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conet 
Holding 
GmbH
Bewertung

Viel Lärm um nichts

1,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich IT bei conet Holding GmbH in Bonn gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Kollegen und den kollegialen Zusammenhalt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Selbstbeweihräucherung, die sich bei genauerer Betrachtung relativ schnell als heiße Luft herausgestellt hat. Die Versprechungen, die nicht eingehalten wurden. Die Überzeugung, progressiv zu sein, obwohl die Unternehmenskultur bestenfalls konservativ und bisweilen rückschrittlich ist. Dass immer nur gefordert und nie gefördert wird.

Verbesserungsvorschläge

Wenn in einer Abteilung innerhalb eines Jahres die Hälfte der Belegschaft geht und ganze Teams in sich zusammenfallen, sollte man sich - sowohl auf HR- als auch auf Führungsebene - vielleicht mal fragen, woran das liegt. Das Mindeste wäre, sich Feedback der verbliebenen Kollegen einzuholen und es vor allem auch ernst zu nehmen.

Arbeitsatmosphäre

Es wurde viel versprochen, aber wenig umgesetzt. Die Prioritäten des Arbeitsgebers haben sich nur selten mit denen der Arbeitnehmer gedeckt, so dass dem Arbeitsklima zuträgliche Änderungen auf die lange Bank geschoben wurden. Dass die Stimmung nicht viel häufiger gedrückt war, ist einzige und allein den netten Kollegen zu verdanken - von denen aber immer häufiger welche die Reißleine gezogen haben und wohl auch weiterhin ziehen. Wertschätzung wurde leider, soweit ich es mitbekommen habe, in zu vielen Abteilungen klein geschrieben.

Kommunikation

Es gab Meetings, um über den aktuellen Stand in unterschiedlichen Geschäftsfeldern zu informieren. Recht gut organisiert, aber auch nichts Weltbewegendes oder Kommunikation auf einem Level, das in anderen Unternehmen nicht stattfindet. Außerdem gab es einen regelmäßigen Wissensaustausch, der aber bitte in der Mittagspause stattzufinden hatte.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt war in meiner Abteilung immer sehr gut und auch abteilungsübergreifend gehen die Kollegen sehr offen und herzlich miteinander um. Wer Lust hat, kann sich relativ easy mit Gleichgesinnten vernetzten und findet so vielleicht die ein oder andere Bekanntschaft, die über das Beschäftigungsverhältnis hinausgeht. Allein für die Menschen, die ich kennenlernen durfte, hat sich die Zeit bei conet gelohnt. Auch, wenn ich einiges davon rückblickend als Traumabonding bezeichnen würde.

Work-Life-Balance

Variiert je nach Tätigkeit und Abteilung nach wie vor extrem, glaube ich. Feste Regeln (beispielsweise in Bezug auf das Thema Homeoffice oder Gleitzeit) gab es nicht, was sowohl Vor- als auch Nachteil sein konnte. In meinem Fall war es eher ein Nachteil: minimale und unflexible Homeoffice-Möglichkeiten, keine Gleitzeit und reichlich Überstunden, weil Workload und Personalmangel es eigentlich ständig erfordert haben. Immerhin konnte man letztere mit Gleittagen wieder abbauen.

Vorgesetztenverhalten

Könnte ich 0 Sterne vergeben, würde ich es tun. Ich gebe den einen Stern in erster Linie widerwillig, weil ich nie ein persönliches Problem mit meiner Führungskraft hatte. Druck wurde von oben nach unten weitergegeben, so dass manche Teamleiter entsprechend wenig Spielraum hatten, auch mal für ihr Team und nicht nur die Unternehmensinteressen einzustehen. Leider muss ich trotzdem sagen, dass meine Führungskraft die schlechteste war, mit der ich bislang zusammenarbeiten musste.

Interessante Aufgaben

Kommt wie überall auch hier auf das Tätigkeitsfeld an. Meins konnte leider weder regelmäßig mit neuen Herausforderungen punkten noch war die Arbeitsbelastung gerecht verteilt. Durch die hohe Mitarbeiterfluktuation war der Arbeitspegel eigentlich immer viel zu hoch für diejenigen, die trotzdem geblieben sind, und Entspannung der Personalsituation war nicht in Sicht bzw. wurde von der Führungsebene aktiv unterbunden. Ein sicherer Weg, um motivierte Neuzugänge schnell auszubrennen.

Gleichberechtigung

Auch hier wurde wieder viel versprochen, aber wenig umgesetzt. Es gab eine von engagierten Mitarbeiter*innen ins Leben gerufene Initiative für mehr Sichtbarkeit weiblicher IT-Fachkräfte, die von der Führungsebene auch fleißig beklatscht wurde, aber unternehmensseitig wurde in die Richtung nichts unternommen. Ein Blick auf die beinahe nicht vorhandene Diversität der Führungsebene sagt eigentlich alles. Aber wer braucht schon Chancengleichheit oder ein faires Gehalt, wenn er sich zum Weltfrauentag eine Rose abholen kann? Toll.

Umgang mit älteren Kollegen

In dem Punkt wäre mir weder etwas Negatives aufgefallen noch hätte ich etwas gehört. Der Altersschnitt war in den meistens Teams recht breit und die Meinung älterer Kollegen wurde ebenso geschätzt wie die jüngerer.

Arbeitsbedingungen

Modernes Officegebäude zentral in und mit einem netten Ausblick über Bonn. Wie in Großraumbüros üblich konnte der Geräuschpegel aber insbesondere an beliebten Bürotagen schon mal zu hoch für konzentriertes Arbeiten werden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Wenig konkret. Über den hochgelobten "Einstellungsbaum" und den Verkauf ausrangierter Arbeitsgeräte hinaus habe ich nichts mitbekommen.

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt bewegt sich bei den meisten Positionen unter dem branchenüblichen Durchschnitt. Gehaltsverhandlungen habe ich als zäh und frustrierend wahrgenommen, wenn sie denn überhaupt stattgefunden haben. Neue Verantwortlichkeiten wurden hingegen sehr großzügig und ohne die entsprechende Vergütung verteilt.

Image

Viele Kunden haben den professionellen, aber freundlichen Umgang vieler Kollegen geschätzt, aber insgesamt war und ist conet nicht so bekannt und allgegenwärtig, wie es nach Innen gerne kommuniziert wurde. Das Image hat außerdem unter der hohen Mitarbeiterfluktuation in manchen Bereichen gelitten.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmöglichkeiten gab es nur, wenn das Unternehmen unmittelbar davon profitieren konnte. Sonst wurden sogar die im jährlichen PE-Gespräch vereinbarten Schulungen trotz mehrmaliger Nachfrage gerne vergessen. Weiterbildung und Weiterentwicklung wurden bestenfalls stiefmütterlich behandelt.

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