Hoher Druck, fehlende Sicherheit.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut sind die Sozialleistungen wie ZVK, BAV, Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Freie Zeiteinteilung, falls man es sich erlauben kann.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich arbeite seit Jahren bei der Debeka und empfinde die Situation als sehr belastend – besonders, weil ich Familie und Kinder habe. Der finanzielle Druck ist enorm, da das Fixgehalt sehr niedrig ist und es keinerlei Bestandsprovision gibt. Einkommen entsteht ausschließlich durch Abschlussprovisionen, was bedeutet, dass ich ständig neue Verträge abschließen muss, um überhaupt meine laufenden Kosten decken zu können. Für jemanden mit Familie ist das ein permanenter Stressfaktor, weil es keinerlei Planungssicherheit gibt.
Unterstützung in der Neukundengewinnung oder bei der Akquise bekomme ich so gut wie keine. Ich arbeite weitgehend auf mich allein gestellt und trage alle Risiken selbst. Zusätzlich muss ich meinen privaten Pkw und mein eigenes Handy dienstlich nutzen, und selbst das Debeka Büro bezahle ich aus eigener Tasche.
Die ständige Unsicherheit, der hohe Druck und die fehlende Unterstützung wirken sich zunehmend auf meine Motivation und mein Familienleben aus. Es fällt mir schwer, nach Feierabend abzuschalten oder genug Zeit und Energie für meine Kinder zu haben. Statt Wertschätzung oder Rückhalt erlebe ich vor allem Druck und Konkurrenzdenken.
Insgesamt fühlt sich die Arbeit weniger wie eine feste Anstellung an, sondern wie ein riskantes Provisionsgeschäft, das auf Dauer kaum mit einem stabilen Familienleben vereinbar ist.
Verbesserungsvorschläge
Komplett neue Gehaltsstruktur, die erhoffte Wende durch den neuen Arbeitsvertrag hat sehr viele Mitarbeiter enttäuscht und es wird wohl weiterhin so bleiben, dass viele das Unternehmen verlassen. Hört endlich auch so einen Druck auf die Mitarbeiter auszuüben. In einer Familie mit Kindern ist diese Struktur einfach nur schrecklich. Jeden Monat stellt man sich die Frage, ob es wohl reichen wird, um die Kinder zu versorgen. Schließlich gibt es ja auch genügend stellen, die dem Unternehmen faktisch keine Geld einbringen und gut bezahlt sind ;). Die größte Einnahmequelle ist und bleibt der Außendienst und das sollte endlich begriffen werden.
Arbeitsatmosphäre
die Atmosphäre ist stark abhängig vom eigenen Team und Geschäftsstelle
Work-Life-Balance
Hier ist man komplett selbst verantwortlich. Man darf/muss die Waagschale zwischen Arbeit und Privatleben selbst finden.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt die eine oder andere Stelle, die man nach der klassischen Außendiensttätigkeit machen kann.
Kollegenzusammenhalt
Wer schreibt der bleibt. Da es keine Regelung gibt oder diese nicht befolgt werden schaut am Ende des Tages jeder nur auf sich. Von daher ist der Zusammenhalt eher weniger der fall.
Vorgesetztenverhalten
Dies kann man auch nicht verallgemeinern von daher ist dies auch immer sehr subjektiv.
Arbeitsbedingungen
Zumindest ein neuer Laptop hat es dieses Jahr gegeben. Ansonsten ist das Programm 25 Jahre alt, Servicebüro muss man selbst zahlen. Privates Handy und privates Auto muss man benutzen.
Gehalt/Benefits
Die Struktur was das Gehalt angeht ist äußerst unterirdisch. Abgesehen von Urlaubs- und Weihnachtsgeld und den Ausgleichzahlungen hat man ja doch ein Fixgehalt von knapp 500€. Alles weitere muss durch Provisionen verdient werden. Hier entsteht ein hoher Druck, weil man damit sicherlich keine Familie ernähren kann. Falls man zu wenig erwirtschaftet zahlt die Debeka einen Provisionszuschuss, so dass man auch bei schlechter Produktion knapp 2400€ Brutto bekommt. Allerdings ist dies nicht mehr als ein Kredit, der im nächsten Monat ins minus gebucht wird.
Interessante Aufgaben
Das einzige Abwechslungsreiche sind die Kunden, allerdings hat man seinen Kundenstamm schnell durchberaten. Wenn man nicht wie gewünscht, ständig neue Kunden akquiriert, kann es schnell langweilig werden.


