Es könnte so schön sein...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Mitarbeiter sind insgesamt absolut prima. Die Aufgaben sind oft interessant. Sie liegt günstig und ist gut erreichbar für Freiburger. Würde ich die Firma einem Freund empfehlen? Ja, aber…
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt ist viel zu niedrig, und das obere Management lebt teils in einer Parallelwelt. Die Realitäten werden zu selten und nachlässig abgeglichen, und so leiden alle Beteiligten.
Verbesserungsvorschläge
Strukturiert um. Das Argument, es wäre noch Start-up-Größe, ist doch Unfug. Die Firma ist komplex und sollte bei diesem Firmenkonzept auch so sein wie ein größerer Mittelständler, erkennt das an. Zu viel mühsam ausgebildete Erfahrung wandert ab, was das kostet, wird kaum beachtet.
Und bezahlt eure Belegschaft ordentlich, damit Mitarbeitende länger bleiben. Ständig wandert mühsam ausgebildete Erfahrung ab. Warum wird nichts vom Erfolg der Firma an die Mitarbeiter durchgereicht?
Arbeitsatmosphäre
Wohl abteilungsabhängig, aber allgemein freundlich und wertschätzend. Allerdings bewegt sich manches in eine zweifelhafte Richtung, die neuen „modernen“ Großraumbüros sind eine Katastrophe mit Ansage.
Kommunikation
Innerhalb der Teams oft gut, aber zwischen den Abteilungen irgendwo zwischen mühsam und Katastrophe. Unklar definierte Prozesse und Zuständigkeiten verlangen stetig neues Aushandeln, wer was bei welchem Projekt inwieweit macht. Kaum Redundanzen, manches braucht ewig.
Kollegenzusammenhalt
Sehr Abteilungsabhängig. Die Führungsetage ist teils eine Vollkatastrophe, allerdings sind viele Mitarbeiter absolut fantastisch. Vier Sterne, weil ich diesen Leuten kein Unrecht tun möchte.
Work-Life-Balance
Es gibt zwar bevorzugte Anwesenheitszeiten, aber man kann sich schon flexibel einrichten. Auch sonst gibt es einige faire Mechanismen bzgl. Elternzeit und Teilzeitmöglichkeiten. Das ist schon fair.
Allerdings sind auch teils unvorhersehbare Überstunden Teil des Arbeitsumfangs. Durch den niedrigen realen Stundenlohn muss man natürlich trotzdem einige Zeit mit Arbeit verbringen, um seine Brötchen zu verdienen.
Vorgesetztenverhalten
Strukturelle Probleme der Firma basieren auf teils fast realitätsfernen Vorstellungen der Führungsriege.
Interessante Aufgaben
Benefit, besonders für Berufseinsteiger. Die Aufgaben sind insgesamt interessant, und mit etwas Glück kann man auch etwas für sich Passendes wählen, auch wenn Arbeit natürlich immer Arbeit bleibt.
Gleichberechtigung
Wird tatsächlich ganz gut gelebt. Wann und wo sonst Ungerechtigkeiten entstehen, kann ich nicht beurteilen.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt nicht viele ältere Kollegen, bleibt ja kaum jemand länger, aber die vorhandenen sind schon in Ordnung.
Arbeitsbedingungen
Viel Benefits links und rechts gibt es nicht, der Kaffee ist grausam und alle halbe Jahr bekommt man eine Brezel. Ständige Umbauarbeiten und Krach, die Ergonomie des Gebäudes ist teils grausam. Immerhin ist das Gebäude warm im Winter. Und im Sommer teils heiß, eine Klimaanlage habe ich nicht gehabt. Dafür IT-Probleme.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Natürlich ist eine Chemiefirma inhärent nicht sehr umweltschonend, aber es wird schon achtgegeben.
Gehalt/Benefits
Die Firma zahlt ja fast schon legendär schlecht. Als Einsteiger noch irgendwie ok, mit Berufserfahrung wird man aber nicht glücklich. Keinerlei relevante Benefits, egal wie viel man rackert und welche Projekte erfolgreich waren. Niemals eine Sonderzahlung, obwohl die Firma teils absurden Gewinn abwirft. Die Inflation wird kaum ausgeglichen.
Image
Die Firma ist als Arbeitgeber schon in Ordnung angesehen, es wird ja allgemein sorgfältig gearbeitet. Dass die Mitarbeiter sich nicht immer so positiv fühlen wie Außenstehende, ist ja wohl nichts Ungewöhnliches. Dennoch: Die Probleme der Firma sind ja bekannt.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt kaum Karriere. Mehr Arbeit und Verantwortung ja, aber die wird nicht nennenswert vergütet. Karriere macht man, indem man sich mit der erworbenen Erfahrung wegbewirbt. Weiterbildungen kann man hie und da schon machen.