Vom Aufschwung zur Krise in kurzer Zeit
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gutes Image, pünktliche Zahlung, abwechslungsreiche Tätigkeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die aktuelle Leitung der Niederlassung scheint nicht zu erkennen, dass sich die Situation zunehmend verschlechtert. Es wird ein Klima der Unsicherheit geschaffen, obwohl objektiv betrachtet keine akute Krise vorliegt. Die Herausforderungen nach der Übernahme der Niederlassung waren bekannt doch statt einer positiven Entwicklung ist eine deutliche Verschärfung spürbar.
Die Art der Führung wirkt zunehmend unpassend für die Anforderungen vor Ort. Entscheidungen und Kommunikation lassen wenig Raum für Teamgeist oder konstruktive Zusammenarbeit. Persönliche Eitelkeit scheint dabei leider eine größere Rolle zu spielen als das gemeinsame Ziel, die Niederlassung erfolgreich zu führen.
Verbesserungsvorschläge
Die aktuelle Führung der Niederlassung scheint stark auf Zahlen fokussiert zu sein dabei wird übersehen, dass hinter diesen Zahlen Menschen stehen, die sie tagtäglich erarbeiten. Ein Gratis-Eis oder eine verpflichtende Grillparty, die ohnehin in jeder Niederlassung stattfinden muss, reichen nicht aus, um echte Wertschätzung zu zeigen oder Motivation zu fördern.
Ehrlich gesagt ist fraglich, ob sich die Situation in ihrer jetzigen Form noch retten lässt. Doch es gäbe einen Weg zurück: Wenn wir wieder echte Begegnungen schaffen etwa bei Weihnachtsfeiern oder Sommerfesten, die nicht nur organisiert, sondern auch gelebt werden kann der Zusammenhalt wachsen. Und mit Zusammenhalt kommt auch wieder Bewegung in die richtige Richtung.
Zudem sollte dringend darauf verzichtet werden, engagierte und ehrliche Mitarbeitende durch intransparente Kommunikation oder unangemessene Vergütung zu enttäuschen. Eine faire und wertschätzende Behandlung ist essenziell, um Vertrauen und langfristige Motivation im Team zu fördern.
Arbeitsatmosphäre
Von einem familiären Team, in dem ich immer gerne gearbeitet habe, ist nichts mehr übrig. Die Stimmung in der Niederlassung ist mittlerweile komplett im Keller.
Image
Dachser genießt branchenweit ein hervorragendes Image, und viele Mitarbeitende sind stolz, Teil des Unternehmens zu sein insbesondere im Austausch mit anderen Niederlassungen. In Alsdorf hat sich dieser Stolz jedoch merklich gewandelt. Die aktuelle Niederlassungsleitung agiert stark zahlenorientiert und scheint den menschlichen Aspekt hinter den Kennzahlen zu vernachlässigen.
Work-Life-Balance
Die 10 Homeoffice-Tage pro gemäß Dachser-Vereinbarung sind grundsätzlich ein gutes Angebot. Allerdings haben viele Mitarbeitende aufgrund der aktuellen Unzufriedenheit begonnen, ihre eigenen Grenzen zu ziehen. Ab 16:30 ist daher in der Regel niemand mehr erreichbar, da Überstunden kaum noch geleistet werden.
Gehalt/Benefits
Dachser zahlt nach Tarif und stets pünktlich. Zusätzlich erhalten Mitarbeitende Weihnachtsgeld, einen Qualitätsbonus sowie eine betriebliche Altersvorsorge in Höhe von 365 € jährlich. In der Niederlassung Alsdorf werden Essensmarken für die Kantine ausgegeben. Es besteht die Möglichkeit zur jährlichen Grippeschutzimpfung sowie zur G37-Untersuchung. Laut aktueller Mitteilung des CEOs sind ab 2026 neue Benefits geplant.
Leider zeigt sich bei der Eingruppierung und übertariflichen Zulage eine wenig transparente Praxis: Bei Tariferhöhungen wird die Zulage regelmäßig reduziert, und zuvor getätigte Zusagen werden nicht eingehalten. Dies führt zu wachsendem Unmut unter den Mitarbeitenden, die sich zunehmend über Unterschiede in der Behandlung und Wertschätzung austauschen.
Zahlreiche freiwillige Leistungen wie Massagen, Obstkörbe, Gesundheitstage oder Betriebsfeste wurden ersatzlos gestrichen.
Kollegenzusammenhalt
Früher war der Zusammenhalt groß, man hat sich gegenseitig geholfen und abteilungsübergreifend zusammengearbeitet. Heute ist davon leider nichts mehr übrig. Arbeit wird eher weitergereicht als gemeinsam gelöst. Durch fehlende Wertschätzung und Motivation machen die meisten nur noch das Nötigste und ziehen sich zurück.
Meines erachtens nach, hat die Spartentrennung auch alles nur noch schlimmer gemacht.
Umgang mit älteren Kollegen
Ein gravierendes Problem ist der Umgang mit langjährigen Mitarbeitenden. Viele Kolleg:innen, die dem Unternehmen seit über 20 Jahren treu sind, fühlen sich nicht mehr wertgeschätzt und fragen sich, warum sie sich weiterhin engagieren sollen.
Neue Mitarbeitende werden teilweise mit deutlich höheren Gehältern eingestellt, was zwar in der Branche üblich ist, jedoch verschärft die fehlende Anerkennung für die langjährigen Mitarbeitenden diese Ungleichheit noch zusätzlich.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der direkten Vorgesetzten ist nachvollziehbar, da ihr Handlungsspielraum durch die Niederlassungsleitung stark begrenzt wird. Jede Entscheidung, egal wie klein, muss von der Niederlassungsleitung freigegeben werden, was den Ablauf stark verlangsamt. Gespräche zwischen Abteilungs- und Gruppenleitern finden zwar regelmäßig statt, führen aber leider nur selten zu konkreten Ergebnissen häufig bleiben Themen nach dem Verweis auf die Niederlassungsleitung einfach liegen.
Arbeitsbedingungen
Moderne IT- und Telefonanlagen, gutes Mobiliar sowie saubere, sanierte Küchen und Toiletten.
Kommunikation
Es fehlt an klarer und transparenter Kommunikation von oben, wodurch unnötige Unruhe und Missverständnisse entstehen.
Gleichberechtigung
Elternzeit und Mutterschutz werden in der Niederlassung sehr gut unterstützt. Auch die Wiedereingliederung nach der Rückkehr verläuft strukturiert und reibungslos. Zudem ist die Frauenquote in der Niederlassung erfreulich hoch.
Interessante Aufgaben
Die Spedition ist ein sehr vielseitiges und dynamisches Arbeitsfeld. Durch die unterschiedlichen Bereiche wie Verkauf, Disposition, Service und Lager ist die Arbeit abwechslungsreich und kein Tag gleicht dem anderen.