Innerhalb meiner Abteilung gut, alles darüber hinaus ist nicht zu empfehlen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Diversität der Mitarbeitenden in Bezug auf Herkunft und Alter.
Meine Einarbeitung lief strukturiert und ausführlich statt. Ich konnte mich dadurch sehr gut in die Prozesse einfinden und ein tieferes Verständnis für diverse Abläufe entwickeln. Dies ist allerdings meiner damaligen Kollegin und meinem Vorgesetzten innerhalb der Abteilung zu verdanken.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
"Vertrauensarbeitszeit", fehlende Fairness bzgl. des Rechts auf Home-Office, mangelhafte Kommunikation zwischen verschiedenen Schnittstellen und entsprechende Mehrarbeit durchs Fehler ausbügeln - letzteres ein dauerhafter Zustand.
Fehlverhalten und einzelner Kollegen/Abteilungen wurden kommentarlos geduldet, andere Abteilungen, die trotz deutlicher Mehrarbeit durch solche, Abgaben sauber und zeitgerecht erledigten, für selbstverständlich genommen.
Meines Empfinden nach mangelte es in der cm.project.ing GmbH stark an entsprechender Wertschätzung.
Projekte wurden mit mMn viel zu kurzen Lieferzeiten angeboten und angenommen. Die Deadlines waren nicht unmöglich, führten aber zumindest in meiner Abteilung zu erheblichem Mehraufwand und Zeitdruck.
Mangelnde Personalplanung. Arbeitnehmer sollten nicht für die mangelnde Personalplanung des Arbeitgebers aufkommen und sich krank zur Arbeit schleppen müssen. Eine Krankmeldung im Dienst sollte nicht von der Personalabteilung entgegnet werden mit "Ja, was hast du denn (x3)? Ohne dich schwimmt Abteilung X."
Arbeitsatmosphäre
Geprägt von Zeitdruck, Unmut und gefühlter Bevorzugung mancher Mitarbeitenden gegenüber anderen
Kommunikation
Gemischt. Mal mehr, mal weniger gut. In meiner Abteilung gab es regelmäßige Meetings, in denen über aktuelle Dinge gesprochen und man informiert wurde.
Im großen und ganzen in der Firma und zwischen den Abteilungen bewerte ich die Kommunikation als mangelhaft. Informationen die zur Erledigung der Arbeit von Schnittstellen nötig war, waren oft fehlerhaft, zu spät oder unvollständig.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb einer Abteilung: überwiegend gut, in meiner sehr gut
Zwischen Abteilungen: mangelhaft. Aussagen, die gegenüber Kollegen getroffen wurden, wurden in Gesprächen mit der Geschäftsführung zum eigenen Vorteil plötzlich anders dargestellt
Work-Life-Balance
Zu dem Zeitpunkt als ich das Unternehmen verlassen habe, gab es keine Zeiterfassung. Wer seine Überstunden im Blick halten wollte, musste diese selbst nachhalten. Es wurde zwar gesagt, "wenn man mal einen Tag etwas länger bleibt, kann man an einem anderen früher gehen". Wirklich umsetzen ließ sich das meines Empfindens jedoch nicht, da man durch das Arbeitsaufkommen, wenn man nicht selbst drauf geachtet hat, häufig länger blieb.
Vorgesetztenverhalten
Innerhalb meiner Abteilung:
Überwiegend positiv. Bedenken wurde Gehör geschenkt und wo möglich, nach einer gemeinsamen Lösung gesucht und durchgesetzt. Bei unfairem Verhalten durch andere Mitarbeitende wurde das Gespräch mit der Geschäftsführung durch den Abteilungsleiter gesucht, um ein solches im weiteren Verlauf zu unterbinden.
Geschäftsführung:
Wenig konsequent in Verbesserungsversprechen. Probleme wie eben Konflikte unter den Mitarbeitenden wurden auf die lange Bank geschoben oder einmalig angesprochen und bei Wiederauftreten selten bis nicht mehr weiter verfolgt.
Man hatte das Gefühl, Fehler wurden je nach Verursacher völlig anders gewertet.
Gleichberechtigung
Home Office nicht für jeden genehmigt, keine Gleichsetzung in ergonomischer Ausstattung; unterschiedliche Behandlung Mitarbeitender in Bezug auf Fehler
Umgang mit älteren Kollegen
In meiner Erfahrung konnte ich keinen negativen Umgang mit älteren Kolleg*innen im Vergleich zu jüngeren feststellen
Gehalt/Benefits
Immerhin kein Mindestlohn, im Gespräch mit damaligen Mitarbeitern aber im Durchschnitt eher niedrig für die jeweiligen Qualifikationen