Nicht mehr zu empfehlen
Verbesserungsvorschläge
Sich darauf besinnen, was das Kerngeschäft eines Bildungsverlags ist und nicht jedem Hype/jeder Bubble (KI) hinterherrennen. Die eigenen Werte nicht nur hübsch aufgemacht zu Papier bringen, sondern leben. Sich bewusst machen, dass ohne die Leute "unten", die die echte Arbeit machen, sie den Laden dicht machen können. Auf diese Leute hören, wenn sie ihre Meinung äußern, und sie nicht nur mit Plattitüden abspeisen.
Arbeitsatmosphäre
Mein letzter Eindruck: ein Klima der Angst. Wen trifft es als nächsten? Alle ziehen den Kopf ein und sind froh, dass es dieses Mal jemand anderen erwischt hat, der vor die Tür gesetzt wird.
Image
Nach außen immer noch ziemlich gut, nach innen vermutlich weniger.
Work-Life-Balance
Flexible Arbeitszeiten ohne Kernzeit, Gleitzeit mit Möglichkeit zum Freizeitausgleich und 100% remote work war top. Es gab aber ein Munkeln, dass letzteres mit dem teuren Umbau des Gebäudes wieder zurückgefahren werden soll.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wird nach außen hin so dargestellt, ich zweifle inzwischen aber, ob das nicht auch nur fürs Image ist.
Karriere/Weiterbildung
Praktisch nicht vorhanden. Einzelne werden gefördert, aber dafür muss man die Sympathie der Führungskraft haben. Der Rest schaut in die Röhre. Für Weiterbildung gibt es generell kaum Budget, da wird immer aufs nächste Jahr vertröstet und auf die internen Angebote verwiesen, die dürftig sind und keine echten Weiterbildungen (hier und da mal 1-2 Stunden Einführung in ein Thema, keine Zertifikate oder ähnliches, man hat also hinterher nichts vorzuweisen). In einem Jahr mussten dafür alle Mitarbeitenden ein 25-stündiges Training durchlaufen, das nichts wert ist und dessen Teilnahmebescheinigung getrost in Ablage P wandern kann.
Kollegenzusammenhalt
War an sich ganz gut, zum Ende hin hat man aber gemerkt, dass sie froh waren, dass die Kündigung jemand anderen getroffen hat und nicht sie selbst. Wurde dann mehrheitlich auch einfach so hingenommen und es galt "business as usual".
Umgang mit älteren Kollegen
Es wurde Kolleg:innen, die in den nächsten paar Jahren in Rente gehen, nahegelegt, dass doch jetzt frühzeitig zu tun, um sie loszuwerden. Viele mit 20+ Jahren im Betrieb. Traurig.
Vorgesetztenverhalten
Man kann sicherlich Glück haben und eine tolle, geeignete Führungskraft haben. Oder man bekommt einen Abteilungsleiter, der für die Position m.E. völlig ungeeignet ist und die Leute, die er fördert, ganz offen nach Sympathie auswählt, weil ihm deren fröhliche Persönlichkeit so zusagt. Oder eine Teamleitung, die ganz offen eine Hälfte des Teams bevorzugt behandelt, auch was das berufliche Weiterkommen angeht, und die andere Hälfte kann sehen wo sie bleibt.
Kommunikation
Transparenz steht nur im internen Marketing-Heftchen (Code of Conduct), wird aber nicht gelebt. Ansonsten wird gern mit Buzzwords um sich geworfen, viel Inhalt kam dabei aber nicht rum.
Gleichberechtigung
Soweit ich mich erinnere, hat die beauftragte Prüfstelle festgestellt, dass sich der gender pay gap im normalen akzeptablen Bereich befindet, also ist ja alles prima und es gibt keine Notwendigkeit, etwas zu verbessern.
Interessante Aufgaben
Kommt drauf an, muss man sich zum Teil selbst suchen. Aber man darf dann nicht erwarten, dass sich das in irgendeiner Form auf die Einstufung/das Gehalt auswirkt. Hat einen ja keiner dazu gezwungen, weitere Aufgaben mit höherer Verantwortung oder Qualifikation zu übernehmen. :-)


