Durchwachsen mit viel verschenktem Potenzial
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flexibilität, Work-Life Balance, Sozialleistungen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Emotionale Gleichgültigkeit und Distanz. Ansonsten siehe oben.
Verbesserungsvorschläge
Härter gegen Low Performer vorgehen. Dem Unternehmen eine Seele geben. Die BUs vereinigen statt gegeneinander zu verzielen. Engagement gezielt belohnen und gute Mitarbeiter halten und nicht erst Geld anbieten wenn diese bereits gekündigt haben!!
Arbeitsatmosphäre
Das primäre Gefühl bei CGI zu arbeiten, ist für mich "Lost" zu sein. Eine Firma für große Egos und Menschen, die gerne mit den Ellenbogen arbeiten. Unter den Kollegen in den Lokationen ist das Klima oft gut, aber gegenüber anderen Standorten oder BUs in Deutschland eher schwierig. Die BUs arbeiten mehr gegeneinander als miteinander. Es geht nur um Profit und dass dieser in der eigenen BU bleibt.
Image
Wenn mal jemand die Firma kennt, denken die weiß Gott was, aber hinter den Kulissen sieht's anders aus. Ich bin nicht stolz, dort zu arbeiten. Hatte zu jedem anderen Arbeitgeber immer eine deutlich höhere verbundenheit und Identifikation.
Work-Life-Balance
Hier wird alles geboten was man sich heutzutage vorstellen kann. Teilzeit, Sabattical, unbezahlter Urlaub, Home Office, etc. Die Projekte bestimmen natürlich den Arbeitsalltag.
Karriere/Weiterbildung
Alles was Geld kostet wird kritisch beäugt und ist schwer durchzusetzen, außer das Projekt bezahlt. Geht ja auch alles zu Lasten der billability, somit hat der eigene RM auch kein Interesse daran, das zu genehmigen.
Gehalt/Benefits
Durchschnittlich. In den letzten zwei Jahren wurde nicht mal annähernd die Inflation ausgeglichen. Wenigstens gab es etwas. Super ist eine sechs monatige Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und das Aktienprogramm. Der in der Gehaltsverhandlung vollmundig versprochene Bonus wird nur selten erreicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sehr ausgeprägt. Mich persönlich nerven mittlerweile die immer gleichen Themen Ernährung und Umwelt schonen, ich kann es nicht mehr hören. Aber das ist wahrscheinlich überall so.
Kollegenzusammenhalt
Kommt drauf an, habe beide extreme erlebt. Volle Breitseite gegen eigene Leute und gute Unterstützung. Das geht viel besser. Die Identifikation mit dem Unternehmen ist oft nicht gegeben. Viele Low Performer, die sich wenn es eng wird in den Betriebsrat wählen lassen und dort ihr Unwesen treiben statt mit anzupacken. Sowas könnte sich kein Mittelständler erlauben.
Vorgesetztenverhalten
Ich kann mich eigentlich nicht beschweren. Interesse an Weiterentwicklung scheint aber eher gleichgültig zu sein. Mehr so: musst halt schauen. Schön, dass du da bist, aber wenn du weg bist kommt halt der nächste.
Arbeitsbedingungen
Alles sehr modern und state of the art, lässt keine Wünsche offen.
Kommunikation
Es wird sehr viel und sehr offen kommuniziert. Das ist für ein Unternehmen dieser Größe nicht selbstverständlich.
Interessante Aufgaben
Dafür muss man selber sorgen. Hängt natürlich auch am eigenen Fachgebiet. Vernetzung intern schlecht. Oft weiß die Linke hand nicht was die rechte tut. Die Communities wirken mehr wie verzweifelte Maßnahmen ohne großen Mehrwert.

