Mitarbeitende als Ressourcen statt als Menschen, chaotische Projektorganisation, Überlastung und fehlende Wertschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Home Office, keine Präsenzpflicht
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mitarbeitende werden häufig wie austauschbare Ressourcen behandelt, die je nach Bedarf von einem Projekt ins nächste verschoben werden. Dabei fehlt es an einer angemessenen Abstimmung mit den betroffenen Personen. Entscheidungen über Projekteinsätze und Rollenzuweisungen werden teilweise getroffen, ohne die Mitarbeitenden einzubeziehen oder ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Interessen, Vorstellungen oder Bedenken zu äußern.
Auch die Kommunikation von Entscheidungen ist häufig unzureichend. Es fehlt an Transparenz darüber, warum bestimmte Entscheidungen getroffen werden und welche Auswirkungen sie auf die betroffenen Personen haben. Teilweise werden dabei sogar die zuständigen Führungskräfte übergangen.
Insgesamt entsteht dadurch der Eindruck, dass die kurzfristige Ressourcenplanung Vorrang vor einer wertschätzenden Mitarbeiterführung hat. Eine offene Kommunikation, gegenseitige Abstimmung und die Einbeziehung der Mitarbeitenden in Entscheidungen, die ihre eigene berufliche Tätigkeit unmittelbar betreffen, sollten selbstverständlich sein. Hier besteht aus meiner Sicht deutlicher Verbesserungsbedarf.
Arbeitsbedingungen
Es fehlt offenbar an ausreichenden personellen Kapazitäten, sodass viele Mitarbeitende parallel in mehreren Projekten eingesetzt werden und entsprechend überlastet sind. Projekte werden teilweise zu spät gestartet oder unzureichend vorbereitet. Um die entstandenen Verzögerungen aufzufangen, werden anschließend zahlreiche Mitarbeitende und Freelancer in die Projekte eingebunden, in der Hoffnung, die Situation dadurch noch in den Griff zu bekommen. Eine solche Vorgehensweise führt jedoch nicht automatisch zu besseren Ergebnissen, sondern erschwert häufig die Zusammenarbeit und eine strukturierte Umsetzung.
Besonders kritisch sehe ich, dass die termingerechte Lieferung offenbar häufig wichtiger ist als die Qualität der Ergebnisse. Statt realistische Zeitpläne zu erstellen, ausreichende Ressourcen bereitzustellen und eine nachhaltige Umsetzung sicherzustellen, scheint der Fokus vor allem darauf zu liegen, Projekte irgendwie rechtzeitig abzuschließen.
Insgesamt entsteht der Eindruck, dass kurzfristige Liefertermine und die Auslastung von Ressourcen wichtiger sind als eine gute Projektorganisation, hochwertige Software und ein wertschätzender Umgang mit den Mitarbeitenden.


