Ihr Unternehmen?

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Chr. 
Mayr 
GmbH 
+ 
Co. 
KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Wir sind gut, aber manchmal nicht gut genug...

2,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Produktion in Mauerstetten gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Unternehmen bemüht sich, die Mitarbeiter zu motivieren, beispielsweise mit Festen, kleinen Ausflügen, die durch den Betriebsrat angeboten werden, usw.. Ganz schlecht ist das nicht und nicht selbstverständlich. Es bleibt eben ein Unternehmen mit dem Ziel, seine Produkte zu vermarkten und zu wachsen. Wie vorhergehend beschrieben, ist es nun einmal kein Freizeitpark. Auch die Arbeit und das Arbeitsumfeld sind eigentlich recht positiv zu sehen. Wenn man jedoch mehr in seinem Leben erreichen möchte, stößt man, wie bereits erwähnt, teilweise an seine Grenzen. Auch wenn es sozial grundsätzlich passt, sind manche Entscheidungen etwas unverständlich. Aber alles in allem bietet die Firma Mayr ihren Mitarbeitern für ihre Größe einiges, was sie eigentlich nicht bieten müsste. Insgesamt ist es in Ordnung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Leider kommen nun Punkte, die mir nicht gefallen haben. Die Betriebsleitung ist auf einem Weg, das Unternehmen in eine Richtung zu führen, die eher dazu führen könnte, dass Know-how durch (gewollt) ausscheidende Mitarbeiter schneller verloren geht, als es weitergegeben oder neu aufgebaut werden kann. Das kann weder eine hohe Automatisierungsrate noch eine Wissensdatenbank vollständig kompensieren. In der Belegschaft geht die Sorge um, dass die neue Betriebsleitung vor allem nur eines kennt: Mitarbeiter zu entlassen, um neue, unbelastete Mitarbeiter von extern zu holen und dass langjährige Betriebszugehörigkeiten zunehmend der Vergangenheit angehören könnten. Es entsteht der Eindruck, als wolle man eine höhere Fluktuation in Fertigung und Montage erreichen, um durch immer neue Mitarbeiter vermeintlich schneller neues Wissen ins Unternehmen zu bringen. Meiner Ansicht nach ist das jedoch kein nachhaltiger Weg. Es macht den Eindruck, dass die sogenannte „Mayr-Familie“, also die langjährigen Mitarbeiter des Unternehmens, zunehmend schneller ausgetauscht werden soll, um vermeintlich mehr Wissen von außen ins Unternehmen zu holen. Hier sollte sich die Geschäftsführung gut überlegen, ob dies tatsächlich der richtige Weg sein kann. In der Belegschaft macht bereits die Wahrnehmung die Runde, dass Fertigungsleitung und Betriebsleitung massiv gegen gewachsene Strukturen arbeiten und diese verändern wollen. Ein solches Vorgehen mag in großen Konzernen teilweise üblich sein. Wenn sich die Firma Mayr jedoch in diese Richtung entwickelt, besteht die Gefahr, dass sie langfristig nicht mehr das Unternehmen ist, das sie durch ihre Imagekampagnen nach außen darstellen möchte. Das sollte man sich gut überlegen. Veränderung ja, so wie ich es beschrieben habe ist wichtig, aber nicht wenn man Merkt, das eine neue Leitung wirklich alles verändern will. Der "alte" Betriebsleiter war auch nicht überall beliebt, aber er wusste mit den Menschen umzugehen.

Verbesserungsvorschläge

Gerade mit internen Bewerbungen muss besser umgegangen werden. Es entsteht der Eindruck, dass „Mayr-Gewächse“ aus der Fertigung für höhere Positionen nicht mehr gewollt sind, außer, sie haben eine besonders gute Nase, können sich am lautesten profilieren oder spielen sich entsprechend auf. Gerade im Hinblick darauf, dass sich die Führung im Fertigungsbereich und in der Betriebsleitung verändert hat, wird deutlich, dass hier eine merkwürdige Tendenz zu spüren ist. Teilweise entsteht der Eindruck, dass externe Mitarbeiter als die „Retter“ und grundsätzlich besseren Leute angesehen werden. Auch Bestandsmitarbeiter, die bereits viele Jahre oder sogar Jahrzehnte im Unternehmen tätig sind, sind deshalb nicht automatisch ungeeignet für gehobene Stellen in administrativen Bereichen. Vielmehr hat man zunehmend das Gefühl, dass nur noch externe Mitarbeiter das Unternehmen voranbringen können und die „alten Hasen“ nach und nach selektiert beziehungsweise aus ihren bisherigen Positionen gedrängt werden sollen. Diese Entwicklung wird inzwischen von vielen Mitarbeitern im Unternehmen wahrgenommen. Hier sollte die Geschäftsführung ein besonderes Auge darauf haben. Es gab Zeiten, in denen der Umgangston seitens der Fertigungsleitung wirklich nicht gut war. Das hat die Geschäftsführung erkannt und entsprechende Veränderungen vorgenommen. Inzwischen hat man jedoch das Gefühl, dass es zwar anders geworden ist ob es tatsächlich besser geworden ist, bleibt allerdings fraglich.

Arbeitsatmosphäre

Es steht alles im Wandel. Wer erwartet, dass alles 10, 20 oder 30 Jahre gleichbleiben kann, wird es nicht nur hier schwer haben, sondern überall. Ein Unternehmen muss sich verändern können und soll das natürlich auch.
Jedoch gibt es durchaus manche Dinge, die vielleicht einen zu starken und zu schnellen Wandel ausgelöst haben. Das wirkt sich teilweise auch negativ aus. Die Firma Mayr muss sich wandeln. Für den einen passt es, für den anderen ergeben sich Chancen, und für wieder andere ist es schwer, diese Veränderungen zu akzeptieren.
Man sollte sich dann auch selbst hinterfragen, ob das, was man jeden Tag leistet, noch das Richtige ist. Ein Unternehmen ist nun einmal kein Freizeitpark. Hier wird Geld verdient, umgesetzt und zwangsläufig auch verloren beziehungsweise ausgegeben.
Um jedoch den Fortbestand des Unternehmens und damit auch unseren sozialen Standard zu sichern, muss man Veränderungen bis zu einem gewissen Grad in Kauf nehmen. Keiner wird gezwungen bis zu seiner Rente hier zu arbeiten, jedoch wer das möchte muss nun mal mit Veränderungen rechnen und diese auch annehmen können.

Gleichberechtigung

Hier steht noch Arbeit an. Das Unternehmen unterliegt, wie alle Unternehmen in Deutschland, dem demografischen Wandel. Jedoch muss man hier auch klar sagen, dass das neue Firmenorganigramm, bzw. Personen etwas feinfühliger gestaltet werden sollte. Eine extreme Verjüngung in allen Bereichen oder die bereits erkennbare systematische Ausdünnung älterer Kollegen sollte wohlüberlegt sein.

Arbeitsbedingungen

Im Vergleich zu anderen Firmen der Branche liegt das Unternehmen aus meiner Sicht klar im Mittelfeld. Natürlich geht es immer besser. Wer jedoch schon einmal in einer kleinen Handwerkswerkstatt gearbeitet hat, anschließend in einen riesigen Konzern gewechselt ist, in dem wirklich selbst das Toilettenpapier reglementiert wird und danach in ein mittelständisches, eher „dörflich“ gewachsenes Unternehmen kommt, der weiß, dass gerade diese Struktur durchaus angenehm sein kann. Verbesserungspotenzial wird es immer geben. Eine zu starke Überregulierung kann jedoch auch schaden. Und das ist auch gerade zu beobachten.

Gehalt/Benefits

Gehalt und Lohn stehen leider nicht im Verhältnis zu großen Unternehmen. Natürlich muss Mayr wirtschaftlich bleiben und auch in Zukunft bestehen können.Trotzdem ist es als Arbeitnehmer schwer zu akzeptieren, wenn Mitarbeiter in anderen Unternehmen bei weniger Verantwortung und geringeren Anforderungen deutlich mehr verdienen.Auch beim Thema Weiterbildung gibt es klare Unterschiede. Manche Vorgesetzte fördern sie, andere reagieren darauf eher ablehnend. Das darf nicht sein.Ebenso kritisch ist es, wenn Stellen mit Personen besetzt werden, die weder die nötige Berufserfahrung noch die erforderliche Ausbildung mitbringen. Für viele Kollegen ist das ein Schlag ins Gesicht. Hier braucht es klare, einheitliche und nachvollziehbare Regeln.


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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.