100 % Homeoffice als einziger Lichtblick mit hoher Druck, wenig Transparenz und Wertschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Möglichkeit, zu 100 % im Homeoffice zu arbeiten. Für mich ist das ein wesentlicher Grund, weshalb ich weiterhin im Unternehmen bin.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Derzeit erlebe ich eine hohe Arbeitsbelastung und starke Erwartungen. Der damit verbundene Druck wird aus meiner Sicht von der Führung nicht ausreichend aufgefangen, sondern häufig an die Mitarbeitenden weitergegeben. Eine klare und verlässliche Strategie sowie nachvollziehbare Erklärungen für Richtungswechsel fehlen mir.
Das Gehalt empfinde ich im Verhältnis zu den Anforderungen als niedrig. Gleichzeitig sind Überstunden aufgrund der Arbeitslast kaum zu vermeiden. Seit die Arbeitszeitkonten abgeschafft wurden, sehe ich nur noch wenige Möglichkeiten, diese Zeit auszugleichen.
Die wiederholten Kündigungswellen haben die Stimmung spürbar belastet. Viele Mitarbeitende wirken vorsichtiger und bringen sich weniger offen ein. Eine gelebte Fehlerkultur und Vertrauen in die Führung nehme ich derzeit nur eingeschränkt wahr. Auch der Umgang mit den Kündigungen erschien mir nicht immer ausreichend sozial sensibel. Insgesamt fehlt mir spürbare Wertschätzung für die Mitarbeitenden und ihre Arbeit.
Verbesserungsvorschläge
Ich wünsche mir mehr Ehrlichkeit und Transparenz – besonders in der Kommunikation zwischen Management und Mitarbeitenden. Die Führung sollte direkt mit den Mitarbeitenden sprechen und ernsthaft nachfragen, was hinter ihrer Unzufriedenheit steckt.
Das Unternehmen hat sich vom Start-up zu einer größeren Organisation entwickelt. Mit dem Wachstum kamen viele Veränderungen und neue Führungskräfte hinzu, die aus meiner Sicht nicht immer ausreichend auf ihre Rolle vorbereitet wurden. Geschäftliche Ziele sind wichtig, sollten aber nicht dauerhaft Vorrang vor den Menschen haben. Ohne motivierte und gut unterstützte Mitarbeitende kann sich das Unternehmen langfristig nicht erfolgreich weiterentwickeln.
Arbeitsatmosphäre
Die wiederholten Kündigungswellen und die anhaltende Unsicherheit belasten die Stimmung spürbar. Viele Mitarbeitende wirken vorsichtig und halten sich mit ihrer Meinung eher zurück. Eine offene Fehler- und Gesprächskultur erlebe ich derzeit kaum.
Image
Mein Eindruck aus dem Arbeitsalltag passt nicht immer zu dem Bild, das das Unternehmen nach außen vermittelt. Besonders bei Kommunikation, Wertschätzung und dem Umgang mit Mitarbeitenden sehe ich eine deutliche Lücke.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbelastung und die hohen Erwartungen machen eine gute Work-Life-Balance schwierig. Überstunden sind kaum zu vermeiden. Seit die Arbeitszeitkonten abgeschafft wurden, fehlt mir eine faire und verlässliche Möglichkeit, diese Stunden auszugleichen.
Karriere/Weiterbildung
Karriere und Weiterbildungsmöglichkeiten erscheinen mir wenig klar und nicht ausreichend greifbar.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfinde ich im Verhältnis zu den Anforderungen und der Arbeitsbelastung als zu niedrig. Das Homeoffice ist ein wichtiger Vorteil, gleicht die schwierigen Rahmenbedingungen für mich aber nicht aus.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der Fokus auf E‑Mobilität ist grundsätzlich positiv. Nachhaltigkeit sollte aus meiner Sicht jedoch ganzheitlich betrachtet werden: Auch digitale Services und der Einsatz von KI verbrauchen Ressourcen. Ein hoher Tokenverbrauch sollte daher bewusst und effizient gehandhabt werden. Zudem wirft der Umgang mit Kündigungen für mich Fragen zum sozialen Bewusstsein des Unternehmens auf.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen ist grundsätzlich vorhanden und zählt zu den positiven Seiten. Die hohe Unsicherheit und der Druck belasten jedoch auch das Miteinander.
Vorgesetztenverhalten
Ich erlebe, dass der Druck häufig an die Mitarbeitenden weitergegeben wird, anstatt von der Führung aufgefangen zu werden. Außerdem wirken neue Führungskräfte nicht immer ausreichend auf ihre Aufgaben vorbereitet. Mir fehlen Unterstützung, offene Kommunikation und spürbare Wertschätzung.
Arbeitsbedingungen
Die Möglichkeit, zu 100 % im Homeoffice zu arbeiten, ist für mich ein klarer Pluspunkt.
Kommunikation
Die Kommunikation ist überwiegend Top-down und aus meiner Sicht wenig transparent. Richtungswechsel werden häufig nicht ausreichend erklärt. Ich wünsche mir, dass die Führung direkter mit den Mitarbeitenden spricht und deren Rückmeldungen ernst nimmt, statt sich ausschließlich auf Informationen über mehrere Führungsebenen zu verlassen.
Gleichberechtigung
Dazu habe ich keine ausreichenden konkreten Beobachtungen und würde das Feld leer lassen.
Interessante Aufgaben
Häufige Richtungswechsel und unklare Prioritäten erschweren die Arbeit. Dadurch ist nicht immer nachvollziehbar, worauf der Fokus liegt und welche Aufgaben wirklich Vorrang haben.

