Ihr Unternehmen?

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CRONIMET 
Holding 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Nach 7 Jahren aussortiert – wie Loyalität, Leistung und Menschlichkeit mit Füßen getreten wurden

1,5
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei CRONIMET Dortmund GmbH in Dortmund gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Trotz aller Kritikpunkte und negativer Erfahrungen, die ich im Laufe meiner Zeit im Unternehmen gesammelt habe, möchte ich auch die positiven Seiten nicht unerwähnt lassen. Es gab Aspekte, die ich als positiv empfunden habe und die – bei entsprechender Weiterentwicklung – eine gute Basis für eine bessere Unternehmenskultur darstellen könnten.
1. Klare Arbeitszeitstruktur: Nur Frühschicht
Ein großer Vorteil in meiner täglichen Arbeit war die feste Frühschicht. Die gleichbleibenden Arbeitszeiten ermöglichten eine gute Planbarkeit für das Privat- und Familienleben. Gerade mit kleinen Kindern war diese Regelung sehr hilfreich. Es gab keine Wechselschichten oder kurzfristige Änderungen im Dienstplan, was in vielen anderen Betrieben leider üblich ist. Die Struktur schuf Stabilität und half dabei, Beruf und Familie besser zu vereinbaren – ein Punkt, den ich ausdrücklich positiv hervorheben möchte.
2. Weihnachtsgeld und (früher) Urlaubsgeld
Ein weiterer Pluspunkt waren die Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld. Auch wenn es in den letzten Jahren Schwankungen gab und das Urlaubsgeld 2024 vielen Mitarbeitenden nicht mehr ausgezahlt wurde, war die grundsätzliche Bereitschaft, diese Leistungen zu erbringen, eine Form der Wertschätzung. In den Jahren, in denen beides ausgezahlt wurde, empfanden es viele Kolleg*innen – so auch ich – als kleine Anerkennung unserer Leistung.
3. Kollegialität – besonders im Kernteam
In der direkten Zusammenarbeit mit vielen Kolleginnen erlebte ich einen starken Zusammenhalt. Vor allem innerhalb meines engsten Teams herrschte lange Zeit ein sehr positives Klima. Wir arbeiteten effizient, unterstützten uns gegenseitig, vertrauten einander – und erreichten gemeinsam mit nur wenigen Leuten hervorragende Zahlen. Viele Kolleginnen sind engagierte, verlässliche und loyale Menschen, mit denen die tägliche Zusammenarbeit Freude gemacht hat. Es gab viele gute Einzelpersonen, die ihre Aufgaben mit Herzblut erledigten.
4. Möglichkeit zur Mitgestaltung (in guten Phasen)
In Phasen, in denen ich selbst Verantwortung übernehmen durfte, hatte ich die Möglichkeit, Arbeitsprozesse aktiv mitzugestalten. Unter meiner Leitung funktionierte das Lager reibungslos, wir erreichten messbare Erfolge und arbeiteten effizient. Diese Zeit zeigte mir, welches Potenzial im Unternehmen schlummert – sowohl strukturell als auch personell. Leider wurde diese Mitgestaltungsmöglichkeit später wieder stark eingeschränkt, doch die Erfahrung bleibt positiv in Erinnerung.
5. Sicherheit in der Arbeitssicherheit
Ein besonderer Lichtblick im Unternehmen war die für Arbeitssicherheit zuständige Person. Ihre Arbeit war kompetent, engagiert und verantwortungsbewusst. Sie setzte sich für sichere Arbeitsbedingungen ein, war ansprechbar, klar in der Kommunikation und stets darum bemüht, Verbesserungen umzusetzen. Ihr Engagement verdient ausdrücklich Anerkennung, denn sie hob sich positiv von vielen anderen Entscheidungsträgern im Betrieb ab.
6. Strukturierte Abläufe im Alltagsgeschäft
In vielen Bereichen war der Arbeitsalltag klar strukturiert. Aufgaben, Prozesse und Verantwortlichkeiten waren – zumindest im Lager – weitestgehend bekannt und nachvollziehbar. Das erleichterte die Orientierung und sorgte dafür, dass die tägliche Arbeit effizient erledigt werden konnte. Besonders zu Zeiten, als das Team gut aufeinander abgestimmt war, funktionierte der Betrieb reibungslos und zielgerichtet.
7. Kundenorientierung nach außen
Auch wenn das nach außen gezeigte Image nicht immer mit der Realität im Inneren übereinstimmte, muss man anerkennen, dass die Außendarstellung professionell wirkte. Präsentationen gegenüber Kund*innen, Besucherführungen oder externe Kommunikation wurden sorgfältig geplant und umgesetzt. Die Intention, als modernes und erfolgreiches Unternehmen wahrgenommen zu werden, ist grundsätzlich positiv – auch wenn die Umsetzung intern dringend verbessert werden müsste, um glaubwürdig zu bleiben.
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Fazit
Trotz berechtigter Kritik war nicht alles schlecht. Es gab und gibt Punkte, auf die das Unternehmen aufbauen kann. Besonders die geregelte Frühschicht, das Weihnachtsgeld, der vertrauensvolle Umgang im Team (sofern nicht durch externe Einflüsse gestört), sowie einzelne engagierte Personen im Betrieb – etwa im Bereich Arbeitssicherheit – sind Lichtblicke im Gesamtkontext. Sie zeigen, dass mit dem richtigen Willen, gezielter Förderung und einer Kultur des Respekts vieles möglich wäre.
Ich hoffe, dass sich das Unternehmen in Zukunft auf diese positiven Elemente besinnt und sie als Grundlage nutzt, um eine ehrlichere, menschlichere und professionellere Arbeitsumgebung für alle zu schaffen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Nach mehr als sieben Jahren loyaler Mitarbeit, ohne viele Krankentage, motiviert und stets engagiert, wurde ich – mit einem 3 Monate alten Baby, einem kleinen Kind sowie Haus- und Autokredit – völlig überraschend, ohne Vorwarnung oder Gespräch mit der Geschäftsführung entlassen. Keine Begründung, kein Aufzeigen von Perspektiven, einfach aussortiert. Diese Erfahrung spiegelt viele tiefgreifende Probleme wider.

Arbeitsatmosphäre & Vorgesetzte
Was einst ein funktionierendes Team war, wurde zunehmend durch Druck, Misstrauen und eine Führungskultur der Kontrolle und Willkür ersetzt. Das Vorgesetztenverhalten – insbesondere auf Platzebene – war geprägt von Intransparenz, Lügen, Intrigen und Hörensagen. Entscheidungen wurden ohne zweite Meinung gefällt. Konstruktive Kritik oder Potenzial spielten keine Rolle. Es zählte, wer sich anpasste oder bereits lange dabei war. Wer unangenehm auffiel, wurde systematisch isoliert. Psychoterror war keine Seltenheit – viele Mitarbeitende litten unter der Atmosphäre, auch ich hatte schlaflose Nächte.

Kollegenzusammenhalt – gezielt zerstört
Der Zusammenhalt im Team war lange stark, besonders unter meiner Leitung lief es reibungslos – mit wenig Personal erreichten wir Bestleistungen. Doch gezielte Spaltung, Gerüchte und Misstrauen, gestreut durch den Platzmeister, führten zum Zerfall. Manche vertrauten mir, andere nicht – eine Folge der destruktiven Führung. Einzelne Kolleg*innen waren engagiert, doch das Gesamtsystem wurde von innen zersetzt.

Karriere & Weiterbildung
Es gab praktisch keine Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Lager. Potenzial, Eigeninitiative oder neue Ideen wurden ignoriert oder belächelt. Statt Entwicklung zählte Lebenserfahrung. Schulungen wurden mehrfach verschlafen, Mitarbeitende erfuhren erst am Tag selbst davon. Wer Veränderung wollte, stieß auf Widerstand. „Alt = besser“ lautete das Motto – selbst bei fachlicher Überforderung. Objektive Entscheidungen? Fehlanzeige. Alles basierte auf Sympathie und Loyalität.

Arbeitsbedingungen & Sicherheit
Die Arbeitsbedingungen waren teils mangelhaft. Ergonomie, Technik, Sauberkeit – oft nicht zeitgemäß. Sicherheit war nur durch das Engagement einer einzelnen, sehr engagierten Fachkraft gewährleistet, die jedoch wenig Rückhalt aus der Führung erhielt. Viele Gefährdungen wurden ignoriert, Lösungen aufgeschoben.

Kommunikation – bemüht, aber erfolglos
Es wurde versucht zu kommunizieren, doch es scheiterte regelmäßig. Entscheidungen wurden bereits getroffen, Rückmeldungen ignoriert. Die Meinung des Lagers wurde nicht ernst genommen – man hielt uns offenbar für nicht kompetent genug. Doch die Mitarbeitenden merkten genau, wie wenig Wert ihre Meinung hatte.

Gleichberechtigung
Gleichbehandlung war nicht gegeben. Es wurde nach Betriebszugehörigkeit, Sympathie und Anpassungsfähigkeit entschieden. Beschwerden wurden nur auf Basis von Hörensagen behandelt. Eine objektive Zweitmeinung oder eine eigene Einschätzung der Führung fand nicht statt. Junge, engagierte Kolleg*innen hatten kaum Chancen.

Umgang mit älteren Kollegen
Statt auf Wissen, Engagement oder Potenzial zu setzen, galt: „Alt = besser“. Junge Mitarbeitende mit neuen Ideen wurden ignoriert oder abgewertet. Erfahrung zählte mehr als tatsächliche Kompetenz. Das bremste Entwicklung und lähmte Innovation.

Gehalt & Sozialleistungen
Das Gehalt war unterdurchschnittlich, Sozialleistungen instabil. Urlaubsgeld wurde 2024 bei vielen gestrichen, versprochene Sachleistungen – z. B. 300 € Tankgutscheine – nie ausgezahlt. Weihnachtsgeld gab es noch, aber der Vertrauensverlust überwog. Transparenz in Lohnfragen war kaum vorhanden.

Work-Life-Balance – einziger Lichtblick
Die reine Frühschicht war familienfreundlich und ein echter Vorteil. Auch Urlaub konnte meist gut geplant werden. Doch das war einer der wenigen positiven Aspekte.

Image – Schein statt Sein
Das äußere Bild des Unternehmens passt nicht zur internen Realität. Besuchern werden gezielt aufgeräumte Bereiche gezeigt, Missstände verborgen. Der Einkauf kontrolliert sich selbst, ebenso das Labor. Es gibt keine unabhängige Kontrolle – was gravierende Folgen für Qualität und Vertrauen hat.
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Fazit
Ich war stolz, für dieses Unternehmen zu arbeiten, habe es mitgetragen, nach außen vertreten und meine Rolle mit Verantwortung ausgefüllt. Doch ich wurde wie eine Nummer aussortiert – ohne Gespräch, ohne Perspektive. Der Umgang mit langjährigen Mitarbeitenden ist respektlos. Viele motivierte Kolleg*innen wurden auf ähnliche Weise ausgebremst oder verdrängt. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass zukünftige Mitarbeitende nicht dieselben Erfahrungen machen müssen – und dass sich Führung, Kultur und Menschlichkeit in diesem Unternehmen endlich grundlegend verändern.

Verbesserungsvorschläge

1. Führungskultur überdenken
Die Führung sollte neu ausgerichtet werden. Entscheidungen basieren oft auf Hören-Sagen statt auf Fakten. Persönliche Sympathie ersetzt objektive Bewertung. Besonders problematisch: Die Leitung holt sich keine zweite Meinung ein, sondern übernimmt ungeprüft subjektive Einschätzungen. Es fehlt an echter Führungskompetenz, an Kommunikation auf Augenhöhe und an Verantwortungsbewusstsein. Schulungen in Mitarbeiterführung und Konfliktlösung sind überfällig.
2. Kollegenzusammenhalt fördern
Unter meiner Leitung arbeitete das Team effizient, harmonisch und erfolgreich – mit minimaler Besetzung erreichten wir Rekordzahlen. Durch Fehlentscheidungen und den Einfluss einzelner Vorgesetzter zerbrach dieser Zusammenhalt. Misstrauen, Intrigen und Lügen führten zu Spaltung. Das Unternehmen muss Teamarbeit aktiv fördern, Führungskräfte besser auswählen und Konflikte professionell moderieren.
3. Kommunikation verbessern
Trotz Bemühungen scheitert die Kommunikation regelmäßig. Das Lager wird oft wie eine unwissende Einheit behandelt. Informationen werden verheimlicht oder unklar vermittelt. Mitarbeitende merken das und fühlen sich nicht ernst genommen. Es braucht klare, transparente Kommunikation, regelmäßige Meetings und eine ehrliche Fehlerkultur.
4. Potenziale nutzen statt bremsen
Statt junge, motivierte Mitarbeitende zu fördern, zählt fast ausschließlich Lebens- oder Betriebszugehörigkeit. Wer Ideen einbringt, wird oft belächelt oder übergangen. Potenzial und Eigeninitiative bleiben ungenutzt. Es fehlt ein klares System zur Talenterkennung, unabhängig vom Alter oder der Dauer der Betriebszugehörigkeit.
5. Weiterbildung ermöglichen
Weiterbildung wurde weder angeboten noch organisiert. Selbst verpflichtende Schulungen scheiterten mehrfach, weil Mitarbeitende schlicht vergessen wurden. Es kam vor, dass Kolleg*innen erst am Schulungstag erfuhren, dass sie nicht teilnehmen. Das ist respektlos und unprofessionell. Wer sich privat weiterbildet oder neue Aufgaben übernehmen will, verdient Unterstützung – nicht Ablehnung.
6. Arbeitsbedingungen verbessern
Die Ausstattung im Lager war häufig mangelhaft: defekte Geräte, fehlendes Material, zu hohe körperliche Belastung. Dennoch wurden hohe Leistungen verlangt. Die für Arbeitssicherheit zuständige Person leistet sehr gute Arbeit – doch sie steht oft allein da. Arbeitsplätze müssen sicher, praktikabel und gut ausgestattet sein, um langfristige Gesundheit und Leistung zu sichern.
7. Sozialverantwortung ernst nehmen
Ich wurde nach sieben Jahren – direkt nach der Elternzeit mit einem zwei Monate alten Baby, ohne viele Krankheitstage, mit laufenden Krediten – ohne Vorwarnung, Gespräch oder Perspektive entlassen. Dieses Verhalten steht sinnbildlich für fehlende Menschlichkeit. Entscheidungen dieser Tragweite erfordern Verantwortung, Kommunikation und Transparenz. Niemand sollte sich wie eine Nummer fühlen.
8. Gehalt und Sozialleistungen verbessern
Das Gehalt liegt unter dem Branchenschnitt. Urlaubsgeld wurde vielen 2025 nicht mehr gezahlt, versprochene Warenwert-/Tankgutscheine im Wert von 300 € nie ausgehändigt. Auch Sozialleistungen wie Weihnachtsgeld sind nicht verlässlich. Faire und transparente Löhne, eingehaltene Zusagen und echte Wertschätzung wären dringend notwendig.
9. Psychische Belastung ernst nehmen
Unsicherheit, unterschwellige Drohungen, plötzlich angekündigte Kündigungen – all das erzeugt eine Arbeitskultur, die krank macht. Viele Mitarbeitende litten unter Schlafproblemen, psychischem Druck oder hatten schlichtweg Angst. Das Unternehmen muss dringend wieder eine Kultur des Vertrauens, der Klarheit und Fairness etablieren. Denn psychische Belastung hat langfristige Folgen – auch wirtschaftlich.
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Fazit
Leider muss ich diese Plattform nutzen, um auf die vielen Fehlstände hinzuweisen und um die Zukunft der ehemaligen Kollegen vielleicht zu verbessern. Mir wurde persönlich so ein Gespräch von der Geschäftsführung nicht angeboten.
Das Unternehmen hat Potenzial – durch engagierte Mitarbeitende und funktionierende Strukturen, die früher erfolgreich waren. Doch ohne grundlegende Veränderungen wird dieses Potenzial weiter verspielt. Was fehlt, ist echte Führung, Fairness, ein respektvoller Umgang und die Bereitschaft zur Selbstreflexion. Wer gute Mitarbeitende halten will, muss handeln – mit Menschlichkeit, Offenheit und dem Willen zur Weiterentwicklung. Nur so kann aus einem bröckelnden Fundament wieder ein stabiles, erfolgreiches Unternehmen werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war überwiegend angespannt und von starkem Misstrauen geprägt. Ständige Kontrolle, kritische Blicke selbst bei alltäglichen Handlungen wie Gesprächen oder Toilettengängen führten zu Verunsicherung. Vertrauen, Respekt und Offenheit fehlten; stattdessen herrschten Druck und Kontrolle – oft ohne Unterstützung oder Lösungsangebote. Lob oder konstruktives Feedback gab es kaum, persönliches Engagement wurde weder anerkannt noch gefördert. Mitarbeitende fühlten sich auf ihre Funktion reduziert, persönliche Anliegen wurden ignoriert. Wer neue Ideen einbrachte oder Verantwortung übernahm, stieß häufig auf Ablehnung. Statt Mitgestaltung wurde Konformität erwartet – Schweigen brachte Ruhe, Eigeninitiative führte zu Problemen. Die Folge: sinkende Motivation, hohe psychische Belastung. Besonders bitter: Die Voraussetzungen für ein gutes Miteinander waren vorhanden – engagierte, loyale Kolleg*innen mit fachlicher Stärke. Doch schlechte Führung, mangelhafte Kommunikation und ein spaltender Führungsstil zerstörten dieses Potenzial systematisch.

Image

Das nach außen vermittelte Image des Unternehmens steht im starken Widerspruch zur internen Realität. Nach außen gibt man sich professionell, erfolgreich und strukturiert – doch dieser Eindruck basiert weitgehend auf Fassade. Auch in öffentlichen Auftritten und gegenüber Kund*innen wird ein geschöntes Bild vermittelt, das intern kaum jemand wiedererkennt. Die Kluft zwischen Schein und Sein ist groß – und wer lange genug im Unternehmen arbeitet, merkt schnell: Das gepflegte Image dient weniger der Transparenz als dem Schutz interner Strukturen, die sich selbst erhalten und unangetastet bleiben sollen. Es geht mehr darum, gut dazustehen, als wirklich gut zu arbeiten. Von den mehrfach angeordneten, geschönten Bewertung hier auf Kununu mal abgesehen.

Work-Life-Balance

Ein klarer Pluspunkt war die reine Frühschicht, die Beruf und Familie besser vereinbar machte – besonders für Eltern oder Mitarbeitende mit festen Verpflichtungen. Auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld zählten zum attraktiven Gesamtpaket. Doch in diesem Jahr wurde das Urlaubsgeld bei vielen plötzlich gestrichen – ohne Vorankündigung oder Erklärung. Das sorgte nicht nur für Enttäuschung, sondern auch für finanzielle Engpässe und weiteren Vertrauensverlust. Hinzu kam eine chaotische Urlaubsplanung: Anträge wurden ignoriert, verschleppt oder kurzfristig abgelehnt. Klare Regeln fehlten, ebenso wie Rücksicht auf familiäre oder gesundheitliche Belange. Auch bei Krankheit zeigte sich wenig Verständnis – oft gab es Misstrauen oder Vorwürfe. Die Personaldecke war so dünn, dass schon ein Ausfall den Ablauf störte. Viele arbeiteten trotz Krankheit aus Angst vor Konsequenzen. Dauerhafter Druck ersetzte verlässliche Planung. Fazit: Frühschicht und Sonderzahlungen boten grundsätzlich gute Bedingungen für Work-Life-Balance. Doch fehlende Struktur, geringe Flexibilität und schlechte Führung zerstörten dieses Potenzial.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- oder Weiterbildungsmöglichkeiten waren faktisch nicht vorhanden – besonders nicht im Lager oder in ähnlichen Bereichen. Wer sich engagierte, weiterentwickeln wollte oder Ideen einbrachte, wurde häufig übergangen oder aktiv ausgebremst. Fachliche Kompetenz, Eigeninitiative oder Lernbereitschaft spielten keine Rolle – entscheidend war allein die eigene Lebenserfahrung, also das Alter. Das Prinzip „Lebenserfahrung vor Leistung und Fähigkeiten“ dominierte. Schulungen wurden nicht gefördert, oft nicht einmal organisiert. Mehrfach kam es vor, dass Mitarbeitende schlichtweg vergessen wurden anzumelden – ihnen wurde erst am Tag der Schulung gesagt, dass sie nicht teilnehmen können. Ein Armutszeugnis für ein Unternehmen, das sich professionell gibt. Mitarbeitende, die sich privat weiterbildeten oder Veränderung anstoßen wollten, wurden belächelt oder ignoriert. Externes Wissen und moderne Ansätze wurden konsequent abgelehnt. Entscheidungen über Aufstieg erfolgten intransparent, oft auf Basis von Sympathie statt Eignung oder Engagement. Entwicklung? Unerwünscht.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt entsprach in keiner Weise der Verantwortung, Belastung und Einsatzbereitschaft, die in diesem Job täglich gefordert wurde. Weihnachts- und Urlaubsgeld wurden zwar versprochen, doch selbst diese grundlegenden Leistungen wurden zuletzt nur noch vereinzelt oder gar nicht mehr ausgezahlt. So erhielt ein Großteil der Kolleginnen und Kollegen n diesem Jahr kein Urlaubsgeld mehr – trotz voll erbrachter Leistung. Hinzu kam ein weiteres gebrochenes Versprechen: Tankgutscheine bzw. Warenwertkarten im Wert von 300 €, die fest zugesagt, aber nie ausgezahlt wurden. Transparenz zu Gehaltsstrukturen, Leistungszulagen oder Entwicklungsmöglichkeiten gab es nicht. Wer engagiert war, überdurchschnittlich viel leistete oder Verantwortung übernahm, hatte keinerlei finanziellen Vorteil. Es wurde gespart – aber nicht an den richtigen Stellen.

Pro: Kindergarten Beitrags Zuschuss über Karlsruhe

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Umwelt-und Sozialbewusstsein des Unternehmens war nach außen hin ein gern genutztes Aushängeschild, intern jedoch kaum erkennbar. Nachhaltigkeit spielte im Tagesgeschäft keine spürbare Rolle. Noch deutlicher zeigte sich der Mangel an sozialem Bewusstsein im Umgang mit den Mitarbeitenden. Nach sieben Jahren im Betrieb, mit hoher Einsatzbereitschaft, kaum Krankheitstagen, Loyalität und dem sichtbaren Stolz, die Firma zu vertreten, wurde ich ohne Begründung entlassen. Und das nur zwei Monate nach der Geburt meines Kindes, mit Hauskredit, Autokredit und großer familiärer Verantwortung. Besonders bitter: Sechs Wochen zuvor hatte die Geschäftsführerin in großer Runde erklärt, dass 15% der Belegschaft gehen könnten, ohne Namen, ohne Gespräche, fast wie eine Scheinhinrichtung. Diese unklare Drohung führte zu massivem psychischem Druck, psychoterrorartiger Verunsicherung im Team und zahlreichen schlaflosen Nächten bei vielen Mitarbeitenden, auch bei mir. Am Ende traf es ausschließlich Lager-Mitarbeitende. Kein Dialog, keine Wertschätzung, keine soziale Verantwortung. Wer hart arbeitete aber unbequem war oder zu viel wusste, wurde aussortiert, unabhängig von Leistung oder Lebenssituation

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt im Team war stark davon abhängig, wer miteinander zu tun hatte – teils von Misstrauen geprägt, teils aber auch von ehrlichem gegenseitigem Respekt. Viele Kolleg*innen haben mir Vertrauen geschenkt, mit mir offen zusammengearbeitet und gemeinsam starke Ergebnisse erzielt. Unter meiner Leitung lief der Bereich reibungslos: Wir erzielten mit minimaler Personaldecke Rekordzahlen und das in einem motivierten, gut funktionierenden Miteinander. Leider wurde dieser Teamgeist systematisch zerstört – vor allem durch das Verhalten des Platzmeisters. Er schürte gezielt Misstrauen, streute Unwahrheiten, baute Fronten auf und förderte ein Klima der Spaltung statt der Zusammenarbeit. Gute Leute wurden demotiviert oder verdrängt. Trotzdem gab es einzelne Kolleg*innen, die auch in diesem schwierigen Umfeld menschlich wie fachlich positiv hervortraten – was zeigt, welches Potenzial eigentlich vorhanden gewesen wäre.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kollegen war grundsätzlich respektvoll, allerdings wurde ihr Alter oft als einziges Kriterium für Kompetenz und Entscheidungsbefugnis gewertet. Es zählte nicht, wer fachlich stark, engagiert oder lernwillig war – sondern wer am meisten Lebenserfahrung hat. Fachwissen, Potenzial oder tatsächliche Leistung spielten kaum eine Rolle. Entscheidungen wirkten häufig nach dem simplen Muster: „Alt gleich erfahren, also besser.“ Jüngere oder neuere Mitarbeitende hatten kaum die Chance, Verantwortung zu übernehmen oder ernst genommen zu werden – selbst wenn sie nachweislich kompetent waren. Die Führung machte sich meist kein eigenes Bild der tatsächlichen Fähigkeiten, sondern stützte sich auf pauschale Annahmen oder persönliche Nähe. Potenziale blieben dadurch ungenutzt. Dieser einseitige Fokus auf Lebensalter führte nicht nur zu Frust im Team, sondern auch zur Schwächung der Gesamtleistung, weil Kompetenzen bewusst übersehen oder ignoriert wurden – unabhängig vom tatsächlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten war insgesamt enttäuschend und demotivierend. Wertschätzung für Engagement, Erfahrung oder Eigeninitiative fehlte völlig. Entscheidungen wurden meist im Alleingang getroffen, ohne Einbindung der betroffenen Mitarbeiter. Besonders negativ fiel der Platzmeister auf, dessen Verhalten von Respektlosigkeit, Ungleichbehandlung, Intrigen und offener Spaltung geprägt war. Statt Teams zu stärken, wurden sie bewusst gegeneinander ausgespielt. Das führte zu einem massiven Vertrauensverlust unter Kollegen. Fachliche Qualifikation oder soziale Kompetenz spielten in Führungsentscheidungen kaum eine Rolle – oft wurde nach Sympathie oder Lebenserfahrung (nicht nach Potenzial oder Fachwissen) entschieden. Konstruktive Kritik oder Vorschläge wurden entweder ignoriert oder als Angriff gewertet. Auch langjährige Loyalität, geringe Fehlzeiten und hohe Motivation wurden nicht anerkannt. Gespräche fanden selten statt – man wurde meist vor vollendete Tatsachen gestellt. Insgesamt war das Führungsverhalten distanziert, kontrollierend und geprägt von Machtspielchen statt echter Führung auf Augenhöhe.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt belastend und wenig strukturiert. Dauerhafter Personalmangel führte zu ständiger Überlastung und enormem körperlichem Einsatz, selbst bei anspruchsvollen Aufgaben. Geräte, Werkzeuge und Arbeitsmittel waren oft veraltet, defekt oder unzureichend vorhanden. Viele Abläufe wirkten planlos – es fehlten klare Zuständigkeiten, feste Strukturen und sinnvolle Organisation. Verbesserungsvorschläge wurden nur selten ernst genommen oder konsequent umgesetzt. Die Arbeitsumgebung war durch Kontrolle und Misstrauen geprägt, statt durch Vertrauen und Motivation. Ergonomische Standards oder moderne Arbeitsgestaltung spielten kaum eine Rolle. Positiv hervorzuheben ist jedoch die Arbeit der für Arbeitssicherheit zuständigen Person: Sie kümmerte sich gewissenhaft, engagiert und verantwortungsbewusst um Sicherheitsthemen und steht bei dieser Kritik klar außen vor. Dennoch blieb der Alltag oft chaotisch, unübersichtlich und unnötig belastend – nicht zuletzt durch mangelnde Abstimmung zwischen Abteilungen.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen war eines der größten Defizite und Hauptursache vieler Frustrationen, Missverständnisse und Konflikte. Wichtige Informationen kamen oft gar nicht oder viel zu spät an. Entscheidungen wurden ohne Einbindung getroffen – Betroffene erfuhren meist zuletzt davon. Zwar gab es punktuelle Maßnahmen wie Meetings oder Aushänge, doch diese wirkten oberflächlich, einseitig und ohne echtes Interesse am Dialog. Kritik oder Nachfragen wurden häufig ignoriert oder direkt abgeblockt. Besonders frustrierend war das offensichtliche Misstrauen der Führung gegenüber dem Lagerpersonal. Man hielt sie offenbar für unfähig, Zusammenhänge zu verstehen, und behandelte sie entsprechend herablassend. Statt Erklärungen gab es Anweisungen – ein Stil, der nicht unbemerkt blieb. Das Gefühl, nicht ernst genommen oder respektiert zu werden, führte dazu, dass viele sich zurückzogen. So entstand ein Klima des Schweigens – aus Frust, Angst oder Resignation. Kommunikation fand zwar statt, diente aber kaum dem Austausch, sondern vor allem der Kontrolle. Informationen wurden gezielt dosiert. Vertrauen wurde nicht aufgebaut, sondern systematisch zerstört.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung war im Unternehmen offiziell vorhanden, in der täglichen Praxis jedoch kaum spürbar. Entscheidungen wirkten oft subjektiv – sie basierten weniger auf Leistung, Qualifikation oder Engagement, sondern vielmehr auf Sympathie, Nähe zur Führung oder der eigenen Lebenserfahrung. Mitarbeitende mit Eigeninitiative, neuen Ideen oder Verbesserungsvorschlägen wurden häufig ignoriert oder sogar kritisch betrachtet, während andere ohne erkennbare Leistung bevorzugt behandelt wurden. Besonders kritisch war der Umgang mit Informationen: Entscheidungen wurden fast ausschließlich auf Grundlage von Hörensagen getroffen. Es wurde sich kein eigenes Bild gemacht, keine zweite Meinung eingeholt und keine neutrale Prüfung angestrebt – stattdessen wurde einseitigen Aussagen sofort geglaubt, was zu ungerechter Behandlung führte. Objektive Beurteilungen fehlten ebenso wie transparente Kriterien. Wer nicht ins persönliche Bild passte, hatte oft keine Chance, gehört oder fair behandelt zu werden. Das Vertrauen in ein gerechtes Miteinander war dadurch stark gestört.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben im Lager waren grundsätzlich nicht klar strukturiert und auf Dauer wenig abwechslungsreich. Es handelte sich meist um standardisierte, körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten, die kaum geistige Herausforderung boten. Wer Verantwortung übernehmen oder Prozesse aktiv mitgestalten wollte, stieß schnell an Grenzen. Es fehlte an echter Förderung individueller Stärken – Engagement, Ideen oder Eigeninitiative wurden weder eingefordert noch geschätzt. Dabei gab es durchaus Potenzial, Arbeitsabläufe zu optimieren oder Aufgaben sinnvoll zu erweitern. Auch die Entwicklung eigener Lösungen war in der Vergangenheit unter entsprechender Leitung möglich – wurde später aber bewusst unterbunden. Stattdessen galt oft: „Mach einfach, was dir gesagt wird.“ Fachlich interessante Themen wie Prozessverbesserung, Digitalisierung oder Qualitätssicherung wurden nicht ans Team herangetragen. Insgesamt war die Arbeit monoton, wenig entwicklungsfähig und bot langfristig kaum persönliche Entfaltungsmöglichkeiten.

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Arbeitgeber-Kommentar

People & Organization
People & Organization

Lieber Feedbackgeber, liebe Feedbackgeberin,

vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen so ausführlich und differenziert mit uns zu teilen. Wir schätzen es sehr, dass Sie sowohl die positiven Aspekte als auch die Kritikpunkte offen ansprechen. Ihre Rückmeldung ist uns wichtig, da sie uns hilft, uns weiterzuentwickeln.

Wir freuen uns, dass Sie einige positive Punkte hervorgehoben haben, wie die geregelte Frühschicht, den Kollegenzusammenhalt in Ihrem Kernteam sowie die engagierte Arbeit im Bereich der Arbeitssicherheit. Diese Aspekte sind für uns wichtige Bausteine, und wir sind dankbar, dass Sie diese positiv wahrgenommen haben. Gleichzeitig bedauern wir, dass Sie negative Erfahrungen gemacht haben.

Eine respektvolle Führungskultur und die Einhaltung unserer Führungsprinzipien sind für uns von zentraler Bedeutung. Um dies zu fördern, bieten wir unseren Führungskräften regelmäßige Schulungen an. Zudem wurde in der Vergangenheit bereits viel unternommen, um die Kommunikation zu verbessern, wie beispielsweise die Einführung der monatlichen Betriebsversammlungen zeigt. Kommunikation und Transparenz sind für uns essenziell, und wir setzen uns kontinuierlich dafür ein, diese weiter zu stärken. Ihre Rückmeldung bestärkt uns darin, diesen Weg fortzusetzen und weiter auszubauen.

In Bezug auf die Arbeitsbedingungen möchten wir betonen, dass es für uns oberste Priorität hat, unseren Mitarbeitenden eine sichere und angemessene Arbeitsumgebung zu bieten. Die für Arbeitssicherheit zuständige Person leistet hier, wie Sie selbst hervorheben, hervorragende Arbeit. Dennoch nehmen wir Ihre Kritik ernst und werden prüfen, wie wir uns in diesem Bereich weiter verbessern können.

Wir möchten Sie ermutigen, unser anonymes Hinweisgebersystem zu nutzen, um uns weitere Details zu Ihren Erfahrungen mitzuteilen: https://cronimet.whistleblowernetwork.net/. Dies ermöglicht es uns, gezielt an den von Ihnen angesprochenen Themen zu arbeiten.

Vielen Dank nochmals für Ihre Offenheit. Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr People & Organization-Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.