Hoher Druck, monotone Aufgaben und fehlende Struktur im Arbeitsalltag
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist, dass die Einstiegshürde vergleichsweise niedrig ist und auch Quereinsteigern die Möglichkeit gegeben wird, in die IT einzusteigen. Dadurch erhalten auch Bewerber ohne umfangreiche Vorerfahrung eine echte Chance.
Zudem sind die angebotenen Benefits insgesamt im oberen Bereich und stellen einen klaren Pluspunkt dar.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ fällt vor allem auf, dass es an klaren Strukturen fehlt. Sowohl die Einarbeitung als auch viele Abläufe im Alltag wirken wenig organisiert, was den Einstieg und die tägliche Arbeit unnötig erschwert.
Die Aufgaben werden zudem schnell sehr monoton und sind stark durch Druck geprägt, insbesondere durch das gleichzeitige Bearbeiten von Anrufen und Tickets.
Auch die interne Kommunikation funktioniert nicht immer zuverlässig, wodurch wichtige Informationen verloren gehen oder zu spät ankommen. Zusätzlich entsteht der Eindruck, dass die Arbeitslast nicht immer gleichmäßig verteilt ist.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Vergütung, die aus meiner Sicht unter dem Marktniveau liegt. Gehaltsanpassungen müssen aktiv eingefordert werden, dauern lange und fallen meist eher gering aus.
Verbesserungsvorschläge
Eine klare und strukturierte Einarbeitung ist notwendig, um einen vernünftigen Einstieg in die Tätigkeit zu ermöglichen.
Arbeitsprozesse sollten besser organisiert werden, da die aktuelle Kombination aus hohem Anrufaufkommen und gleichzeitiger Ticketbearbeitung zu unnötigem Druck führt.
Zudem wäre eine offenere und verlässlichere Kommunikation wichtig, da Informationen aktuell häufig untergehen.
Eine fairere Verteilung der Arbeitslast sowie ein bewussterer Umgang mit Leistungsdruck könnten die Arbeitsatmosphäre deutlich verbessern.
Auch Gehalt und Weiterbildungsmöglichkeiten sollten überarbeitet werden, um langfristig Mitarbeiter zu halten.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt eher negativ geprägt. Eine strukturierte Einarbeitung war nicht erkennbar – stattdessen wirkte der Einstieg chaotisch und ohne klare Linie, sodass man sich vieles selbst erschließen musste. Auch im weiteren Verlauf lag der Fokus stark auf dem reinen Abarbeiten von Aufgaben, wodurch kaum Teamgefühl entstand. Zusätzlich war das Büro häufig laut und unruhig, was konzentriertes Arbeiten erschwert hat. Insgesamt fehlte eine klare Struktur und eine ruhige Umgebung für produktives Arbeiten.
Kommunikation
Die Kommunikation war insgesamt unzureichend. Wichtige Informationen wurden nicht klar weitergegeben und sind im Arbeitsalltag häufig untergegangen. Dadurch kam es regelmäßig zu Missverständnissen und zusätzlichem Abstimmungsaufwand.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war insgesamt in Ordnung. Durch die Arbeitsbedingungen entstand jedoch eher das Gefühl, gemeinsam die Situation zu bewältigen, als ein echtes Teamgefühl. Man hat sich unterstützt, war dabei aber oft eher Leidensgenosse als Teil eines eingespielten Teams.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war insgesamt in Ordnung. Homeoffice wurde meist ohne Probleme genehmigt, und für persönliche Anliegen wurde Verständnis gezeigt. Dadurch ließ sich der Arbeitsalltag grundsätzlich gut mit privaten Verpflichtungen vereinbaren.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war insgesamt unzureichend. Teilweise fehlte das Verständnis für die tatsächlichen Anforderungen im Arbeitsalltag, wodurch Entscheidungen nicht immer praxisnah wirkten. Zudem entstand der Eindruck von Überforderung oder mangelndem Interesse an den Anliegen der Mitarbeiter. In einigen Situationen wirkte das Verhalten zudem voreingenommen und nicht immer objektiv.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind anfangs interessant, verlieren jedoch schnell an Reiz. Durch die stark wiederkehrenden Tätigkeiten entsteht nach kurzer Zeit eine deutliche Eintönigkeit. Abwechslung oder neue Herausforderungen sind im Arbeitsalltag nur begrenzt vorhanden.
Gleichberechtigung
Im Bereich Gleichberechtigung gab es keine offensichtlichen strukturellen Probleme. Allerdings entstand im Arbeitsalltag teilweise der Eindruck, dass nicht alle Mitarbeiter gleich behandelt wurden und es gewisse Unterschiede im Umgang gab.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Umgang mit älteren Kollegen konnte ich keine Unterschiede feststellen. Es wurde insgesamt ein respektvoller und gleichbleibender Umgang gepflegt.
Arbeitsbedingungen
Die Tätigkeit wird sehr schnell eintönig, da sich die gleichen Fehler und Aufgaben permanent wiederholen. Eine echte Abwechslung ist im Arbeitsalltag kaum gegeben.
Im Service Desk ist man zusätzlich einem konstant hohen Anrufaufkommen ausgesetzt, während gleichzeitig erwartet wird, Tickets parallel abzuarbeiten. Diese Kombination führt zu einem hohen Druck und erschwert strukturiertes Arbeiten.
Wenn Kollegen ausgefallen sind, wurde man oft einfach in andere Bereiche mit eingeplant, ohne dafür wirklich vorbereitet zu sein. Eine richtige Einarbeitung hat in solchen Fällen gefehlt, sodass man sich vieles selbst zusammenreimen musste. Das hat die Arbeit unnötig kompliziert gemacht und für Unsicherheit gesorgt. Insgesamt erinnerte die Arbeitsweise eher an ein Callcenter als an einen klassischen Service Desk.
Zusätzlich entstand der Eindruck, dass die Verteilung der Anrufe nicht immer ausgewogen war, was zu einer ungleichen Arbeitsbelastung führen konnte. Ein im Büro sichtbares Dashboard, auf dem Namen sowie aktuelle Tätigkeiten und Anrufzahlen der Mitarbeiter dargestellt wurden, verstärkte zudem den Leistungsdruck im Arbeitsalltag.
Wenn man in Rückstand geraten ist, wurde man darauf
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zum Umwelt- und Sozialbewusstsein kann ich wenig sagen, da es im Arbeitsalltag keine große Rolle gespielt hat.
Gehalt/Sozialleistungen
Das Gehalt liegt deutlich unter dem Marktdurchschnitt und wird den Anforderungen der Tätigkeit nicht gerecht. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass die Vergütung nicht fair ist, da vergleichbare Positionen am Markt besser bezahlt werden.
Gehaltsanpassungen erfolgen nicht automatisch, sondern müssen aktiv angefragt werden und ziehen sich oft über einen längeren Zeitraum. Wenn Anpassungen stattfinden, fallen diese eher gering aus.
Image
Das Image des Unternehmens wirkt insgesamt durchwachsen. Häufig entsteht der Eindruck, dass die Firma eher als Zwischenstation genutzt wird, bevor Mitarbeiter zu attraktiveren Positionen wechseln. Dies spricht aus meiner Sicht für eine begrenzte langfristige Mitarbeiterbindung.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten sind begrenzt und stehen nicht allen Mitarbeitern gleichermaßen zur Verfügung. Insbesondere in operativen Rollen werden nur selten gezielte Entwicklungsmaßnahmen angeboten.
Angebote finden, wenn überhaupt, nur unter bestimmten Voraussetzungen statt und sind stark vom Tagesgeschäft abhängig. Karriereschritte sind möglich, wirken jedoch wenig planbar und gehen nicht zwingend mit einer marktgerechten Vergütung einher.


