach außen zunächst professionell, verliert aber im Alltag schnell ihren Glanz. Nach außen wirkt vieles professionell, intern ist das Klima jedoch zunehmend von Vertrauensverlust, Vorsicht und stiller Frustration geprägt. Kritik aus den Reihen der Consultants wird nach meiner Wahrnehmung häufig nicht als hilfreicher Beitrag verstanden, sondern als Irritation im ansonsten sorgfältig gepflegten Selbstbild der Führungsebene. Loyalität, Verfügbarkeit und Zurückhaltung werden von Mitarbeitenden erkennbar erwartet; umgekehrt fühlt sich diese Loyalität vom Unternehmen nur begrenzt erwidert an. Wer hier auf gegenseitige Verlässlichkeit hofft, sollte einen guten Sinn für Enttäuschungsmanagement mitbringen. Viele Themen werden daher eher im Kollegenkreis mit trockenem Humor verarbeitet als offen adressiert.

Image

Die Außenwirkung des Unternehmens ist professionell gestaltet. Website, Gespräche und Auftreten vermitteln ein Bild von Größe, Wachstum, mehreren Standorten und attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten. Intern wirkt vieles kleiner, improvisierter und weniger belastbar, als dieser Auftritt nahelegt. Diese Differenz zwischen Außendarstellung und internem Eindruck fällt aus meiner Sicht deutlich auf und empfinde ich als Kuriosität.
Wer bei der Arbeitgeberwahl stark auf Reputation und Außenwirkung achtet, sollte hier genau hinschauen.

Work-Life-Balance

In projektintensiven Phasen wird hohe Verfügbarkeit erwartet, auch abends, kurzfristig an Freitagen oder mal am Wochenende, besonders in Bereichen mit hoher Mandantendynamik. Gleichzeitig wird in ruhigeren Phasen Präsenz im Büro geschätzt, selbst wenn die Auslastung überschaubar ist. Das ergibt einen eigenartigen Tausch: Wenn Arbeit da ist, soll man liefern; wenn keine da ist, soll man sichtbar sein. Zwischen einzelnen Bereichen nehme ich die Arbeitsbelastung als deutlich ungleich verteilt wahr. Für junge Mitarbeitende wird Einsatzbereitschaft dadurch leicht mit Entwicklung verwechselt. Man sammelt Stunden, nicht zwingend Kompetenz.

Karriere/Weiterbildung

Karriere und Weiterbildung werden im Bewerbungsprozess deutlich stärker betont, als sie später aus meiner Sicht erlebbar sind. Es gibt zwar interne Formate, etwa aufgezeichnete Schulungsinhalte, doch diese wirken auf mich eher wie Archivmaterial als ein systematisches Entwicklungsprogramm. Konkrete Lehrgänge, die im Vorstellungsgespräch attraktiv klingen, erscheinen später nur eingeschränkt, unter Bedingungen oder mit erheblichem Eigenanteil in der Freizeit realisierbar. Freistellungen für Prüfungen und begleitende Lernzeiten wirken nach meiner Erfahrung und Beobachtung nicht verlässlich genug. Systematischer Wissenstransfer von der Führungsebene nach unten findet aus meiner Sicht nur sehr begrenzt statt. Auch ein echtes, strukturiertes Ausbildungs- oder Mentoringkonzept sehe ich nicht. Man lernt Termine zu halten, Präsentationen zu liefern und unter Unsicherheit zu funktionieren; ob man dabei systematisch fachlich ausgebildet wird, ist eine andere Frage. Für junge Mitarbeitende sehe ich darin das Risiko, sich Arbeitsweisen anzueignen, die später in strukturierteren Umfeldern hinterfragt oder angepasst werden müssen.

Gehalt/Benefits

Das Vergütungssystem wirkt auf mich wenig transparent und stark steuernd. Die zunächst attraktiv wirkende variable Vergütung spielt eine spürbare Rolle, ohne dass die Kriterien dafür klar, objektiv und vorhersehbar erscheinen. Dadurch kann aus meiner Sicht eine Abhängigkeit entstehen, die den offenen Umgang mit Kritik und Grenzen erschwert. Wer auf den Bonus angewiesen ist, überlegt sich nach meiner Einschätzung genauer, wann er widerspricht, Grenzen setzt oder unbequeme Themen anspricht. In Jahresgesprächen wirken Bonusentscheidungen aus Mitarbeitendensicht teils schwer nachvollziehbar. Gerade wenn gleichzeitig hohe Verfügbarkeit, Loyalität und Belastbarkeit erwartet und vom Mitarbeiter geliefert wurden, wirkt das Verhältnis zur variablen Vergütung nicht immer überzeugend.Positiv ist, dass die Gehaltsauszahlung im Regelfall pünktlich erfolgt. Darüber hinaus wirkt das Gesamtpaket eher schlank: Corporate Benefits, gelegentlich Obst, aber keine wirklich starken Zusatzangebote wie betriebliche Altersvorsorge, Jobrad oder vergleichbare Benefits.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein ausgeprägtes Umwelt- oder Sozialbewusstsein nehme ich im Alltag kaum wahr. Nachhaltigkeit wirkt nicht wie ein handlungsleitendes Prinzip: Bei Mobilität, Büroalltag und Ausstattung dominieren nach meiner Wahrnehmung eher Gewohnheit, Kostenbewusstsein und persönliche Vorlieben als sichtbare ökologische Ambition. Auch sozial wirkt das Unternehmen nicht besonders modern. Der Einsatz günstiger Praktikanten, Werkstudierender und junger Consultants für anspruchsvolle Aufgaben vermittelt bei mir den Eindruck, dass operative Projektleistung stark im Vordergrund steht. Wer unter Sozialbewusstsein auch faire Entwicklung, Verlässlichkeit und gegenseitige Loyalität versteht, findet hier wenig Anlass zur Begeisterung.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt auf Consultant-Ebene ist einer der wenigen Punkte, die positiv hervorstechen. Die meisten Kolleginnen und Kollegen unterstützen sich, sprechen recht offen miteinander und halten den Laden im Alltag praktisch zusammen. Der Teamgeist entsteht allerdings weniger durch eine bewusst gestaltete Unternehmenskultur als durch die gemeinsame Notwendigkeit, Schwächen in Führung, Prozessen und Rahmenbedingungen abzufedern sowie durch die gemeinsame Erfahrung, mit denselben schwierigen Rahmenbedingungen umgehen zu müssen. Galgenhumor ist dabei eine erstaunlich stabile Ressource, ersetzt aber weder Mentoring noch sauberes Wissensmanagement. Wer hier landet, merkt schnell: Getragen wird vieles von denen, die im Organigramm nicht ganz oben stehen. Das ist menschlich angenehm, organisatorisch aber kein Ruhmesblatt.

Umgang mit älteren Kollegen

Das Unternehmen wirkt auf mich stark auf junge, kostengünstige und noch wenig erfahrene Mitarbeitende ausgerichtet. Für Erfahrungsträger wirkt das Umfeld auf mich nur dann passend, wenn deren Erwartungen an Vergütung, Einfluss und Augenhöhe eher moderat sind. Für erfahrenere Fachkräfte ist das Umfeld daher aus meiner Sicht nur eingeschränkt attraktiv. Das Vergütungsniveau und die Personalstrategie vermitteln eher den Eindruck, dass junge Consultants, Praktikanten und Werkstudierende im Zentrum stehen.

Vorgesetztenverhalten

Gehört aus meiner Sicht zu den schwächsten Punkten. Führung bedeutet hier nach meiner Wahrnehmung vor allem Erwartungsmanagement nach unten. Consultants werden motiviert, viel zu leisten und loyal zu sein. Gleichzeitig entsteht nicht der Eindruck, dass das Unternehmen diese Loyalität in gleicher Weise zurückgibt, etwa durch belastbare Förderung, faire Kommunikation oder verlässliche Zusagen.
Entscheidungen wirken auf mich häufig schwer nachvollziehbar, Feedback selektiv und Beteiligung eher nicht ergebnisoffen. In Konfliktsituationen fehlt mir ein souveräner, sachlicher und wirklich entwicklungsorientierter Umgang. Wenn Projekte aus meiner Sicht knapp geplant oder unklar gebrieft sind, entsteht schnell erheblicher Druck auf Consultant-Ebene. In mehreren Situationen entsteht bei mir der Eindruck, dass Verantwortung für Probleme eher auf Consultant-Ebene gesucht wird, auch wenn Ursachen aus meiner Sicht in Briefing, Planung oder Abstimmung liegen. Jahresgespräche wirken weniger wie Dialoge auf Augenhöhe als wie sorgfältig vorbereitete Verhandlungen mit ungleicher Sitzordnung.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung für Vollzeitkräfte ist inzwischen ordentlich, insbesondere bei Laptops und Bildschirmen. Die räumliche Situation wirkt dagegen improvisiert: dunkle Räume, enge Belegung, Geräuschkulisse, schlechte Luft im Sommer und sehr begrenzte Konzentrationsmöglichkeiten. Einzelne Arbeitsplätze im Flur werden paradoxerweise als vergleichsweise ruhig empfunden, was einiges über die übrige Raumqualität sagt. Ergonomische Standards wie höhenverstellbare Schreibtische scheinen nicht durchgängig für Consultants vorgesehen zu sein. Praktikanten arbeiten nach meiner Wahrnehmung teils mit deutlich schwächerer Hardware. Die langsame und bisweilen unzuverlässige Internetverbindung und Datei-Synchronisation kosten nach meiner Erfahrung regelmäßig Zeit, werden aber von oben nur begrenzt als legitimer Hinderungsgrund akzeptiert.

Kommunikation

Kommunikation gibt es reichlich, Klarheit deutlich weniger. Meetings, Jour fixes und Projektabstimmungen finden regelmäßig statt, teilweise sogar sehr häufig, doch entscheidende Informationen erreichen die operativ arbeitenden Consultants nach meiner Erfahrung oft spät, fragmentarisch oder mit erheblichem Interpretationsspielraum. Besonders nach Mandantenterminen, die Partner allein wahrnehmen, entstehen Arbeitsergebnisse nicht selten auf Basis von Andeutungen statt belastbarer Briefings. Wenn daraus Lücken oder Fehler entstehen, habe ich wiederholt den Eindruck, dass die Verantwortung eher bei den Consultants gesucht wird als bei Briefing, Informationslage oder Auftragsklarheit. Über Unternehmensergebnisse, Kennzahlen, Erfolge oder strategische Ziele erfährt die Mannschaft nur wenig. Man verlässt Besprechungen gelegentlich mit dem Gefühl, anwesend gewesen zu sein, aber nicht zwingend informiert.

Gleichberechtigung

Zur Gleichberechtigung lässt sich nur vorsichtig etwas sagen, weil Frauen im beobachteten Beratungsumfeld eher gering vertreten sind. Ein klares, strukturiertes Konzept zur Förderung unterschiedlicher Karrierewege nehme ich nicht wahr. Praktikantinnen und Werkstudentinnen sind zwar vereinzelt da; in meinem Beobachtungszeitraum entsteht jedoch kein Bild langfristiger Bindung. Insgesamt entsteht weniger der Eindruck aktiver Förderung als der Eindruck informeller, wenig transparenter Personalentscheidungen.

Interessante Aufgaben

Inhaltlich könnten die Aufgaben interessant sein. In der Praxis hängen der Lernwert und die Arbeitsfreude jedoch stark davon ab, wie gut Projekte vorbereitet sind, welche Daten vorliegen und ob Führungskräfte tatsächlich Orientierung geben. Aus meiner Sicht ist das häufig weniger strukturiert, als es in Gesprächen und Außendarstellung anklingt. Die Datenlage wirkt aus meiner Sicht häufiger dünn, unvollständig oder schwer belastbar, während die Verantwortung für die Aufbereitung vor allem bei den operativ Arbeitenden landet. Einfluss auf die eigene Aufgabengestaltung bleibt überschaubar, obwohl im Bewerbungsprozess gerne ein anderes Bild entsteht. Bei mir entsteht der Eindruck, dass junge und unerfahrene Mitarbeitende sehr schnell produktiv in Projekten eingesetzt werden, auch wenn die fachliche Anleitung aus meiner Sicht nicht im gleichen Maß mitwächst. Das kann kurzfristig nach Verantwortung aussehen, ersetzt aber keine belastbare Ausbildung. Wer echtes Handwerk lernen möchte, sollte sehr genau prüfen, ob hier Substanz geboten wird. Irritierend finde ich zudem Aufgaben, deren unmittelbarer Projekt- oder Mandantenbezug für mich nicht klar erkennbar ist.

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Klein aber oho!

4,5
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Potsdam gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Generell sehr freundlich und gut. Auch in stressigen Phasen.

Image

Recht klein noch. Befindet sich im Aufbau.

Work-Life-Balance

Nach eigenem Ermessen drauf zu achten. Aber wird sehr groß geschrieben.

Karriere/Weiterbildung

Wird alles vom Arbeitgeber übernommen und kann jederzeit gemacht werden.

Gehalt/Benefits

Könnte besser sein, aber völlig im Branchendurchschnitt. Gute variable Vergütung.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Da Regional viele Projekte wenig Flüge, was bei einer Beratung normalerweise Gang und Gebe ist.

Kollegenzusammenhalt

Sehr gut. Man hilft in stressigen Phasen sehr gern und ist willig Anderen was abzunehmen, wenn es mal brennt.

Umgang mit älteren Kollegen

Mit den einigen wenigen sehr gut.

Vorgesetztenverhalten

Eigentlich immer gut. Mal kann es zu Meinungsverschiedenheiten kommen.

Arbeitsbedingungen

Manchmal wird an falschen Enden gespart (Laptop, Arbeitstelefon, Übernachtungskosten etc.) aber im groben alles in Ordnung.

Kommunikation

Direkte Kommunikation auf kurzen Wegen.

Gleichberechtigung

Wenig Damen, aber alle sehr Respektvoll

Interessante Aufgaben

Oft sehr regional.

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Junges Team und flache Hierarchien

3,8
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Finanzen / Controlling in Potsdam gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

freundliches Büro mit Stil, nette Kollegen, gutes Miteinander

Image

spezialisiertes Beratungsunternehmen - daher nur Branchenkennern bekannt. Dort aber einen guten Ruf.

Work-Life-Balance

WLB ist generell gut. Bei stressigen und zeitkritischen Projekten sind auch mal Überstunden nötig (so ist das Beraterleben....)

Karriere/Weiterbildung

steile Lernkurve für Mitarbeiter durch anspruchsvolle Projekte, Weiterbildung nicht standardisiert.

Gehalt/Benefits

branchenübliche Vergütung, übliche Sozialleistungen

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es ist eine Unternehmensberatung mit recht hohem Sozialbewusstsein. Umweltaspekte finden weniger Berücksichtigung

Kollegenzusammenhalt

Es wird ab und an auch etwas privat miteinander unternommen. In stressigen Projektphasen unterstützt man sich

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt keine wirklich "älteren" Kollegen. Der Umgang würde m. E. jedoch sehr gut sein

Vorgesetztenverhalten

guter Umgang, gutes Führungsverhalten

Arbeitsbedingungen

Die Lage ist schön. Das Büro ist schön. Die persönliche Ausstattung ist gut.

Kommunikation

in Regelmeetings und -calls wird Aktuelles besprochen, respektvoller Umgang miteinander

Gleichberechtigung

Geringe Frauenquote (Beratung halt...), aber gelebte Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

interessante und herausfordernde Projekte. Wenig internationale Themen.

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