Problematische Personalpolitik
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Produkt fand ich immer gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Personalmanagement, die aktuelle Entwicklung, die schlechte Kommunikation.
Verbesserungsvorschläge
Wieder mehr darauf besinnen, wer die eigentliche Arbeit macht und diese Menschen mit ähnlichen Karrierepfaden fördern.
Führungskräfte müssen nicht immer 100% in dem Themen sein. Je weiter sie von einem Team weg sind, desto weniger müssen sie drin sein. Allerdings sollte zumindest ein Teamleiter wissen und verstehen was seine Mitarbeiter machen. Ansonsten fragt man sich als Mitarbeiter wozu man seinen Vorgesetzten eigentlich braucht. Speziell dann, wenn man auch noch dessen Power Point Folien macht.
Es ist insgesamt keine gute Idee IT Management Positionen mit Business Leuten zu besetzen. IT ist kein Beiwerk, dass man verwalten muss.
Arbeitsatmosphäre
Kollegen sind immer sehr professionell gewesen. Vertrauen in die Führung hat aber stark nachgelassen. Man fühlt sich wie kleiner Kinder behandelt.
Kommunikation
Möglichst wenig den Mitarbeitern mitteilen. Frei nach dem Motto: „Die Antwort auf die Frage könnte die Bevölkerung verunsichern“
Kollegenzusammenhalt
Man freut sich zusammen und man leidet zusammen. Hier gibt es dann aber Grenzen. Niemand würde sich der eigenen Karriere zuliebe für den anderen zu sehr einsetzen.
Work-Life-Balance
Die Führung möchte zwar, dass alle mehr Zeit im Büro verbringen, aber hier kann sie sich nicht durchsetzen.
Vorgesetztenverhalten
Prinzipiell professionell, allerdings herrscht seit 5-6 Jahren die Einstellung möglichst Entscheidungen zu vermeiden. Dann kann man auch keine Fehler machen. Fehlerkultur ist leider toxisch. Offiziell sind Fehler erwünscht, inoffiziell werden die Führungskräfte dann ganz schnell aufs Abstellgleis gestellt. Bzw. Noch schlimmer: Es wird geraten die Abteilung zu wechseln.
Interessante Aufgaben
Durch Sparmaßnahmen beschränkt sich das Unternehmen auf das Gegenteil von Investment. Neuere Technologien werden zurück gefahren. Günstige Alternativen werden gesucht.
Gleichberechtigung
Das Personalmanagement erfüllt lieber Quoten als dass Leistung belohnt wird. Zwei Beispiele:
Eine Top Management Position sollte neu besetzt werden. Ein Bewerber war fachlich und auf Grund von Erfahrung hervorragend geeignet. Vorzug wurde einer fachfremden Person gegeben.
Zweites Beispiel: Eine ehem Führungskraft sagte mir mal, dass 50% der Leitungspositionen vorab vergeben seien und man eben die richtigen Kontakte bräuchte. Demnach ist der Bewerbungsprozess am Ende nur noch Fassade.
Umgang mit älteren Kollegen
Da habe ich nie etwas negatives erlebt.
Arbeitsbedingungen
Shared Desk. Kann man vor halten, was man möchte. Für konzentriertes Arbeiten eher nicht so geeignet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kann ich nicht beurteilen. Man muss aber beachten, dass das Unternehmen internationale Konkurrenz hat und sich nicht alle Mitbewerber an solche Regeln halten bzw. diese für die nicht gelten. Demnach sollte man hier eher Nachsicht haben.
Gehalt/Sozialleistungen
Ich habe ganz gut verdient. Ich glaube aber diese Zeiten sind vorbei.
Karriere/Weiterbildung
Für Fachkräfte gibt es keinen Karrierepfad. Sie werden intern als „hidden Champions“ benannt. Das ist aber eher als Euphemismus zu verstehen. Karriere kann man nur als Führungskraft machen. Hat leider zur Folge dass dort oftmals fachfremde, ungeeignete Personen reinstreben, die ausschließlich Power Point gut können.
Bspw sollte jemand, der Politikwissenschaft studiert hat und kaum Berufserfahrung hat, eher nicht ein IT Team leiten(?).
BTW.: Als ich mal das Recruiting darauf angesprochen hatte, wurde ich nur angegrinst.

