Hier arbeitet man für die Menschen, nicht fürs Geld
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die generelle positive Atmosphäre, die sich durch die ganze Firma zieht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kollegen mit nur wenig Erfahrung werden häufig ins kalte Wasser geschmissen. Man bekommt bei Problemen zwar Hilfe, es ist aber eher "Lernen am lebenden Objekt".
Verbesserungsvorschläge
Den Abteilungen außerhalb von Kundenprojekten (Verwaltung, interne IT, HR usw.) mehr Wertschätzung zukommen lassen. Die Leute machen ihre Jobs super, werden aber kaum dafür gewürdigt.
Arbeitsatmosphäre
Hervorragend. Man ist vom ersten Tag an mit allen per Du, egal ob Werkstudent oder CEO.
Es wird großer Wert darauf gelegt, die Werte der Firma wirklich zu leben. Dazu gehören eine "Open Door Policy" durch alle hierarchischen Ebenen, ein geduldiger Umgang mit Berufs- oder Quereinsteigern, eine sehr gesunde Fehlerkultur und eine konstruktive Feedbackkultur.
Durch die Kooperation mit "Great Place to Work" wird mit jährlichen Umfragen regelmäßig das Stimmungsbild der Mitarbeiter eingeholt und ausgewertet, um das Arbeitsklima weiter zu verbessern.
Einziger Wermutstropfen ist, dass seit Corona die meisten Kollegen dauerhaft von Zuhause aus arbeiten und man dadurch deutlich distanzierter zu den Kollegen ist, mit denen man nicht im gleichen Projekt arbeitet. Um dies auszugleichen, gab es einige Zeit lang monatliche Vor-Ort-Events, die die Mitarbeiter zumindest für einen Tag ins Büro locken sollten. Diese fanden nun aber leider schon länger nicht mehr statt.
Kommunikation
Die Kommunikation der Führungsetage mit den Mitarbeitern hat sich nach regelmäßiger Kritik über die letzten Jahre merklich verbessert. So gibt es mittlerweile einmal im Quartal eine Mitarbeiterversammlung, wo die nächsten strategischen Schritte besprochen werden. Ergänzt werden diese durch regelmäßige Update-Termine für die Dataciders-Gruppe. Wenn weitreichende Entscheidungen gefällt wurden, wird darüber auch außerhalb von diesen Terminen frühzeitig und proaktiv informiert. Zusätzlich wird zu den meisten Infoterminen eine "Ask Me Anything"-Seite bereitgestellt, auf der Mitarbeiter ihre Fragen vorab stellen können, welche dann im Termin von der Geschäftsführung beantwortet werden.
Bei der Kommunikation der einzelnen Abteilungen untereinander und bei nicht routinemäßigen Einzelfallentscheidungen gibt es allerdings weiterhin Verbesserungsbedarf. Hier entsteht immer wieder Verwirrung oder sogar Frust, weil sich nicht genug ausgetauscht wird.
Kollegenzusammenhalt
Durch alle Abteilungen hinweg wird man freundschaftlich behandelt. Man kann auch Kollegen außerhalb des eigenen Projekts jederzeit um Hilfe fragen.
Work-Life-Balance
Top. Man kann sich seine Arbeitszeiten frei einteilen (solange es das Projekt nicht behindert) und es ist kein Problem, wenn man mal mitten am Tag zu einem wichtigen Termin muss.
Überstunden sollen offiziell vermieden werden. Wenn aber doch mal welche anfallen, kann man sie durch Freizeit wieder ausgleichen.
Homeoffice ist flexibel bis zu 100% möglich (was 90% der Belegschaft auch nutzen).
Man kann auch seine Stunden reduzieren, um kürzere oder weniger Arbeitstage zu haben, bekommt dann aber auch entsprechend weniger Gehalt.
Darüber hinaus sind bis zu 30 Tage Workation im Jahr möglich.
Vorgesetztenverhalten
Führungspersonen haben traditionell einen vollen Terminkalender und können daher je nach Person etwas schwer greifbar sein. Wenn man ein Anliegen hat, wird sich aber die nötige Zeit genommen.
Generell kann man jederzeit mit seinem Vorgesetzten oder auch den CEOs sprechen, wenn es betriebliche oder private Probleme gibt, die dann auch ernst genommen werden.
Interessante Aufgaben
Kommt stark auf das Projekt an, in dem man arbeitet. Es ist ein Dienstleister, also kann man sich nicht immer sein Wunschprojekt aussuchen.
Man kann aber jederzeit ansprechen, wenn man etwas überhaupt nicht machen möchte, dann wird (sofern es die Projektlage zulässt) geschaut, ob es nicht doch Alternativen gibt.
Im Arbeitsalltag wird viel mit den immergleichen Tools gearbeitet.
Gleichberechtigung
Nichts zu beanstanden. Hier wird jeder unabhängig von Geschlecht, Nationalität oder Alter gleich behandelt.
Umgang mit älteren Kollegen
Mitarbeiter höheren Alters werden wie jeder andere auch behandelt.
Manche Personen, die schon seit Anbeginn der Firmengeschichte hier arbeiten, haben eine gewisse Sonderstellung. Diese wird aber glücklicherweise von den allermeisten nicht ausgelebt.
Arbeitsbedingungen
Die Büros sind gut ausgestattet und seitdem der Großteil der Mitarbeiter von Zuhause arbeitet, gibt es auch mehr als genug Platz für alle, die auch mal vor Ort arbeiten.
Man arbeitet mit moderner Hardware, hat die Wahl zwischen Windows und Mac und kann sich eine persönliche Maus und Tastatur aussuchen und bestellen lassen.
Wenn man hauptsächlich im Homeoffice arbeitet, darf man den bereitgestellten Widescreen-Monitor mit nach Hause nehmen und kann sich sogar einen ergonomischen Stuhl und höhenverstellbaren Schreibtisch nach Hause liefern lassen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusstsein ist kaum präsent, soziales Engagement dafür umso mehr. Es gibt zu Weihnachten eine jährliche Spendenaktion für Kinder und auch Teamevents werden hin und wieder für soziale Aktionen genutzt.
Gehalt/Benefits
Gehälter sind bestenfalls durchschnittlich. Beteiligung am Unternehmenserfolg, anderweitige Bonuszahlungen sowie Weihnachts- oder Urlaubsgeld gibt es nicht.
Generell ist man (auch unabhängig von der Wirtschaftslage) beim Auszahlen von Geld an Mitarbeiter extrem zögerlich, während für alles andere gefühlt immer Budget da ist. So gab es z.B. effektiv keine Inflationsausgleichszahlung. Auch wenn nach außen gesagt wird, dass wirtschaftlich schwache Mitarbeiter unterstützt wurden, waren dies nur Auszubildende und Werksstudenten (und selbst diese bekamen lediglich 1/3 des Maximalbetrages). Die Vielzahl an Mitarbeitern, die den Laden am Laufen halten, gingen komplett leer aus. Eine Firmenreise mit fast 200 Peronen nach Mallorca im selben Jahr war aber drin, was sehr komisch gewirkt hat. Insgesamt hat das alles für einige Verbitterung unter den Mitarbeitern gesorgt.
An Zusatzleistungen gibt es Bezuschussungen für das Deutschlandticket und Jobrad sowie Corporate Benefits.
Es besteht außerdem eine Kooperation mit einem externen Anbieter, über den Ferienbetreuung für Kinder und kostenlose Beratung zu Familienthemen angeboten wird. Dieser Service wird von den Eltern in der Firma sehr gelobt.
Image
Außerhalb der Branche kennt man die Firma nicht wirklich. Innerhalb davon ist das Image aber hervorragend.
Nach innen ist das Ansehen der Firma durch die vielen Freiheiten und generelle Atmosphäre ebenfalls ziemlich hoch. Auch die alle paar Jahre stattfindenden Firmenreisen (z.B. nach Mallorca, Kreta oder Cannes) sind sehr beliebt.
Wenn man allerdings einzeln mit den Leuten spricht, kommen regelmäßig die gleichen (in anderen Punkten angesprochenen) Unzufriedenheiten zum Vorschein, die durch die eingeführten Ask Me Anythings mittlerweile auch vermehrt offen angesprochen werden.
Karriere/Weiterbildung
Fortbildung läuft hauptsächlich über Udemy oder Kurse der verpartnerten Plattformanbieter. Hier wird stark darauf geachtet, dass Fortbildungsthemen nahen Bezug zu akutellen oder potenziell bevorstehenden Projekten haben. Bei schlechter Projektlage wird Fortbildung auch gerne mal als Beschäftigungstherapie genutzt.
Karriere zu machen ist durch flache Hierarchien eher schwierig. Alternativ wird die Möglichkeit geboten, sich zu einem fachlichen Experten für ein spezifisches Themengebiet zu entwickeln.


