So verliert man gute Mitarbeitende…
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Viele hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen
- Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice
- Grundsätzlich spannende Projekte
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Schwache Führungskultur
- Chaotisches Onboarding
- Fehlende Transparenz und viel Flurfunk
- Hoher Druck und geringe Wertschätzung
- Unattraktive Gehälter und Sparmaßnahmen
Verbesserungsvorschläge
- Führungskräfte besser auswählen und stärker in die Verantwortung nehmen
- Onboarding vernünftig strukturieren
- Offene und ehrliche Kommunikation statt Flurfunk
- Mitarbeitende wieder als Menschen sehen, nicht nur als Ressource oder Zahl
- Gehälter und Entwicklungsmöglichkeiten überdenken
Arbeitsatmosphäre
Das Onboarding war eine Katastrophe. Wichtige Zugänge haben teilweise über Monate gefehlt und niemand fühlte sich verantwortlich. Statt die fehlenden Voraussetzungen zu schaffen, wurde einem noch vorgeworfen, nicht richtig zu arbeiten. Neue Mitarbeitende sollen einfach nur möglichst schnell produktiv sein. Eine vernünftige Einarbeitung scheint dabei zweitrangig zu sein.
Kommunikation
Kommunikation fand größtenteils über Flurfunk statt. Transparenz gab es nicht. Führungskräfte haben immer wieder widersprüchliche Aussage getroffen, je nachdem, wie es gerade besser ins Bild passte. Hauptsache, die Mitarbeitenden wurden möglichst lange hingehalten.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt viele wirklich tolle und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen. Leider gibt es auch einzelne Ausnahmen, deren Verhalten aus meiner Sicht absolut unprofessionell war. Selbst wenn dadurch Projekte gefährdet wurden, wurde dieses Verhalten vom Vorgesetzten noch gelobt. Konsequenzen hatte am Ende derjenige, der es angesprochen hat.
Work-Life-Balance
Homeoffice und flexible Arbeitszeiten sind grundsätzlich möglich.
Vorgesetztenverhalten
Das Peter-Prinzip lässt grüßen!! Einige Führungskräfte wirken für ihre Position leider absolut ungeeignet. Kritik oder das Ansprechen von Problemen ist nicht erwünscht und wird persönlich genommen. Statt Probleme zu lösen, wird man schnell als „unbequem“ abgestempelt. Andere Führungskräfte versprechen zwar Unterstützung, am Ende bleibt es aber bei leeren Worten und Aussagen wie „Mehr war leider nicht drin“ und „Vielleicht ja im nächsten Jahr“.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich gibt es spannende Projekte. Allerdings wird von Anfang an enormer Druck aufgebaut. Hauptsache, das Projekt läuft.
Gleichberechtigung
Gleichbehandlung habe ich nicht wirklich erlebt. Wer beim Chef gut dastand und nichts hinterfragt hat, war klar im Vorteil.
Umgang mit älteren Kollegen
Wer lange im Unternehmen ist, kann sich deutlich mehr erlauben. Für langjährige Mitarbeitende gelten gefühlt andere Maßstäbe.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsausstattung ist in Ordnung, aber nichts Besonderes. Firmeninterne Events am Standort wurden inzwischen quasi komplett gestrichen, offenbar um Geld zu sparen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dazu kann ich nicht viel sagen. Während meiner Zeit dort habe ich in diesem Bereich nichts Besonderes wahrgenommen.
Gehalt/Benefits
Katastrophe!! Mit der Veröffentlichung der Gehaltsbänder wurde erst richtig deutlich, wie groß die Unterschiede sind. Statt etwas daran zu ändern, hieß es sinngemäß: „Wer gutes Geld verdienen möchte, ist hier falsch.“ Teilweise verdienen Seniors kaum mehr als Juniors!
Image
„Leading forward. Together.“ klingt gut, passt aus meiner Sicht aber nicht zur Realität. Am Ende zählt vor allem, dass die Zahlen stimmen, der Mensch bleibt dabei leider schnell auf der Strecke.
Karriere/Weiterbildung
Es muss überall gespart werden. Das merkt man auch bei Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten.


