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Bewertung

Ich bin erschrocken, wie schnell sich eine Firma wandeln kann

1,9
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Forschung / Entwicklung bei CEWE Stiftung & Co. KGaA in Oldenburg gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Mehr Vertrauen in die AN, weniger auf persönliche Annahmen beruhend entscheiden sondern vorher Fakten und Meinungen sammeln, mit dem AN agieren und nicht dagegen, nützliche Benefits anbieten und nicht das Mindeste. Wenn ihr wirklich nachhaltig sein wollt, dann investiert in Ladestation für private E-Autos an allen Standorten, bietet Firmenwagen auch für normale Mitarbeiter und nicht nur Führungskräfte an, bezahlt fair und nach Marktstandard, hört auf die Aussagen der AN, macht vorhandene Gebäude barrierefrei und baut nicht einfach noch etwas neues. Uvm.

Arbeitsatmosphäre

Ich bin nun einigen wenigen Jahren in dem Unternehmen tätig und die Stimmung und das Klima waren seit je her nie so sehr am Boden wie in dem vergangenen Jahr. Egal mit wem ich rede, überall herrscht schlechte Laune und Gereiztheit. Viele sind am Überlegen die Firma zu verlassen, mich eingeschlossen. Aber genau da vermuten die Meisten von uns, dass das ohnehin der Wunsch des Arbeitgebers ist. Nur eine Annahme natürlich aber ich find allein, dass uns so eine Vermutung vermittelt wird, spricht genug für sich. Denn so wie momentan Dinge entschieden und geäußert werden... fällt es jemandem wie mir schwer da nicht misstrauisch zu werden.

Image

Eins muss man CEWE lassen. Nahezu jede*r im Raum Oldb und umzu kennt jemanden, der bei Cewe mal gearbeitet hat oder arbeitet oder hat sogar selbst dort gearbeitet. Also bekannt ist das Unternehmen durchaus. Und viele Leute sind auch absolut zufrieden mit der Qualität der Produkte. Es folgen aber oftmals skeptische Nachfragen, wenn ich bekannt gebe, wo ich arbeite. Denn die Historie mit den Vorständen und Kuratorium haben Nachrichtenleser*innen in der Vergangenheit schon stutzig und neugierig gemacht.

Work-Life-Balance

Aktuell ist es mMn noch gut. Wir haben es relativ spontan halten können wie oft wir ins Büro kommen und wie oft wir im mobilen Arbeiten sind. Viele von uns nutzen das dieses Jahr noch aus. Jedoch fragwürdig finde ich, dass hier (wie so oft) anhand von Annahmen entschieden wird, anstatt vorab Fakten zu sammeln. Denn anstelle die Angestellten einfach mal zu fragen, ob es überhaupt gewünscht ist wieder mehr im Büro zu sein, geschweige denn, was wir uns allgemein wünschen würden, werden - für uns willkürliche - Maßnahmen entschieden. Die Zusammenarbeit und das Soziale soll gestärkt werden durch min. drei Tage Präsenzpflicht, (die überwacht wird btw). Wir als CEWE, das We in CEWE und als eine "Familie" entscheiden alles gemeinsam. So heißt es. Ja, den Eindruck habe ich leider hier und an anderen Stellen nicht. Da wurde wenig bis nichts gemeinsam entschieden und auch nicht unbedingt zu Gunsten der AN, wie ich finde. Es gibt so viele Dinge, die den Mitarbeitenden so viel Mehrwert bieten würden aber wie zuvor erwähnt, wird sowas erstmal "positiv" abgewunken und ignoriert.

Karriere/Weiterbildung

Hast du einmal deine Position, ist es ein sehr harter Kampf dort auszubrechen, wenn man in eine Rolle wechseln möchte, die womöglich mehr Gehalt oder Anerkennung fordert, als die aktuelle. Der Stern gilt der Weiterbildung, denn Cewe bietet durchaus teils sehr wertvolle Seminare und Workshops, wo eine Weiterbildung möglich ist.

Gehalt/Benefits

Gehalt ist wie so oft "nie genug", ums mit Worten der Vorgesetzten zu beschreiben. Jedes Gehaltsgespräch ist wie ein Wettkampf um Anerkennung und Wertschätzung. Das man etwas vorweisen muss, ist mir auch klar. Keiner bekommt einfach so Geld hinterher geschmissen. Nur wenn der Vorgesetzte einen mit Komplimenten in den Himmel lobt und sogar zustimmt, dass die geleistete Arbeit einen Mehrwert für das Unternehmen bietet, dann aber mit einer temporären übertariflichen Erhöhung ankommt, hat das einen sehr faden Beigeschmack. Benefits sind nicht herausragender als woanders auch. Gratis Kaffee & Tee, Obstscheiben und Snackautomat in der Kantine, Hansefit..

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Grundsätzlich beschreiben wir uns als nachhaltig und dass wir die Nachhaltigkeit grundsätzlich als Unternehmen ja auch fördern wollen. Indem wir ab dem 01.01.27 alle min. drei Tage ins Büro fahren sollen. Was Strom kostet. Und Energie. Und Kraftstoff. Und Gas. Und Essen. Und Zeit... naja. Wir sind wohl nachhaltig in unserer Produktion, glaube das ist damit gemeint. Denn soziale Nachhaltigkeit kann es nicht sein.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb meines Teams kann ich kaum was bemängeln. Wir haben aber auch hart dafür gearbeitet, dass es so gut läuft. Wir können auf unsere Arbeit vertrauen und sprechen Probleme offen und ehrlich an. Hier wird wirklich miteinander und nicht gegeneinander gearbeitet. Personen die sich nicht bestens verstehen, wissen sich trotzdem respektvoll zu verhalten und trennen Arbeit klar von Privatem. Allgemein innerhalb von CEWE würde ich jedoch auch sagen, dass rein kollegial guter Zusammenhalt herrscht und jede*r durchaus freundlich und zuvorkommend ist. Da gibts nur vereinzelte Ausnahmen, die auch überall anders anzutreffen sind.

Umgang mit älteren Kollegen

Da gebe ich 3 Sterne, da kann ich leider gar keine Äußerung zu treffen. Ich habe weder selbst erlebt noch überhaupt mitbekommen, dass es hier besonders positiv noch negativ hervorzuheben ist. Scheint also fein zu sein.

Vorgesetztenverhalten

Als jemand, der eher an der "unteren Nahrungskette" in dem Unternehmen sitzt, spüre ich sehr oft, dass dem Wissen und den Fähigkeiten einzelner Mitarbeitenden oder gar ganzen Teams nicht vertraut wird. Jedes auch noch so kleinste Detail muss von mehreren ("wichtigen") Personen genehmigt, freigegeben, gesehen, abgestimmt, bewertet und sonst was werden. Nur damit das mehrfach bei jeder kleinen Änderung wiederholt wird. Bis es dann nach all der Monate langen Arbeit irgendwann mal beim Vorstand landet, wo dann noch Änderungswünsche aufkommen, die dann aller letzte Eisenbahn alle noch angepasst werden müssen. Zeitweise werden diese Vorstandstermine spontan gecancelt oder verschoben, obwohl die ja eigentlich total wichtig sind. Das ist respektlos, frustrierend und einfach nur erschütternd. Ich bin fein damit, dass der Vorstand das letzte Wort hat. Es ist auch wichtig, dass jemand final entscheidet. Aber es muss genauso in die Mitarbeitenden und deren Meinung und Fachwissen vertraut werden.

Arbeitsbedingungen

Im zweiten Standort in OLDB erreichen im Hochsommer die Büros gute 30°. An eine Klimaanlage ist gar nicht zu denken. Wurde mehrfach angefragt, ist aber zu teuer. Dafür gabs dann zwei Standventilatoren. Ein Aufzug ist auch utopisch, dabei haben wir Mitarbeitende die durchaus deutlich davon profitieren würden. Nicht mal die erste Etage ist ebenerdig, dafür müssen schon Treppen genutzt werden. Ist aber auch zu teuer und baulich scheinbar zu schwierig. Eigentlich sollten wir auch schon lange wieder in den Hauptstandort ziehen. Ist aber nie passiert. Warum? Kann niemand beantworten. Den Stern gibts für die Kantine, das Essen ist ganz gut. Und der Spaziergang vom zweiten Standort dorthin ist sehr wohltuend.

Kommunikation

Die Kommunikation scheint im ersten Moment oftmals positiv, wenn man jedoch aufmerksam hinhört, wirkt vieles eher wie schwammige Ausreden. Insbesondere bei kritischen Nachfragen oder direkter und konstruktiver Kritik werden kaum klare Aussagen getroffen und vom eigentlichen Thema wird abgelenkt. Das gilt meiner Wahrnehmung nach insbesondere bei Meetings mit Führungspersonen, als auch dem Vorstand bei einer BV z.B. Die Kommunikation innerhalb meines Teams ist idR durchaus herzlich und auf einer Augenhöhe. Aber auch da gibt es natürlich hin und wieder Unstimmigkeiten, die oft genug beim Vorgesetzten adressiert aber leider ignoriert werden. Das sorgt dafür, dass ich mich nicht ernst genommen fühle und genauso gut gegen eine Wand reden kann. Das ist sehr ärgerlich.

Gleichberechtigung

Da kann ich nur positiv erwähnen, dass das Unternehmen auf jeden Fall daran arbeitet. Drei Sterne gibts hier allerdings nur, weil da noch ein ganz gutes Stück Luft nach oben ist.

Interessante Aufgaben

Ich denke das ändert sich natürlich von Abteilung zu Abteilung und Team zu Team. Ich würde sagen mein Job ist grundsätzlich nicht der spannendste aber ich mach das beste draus. Da kann der AG nichts für und ich bin an der Stelle froh, dass ich etwas Freiraum bekomme auch mal was auszuprobieren oder mein Aufgabenfeld zu erweitern. 2 Sterne gibts jedoch deshalb, weil es schnell passieren kann, dass man, wenn man fleißig ist, auf einmal eine große Verantwortung für bestimmte Aufgaben oder Projekte bekommt und diese Verantwortung aber nicht groß anerkannt wird. Man hat viel Verantwortung, ohne wirklich was entscheiden zu dürfen.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.