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Bewertung

Zu viele KPIs, wenig Transparenz

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich IT bei CGI Germany in Leinfelden-Echterdingen gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Es wird zu wenig hinterfragt, ob bestimmte Prozesse Sinn machen oder nicht. Altes wird nicht überarbeitet und neu aufgesetzt. Kulturelle Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern werden nicht betrachtet bzw. durch die amerikanische Arbeitskultur überbügelt. Es wirkt alles sehr wie in den 2000er Jahren entwickelt, aber danach nicht mehr vorangebracht.

Arbeitsatmosphäre

Mit dem Merger der Novatec Consulting GmbH kamen wir hinzu und uns wurde gesagt, dass die Unternehmen sich kulturell ähnlich sind. Das kann ich nicht bestätigen. Es herrschte überall Druck Umsatz zu machen und KPI's hinterher zu laufen. Jeden Tag gab es irgendwelche neuen Prozesse und Tools, die befüllt werden wollten, von denen man allerdings auch keine Ahnung hatte, dass es sie gibt. Buddy's, die man uns zur Seite gestellt hatte, hatten keine Zeit, um sich zu kümmern, und das Change Management Team hat Beschwerden und Vorschläge nicht ernst genommen bzw. aufgenommen und ignoriert. Kolleg:innen, die länger auf der Bank saßen, wurden mit Aufhebungsverträgen "entfernt". Die Führungsriege hat vieles schön geredet und ist nicht wirklich transparent umgegangen mit der Situation des Mergers. Viele der ehemaligen Novatec-Kolleg:innen sind daher auch gegangen.

Kommunikation

Die anfängliche Intransparenz in der Kommunikation wurde langsam besser, da der ehemalige Novatec GF die Kommunikation zu den Kolleg:innen übernommen hatte. Darüber hinaus, gab es wöchentliche "Integrations-Coffees", wo immer die gleichen Stories erzählt wurden, von angeblichen Integrationserfolgen. In der Hinsicht hätte ich mir eine ehrliche, transparente Kommunikation gewünscht.
Viel zu viele Newsletter. Man wird davon bombardiert und übersieht dadurch wichtige Informationen für die Mitarbeiter:innen

Kollegenzusammenhalt

Unter den Kolleg:innen war der Zusammenhalt da. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und weiter geholfen, wo es nötig war.

Work-Life-Balance

Es kommt sehr darauf an, in welcher Hierarchie-Stufe man sich befindet befindet und welche Aufgaben man sonst so hat im Unternehmen.

Vorgesetztenverhalten

Sehr durchwachsen. Es gibt sicher viele, die besser keine Vorgesetzten hätten werden sollen. Ich sage nur: Peter-Prinzip. Wer fachlich herausragend ist, ist nicht immer als Führungskraft eine gute Auswahl.

Interessante Aufgaben

Kommt auf das Projekt an. Wenn man keines hat, dann wird es schwierig.

Gleichberechtigung

Geht so. Die Führungsriege besteht hauptsächlich aus Männern. Man versucht schon auch weibliche Führungskräfte zu entwickeln. Meist ist das nicht mit Familie unbedingt vereinbar, je nach Hierarchiestufe. Es gibt die WingWoMen Initiative, die sich für Gleichstellung und Gleichberechtigung einsetzt, was aber davon wirklich umgesetzt oder wirklich wahrgenommen wird in den oberen Hierarchien, ist mir nicht bekannt. Man kann sich auf seinem Level für etwas einsetzen, wirklich bewirken kann man wenig.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Merger hat auch einige getroffen in Form von Aufhebungsverträgen.

Arbeitsbedingungen

Stand der Technnik und der Räume haben sich für uns nach dem Merger nicht drastisch geändert. Man kriegt, was man braucht.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die ehemalige Novatec Consulting GmbH war ein GWÖ-zertifiziertes Unternehmen, dass sich für Umweltschutz, Fairness und soziale Themen eingesetzt hat, viele dieser Unterstützungsformen gibt es nicht mehr oder werden nicht mehr verfolgt, wegen der KPIs bzw. der Billability der Kolleg:innen. Die steht über allem.

Gehalt/Benefits

Auch hier kommt es darauf an. Gut ist, dass sie im Krankheitsfall bis zu 6 Monate zahlen. Das Aktienpaket kann man machen, muss es nicht. Ist momentan auch nicht empfehlenswert.

Image

Schwieriges Image. Ein riesiger Tanker, der tatsächlich neben den üblichen Verdächtigen, nicht wirklich bekannt ist. Sehr viele komplexe Prozesse, viele KPIs, sehr viel Micromanagement und Kontrolle. Viele veraltete Systeme und Prozesse.

Karriere/Weiterbildung

In seiner / ihrer Freizeit kann man sich gerne weiterbilden und seine Jahresziele abarbeiten, aber sonst nicht, wegen Billability. Somit sind die Jahresziele auch für die Katz.

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Arbeitgeber-Kommentar

Stefan BüchelHR Business Partner Teamlead

Liebe:r Bewerter:in,

vielen Dank für deine ausführliche und reflektierte Rückmeldung. Wir bedauern, dass du deine Zeit bei CGI insgesamt negativ erlebt hast.

Deine Kritik an der starken KPI-Orientierung sowie dem Eindruck fehlender Transparenz, insbesondere im Kontext des Mergers und der Integration, nehmen wir sehr ernst. Gerade in Veränderungsphasen sind nachvollziehbare Entscheidungen, klare Kommunikation und Einbindung entscheidend. Dass du hier Intransparenz und fehlende Berücksichtigung von Feedback wahrgenommen hast, entspricht nicht unserem Anspruch.

Gleichberechtigung, respektvolle Zusammenarbeit und professionelle Führung sind für uns keine Schlagworte, sondern Grundprinzipien. Deshalb entwickeln wir unsere Strukturen und Führungsansätze kontinuierlich weiter, unter anderem durch gezielte Trainings für Führungskräfte sowie durch den Ausbau transparenter Kommunikationsformate im Rahmen von Veränderungsprozessen, etwa in Form von Newslettern, FAQs oder Informationsveranstaltungen.

Gleichzeitig danken wir dir für die positiven Aspekte, die du hervorhebst – insbesondere den starken Kollegenzusammenhalt sowie stabile Arbeitsbedingungen. Diese Punkte sind wichtige Grundlagen, auf denen wir bewusst aufbauen.

Dein Feedback gibt uns wertvolle Impulse, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Transformation, kultureller Integration und Kommunikationsformaten. Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen so offen teilst.

Für deinen weiteren beruflichen Weg außerhalb von CGI wünschen wir dir alles Gute

Stefan Büchel
HR Director

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.