„Wertvolle Mitarbeiter gehen, Vertrauen schwindet – wohin steuert Chargecloud?“
Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders positiv hervorheben möchte ich den Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, wie gut das Miteinander funktioniert. Statt gegeneinander zu arbeiten, unterstützt man sich gegenseitig und versucht, Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Das ist nicht selbstverständlich und aus meiner Sicht eine der größten Stärken des Unternehmens.
Abgesehen davon fällt es mir aktuell leider schwer, weitere positive Aspekte hervorzuheben. Die Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren sehe ich zunehmend kritisch. Daher würde ich Chargecloud zum jetzigen Zeitpunkt auch nur schwer als Arbeitgeber weiterempfehlen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Was ich besonders kritisch sehe, ist die Entwicklung, die Chargecloud in den vergangenen Jahren genommen hat. Das Unternehmen hatte einmal einen sehr guten Ruf in der E-Mobility-Branche und galt als attraktiver Arbeitgeber. Aus meiner Sicht ist davon inzwischen leider viel verloren gegangen.
Folgende Punkte sehe ich besonders kritisch:
* Verlust der ursprünglichen Unternehmenskultur: Die Werte, die Chargecloud früher ausgezeichnet haben, sind für mich zunehmend in den Hintergrund gerückt. Die einst positive und mitarbeiterorientierte Kultur hat sich deutlich verändert.
* Häufige personelle Veränderungen und Kündigungswellen: Statt langfristig auf erfahrene und qualifizierte Mitarbeitende zu setzen, entsteht der Eindruck, dass regelmäßig Personal ausgetauscht wird. Das schafft Unsicherheit und beeinträchtigt das Vertrauen in den Arbeitgeber.
* Fehlende Selbstreflexion auf Managementebene: Während Veränderungen häufig die Mitarbeitenden betreffen, vermisse ich eine ebenso kritische Auseinandersetzung mit den strategischen Entscheidungen und der Verantwortung der obersten Führungsebene.
* Nicht immer nachvollziehbare Führungsentscheidungen: Bei manchen Besetzungen von Führungspositionen ist für mich nicht erkennbar, nach welchen fachlichen und persönlichen Kriterien entschieden wurde. Hier wären mehr Transparenz und nachvollziehbare Auswahlprozesse wünschenswert.
* Verlust von Erfahrung und Know-how: Durch die personellen Veränderungen geht wertvolles Wissen verloren. Gerade in einem technologisch anspruchsvollen und wettbewerbsintensiven Markt halte ich das für problematisch.
* Mangelnde Wertschätzung und fehlende Perspektiven: Aus meiner Sicht wird die Bedeutung erfahrener Mitarbeitender für den langfristigen Unternehmenserfolg nicht ausreichend berücksichtigt.
* Technologischer Rückstand: Die eigene Softwareplattform entspricht aus meiner Sicht in wesentlichen Bereichen nicht mehr dem, was der Markt heute von einer modernen CPMS-Lösung erwartet. Der Wettbewerb hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt.
* Zu wenig grundlegende Innovation: Statt bestehende technische Herausforderungen immer wieder durch kleinere Anpassungen zu lösen, würde ich mir eine mutigere und langfristigere Produktstrategie wünschen. Auch ein grundlegender technologischer Neustart sollte dabei kein Tabuthema sein.
* Zunehmende Herausforderungen im Wettbewerb: Ich habe den Eindruck, dass Chargecloud gegenüber modernen Wettbewerbern an Boden verliert. Umso wichtiger wäre es, die eigene Marktposition und Produktstrategie realistisch zu bewerten.
* Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität: Die Außendarstellung und die tatsächliche Entwicklung des Unternehmens passen aus meiner Sicht nicht immer zusammen. Mehr Offenheit gegenüber internen Herausforderungen würde der Glaubwürdigkeit guttun.
* Sinkende Arbeitgeberattraktivität: Chargecloud war früher ein Unternehmen, zu dem Menschen aus der Branche gerne gewechselt sind. Ich bezweifle, dass das Unternehmen heute noch dieselbe Anziehungskraft auf erfahrene Fachkräfte ausübt.
* Unsicherheit über die langfristige Ausrichtung: Die Kombination aus personellen Veränderungen, strategischen Entscheidungen und technologischen Herausforderungen lässt für mich eine klare, nachhaltige Zukunftsperspektive vermissen.
Besonders schade finde ich diese Entwicklung, weil Chargecloud nach wie vor über engagierte und fachlich starke Mitarbeitende verfügt. Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen ist aus meiner Sicht weiterhin eine große Stärke. Allerdings kann dieser allein die strukturellen und strategischen Herausforderungen nicht ausgleichen.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Chargecloud aktuell mehr damit beschäftigt ist, personelle Veränderungen umzusetzen, als die grundlegenden Ursachen der bestehenden Herausforderungen konsequent anzugehen. Ich würde mir wünschen, dass das Management die Entwicklung der vergangenen Jahre selbstkritisch reflektiert und wieder stärker auf die Menschen, die Unternehmenskultur und eine wirklich zukunftsfähige Technologie setzt.
Verbesserungsvorschläge
Chargecloud sollte sich wieder stärker auf die Werte und die Unternehmenskultur besinnen, die das Unternehmen früher ausgezeichnet haben. Vor dem Wechsel im Management galt Chargecloud in der Branche als attraktiver Arbeitgeber, bei dem Menschen gerne gearbeitet haben und zu dem qualifizierte Fachkräfte bewusst wechseln wollten.
Statt regelmäßig personelle Veränderungen und Kündigungswellen umzusetzen, wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, auch die strategische Ausrichtung und die Entscheidungen auf oberster Führungsebene kritisch zu hinterfragen. Nachhaltige Veränderungen sollten nicht ausschließlich bei den Mitarbeitenden ansetzen.
Auch bei der Besetzung von Führungspositionen wären mehr Transparenz und eine stärkere Orientierung an fachlicher Qualifikation, Erfahrung und Führungskompetenz wünschenswert. Manche Personalentscheidungen sind zumindest von außen nicht immer nachvollziehbar.
Darüber hinaus sollte die technologische Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Plattform selbstkritischer bewertet werden. Aus meiner Sicht entspricht diese in einigen wesentlichen Bereichen nicht mehr den heutigen Marktanforderungen. Statt ausschließlich punktuelle Verbesserungen vorzunehmen, sollte auch eine grundlegende technologische Neuausrichtung in Betracht gezogen werden, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Insgesamt würde ich mir wünschen, dass Chargecloud wieder mehr Wert auf seine Mitarbeitenden, eine offene und selbstkritische Führungskultur sowie eine langfristige und innovative Produktstrategie legt. Das Potenzial dafür ist grundsätzlich vorhanden.
Arbeitsatmosphäre
Leider ist diese durch das neue Management an einem Tiefpunkt angelangt. Viele haben nach mehreren Kündigungswellen Angst um ihre Jobs.
Kommunikation
Man hält regelmäßig Meetings ab, aber über wichtige Themen wie es weitergeht wird sich ausgeschwiegen. Das neue Management erwartet Gefolgsamkeit oder man kann gehen.
Kollegenzusammenhalt
Den finde ich wirklich meistens gut. In schweren Zeiten hält man zusammen. Der selbe Gegner kann einen Zusammenschweißen.
Work-Life-Balance
Finde ich meistens gut, aber es wird regelmäßig erwartet das man mehr Zeit als die üblichen 40 Std investiert ohne für Ausgleich zu sorgen.
Vorgesetztenverhalten
Eine einzige Katastrophe. Fängt ganz oben beim Management an und zieht sich durch bis zu den Team Leads. Seit die neue Führung installiert ist, geht es steil bergab.
Interessante Aufgaben
In Ordnung und meistens spannend und herausfordernd. Leider legen einem Führungskräfte immer wieder Stolpersteine in den Weg.
Gleichberechtigung
Ist vorhanden und wird gelebt.
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich nicht wirklich was zu sagen.
Gehalt/Benefits
Eher unterer Durchschnitt. Das Wort Gehaltserhöhung kommt im Wortschatz der chargecloud nicht vor. Es gibt inzwischen eine lächerliche kleine Umsatzbeteiligung die kaum wen motiviert.
Image
Inzwischen nicht mehr gut. Es wird eher schlechter als besser, da sich inzwischen auch etablierte Kunden gegen die chargecloud entscheiden.
Karriere/Weiterbildung
Eine digitale Lösung ist vorhanden. Aber aktuell ist kein Spielraum vorhanden so was anbieten zu können so scheint es mir.

