Die Debeka kann man nur noch mit Humor nehmen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wenn man im Auffüller ist, kann man einen entspannten Tag haben.
Home-Office war nicht schlecht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Im Marktvergleich muss eine überdurchschnittliche Produktion erfüllt werden um von der Debeka gesteckte Ziele zu erreichen.
Dauerhafte Missgunst von den Kollegen und Misstrauen von den Vorgesetzten.
Verbesserungsvorschläge
Gehaltsanpassung an Leistung, Führungskräfte dürfen sich nicht alles erlauben.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war von dauerhafter Überwachung geprägt. Regelmäßig wurde man grundlos rund gemacht, beleidigt und vorgeführt.
Image
Viele Kunden sind sehr unzufrieden über Ablehnungen und lange Bearbeitungszeiten.
Work-Life-Balance
Man kann und schafft es schon, während den Terminen mal was privates zu erledigen, was man nicht verschieben kann, allerdings habe ich in den letzten beiden Jahren schon morgens at Home beim Kaffee um sieben Uhr begonnen zu arbeiten, um die Flut an Emails abzuarbeiten und hatte selten vor 19 Uhr Feierabend. Ganz schlaue Vorgesetzte haben teils noch um 21 Uhr angerufen oder um 22 Uhr dienstliche WhatsApps geschrieben. Heute würde ich dagegen dienstrechtlich vorgehen.
Auch als Vertriebler muss man zum Urlaub/Weihnachten/Samstags und Sonntags erreichbar sein und auch zu den Kunden rausfahren. Ich kann mich an keinen Urlaub erinnern, in dem ich nicht mindestens einmal (manchmal hatte man auch 7 Termine in einer Urlaubswoche) trotzdem zum Kunden gefahren bin.
Karriere/Weiterbildung
Günstlinge kommen weiter.
Weiß nicht ob ein Mensch, der intelligent ist, sich bei der Debeka weiterbilden lassen oder Karriere machen will.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist halt echt schlecht. Die Sozialleistungen kann man mitnehmen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Privat fahre ich Fahrrad.
Kollegenzusammenhalt
Das möchte ich nicht ganz abtun, da es den einen oder anderen Kollegen gab, der korrekt war.
Ich möchte zu bedenken geben, dass man nicht bei der Debeka Anfängt weil man ein Einser Abi hat.
Umgang mit älteren Kollegen
Das war richtig schlimm. Selbst langjährige Mitarbeiter die noch zum 25. Dienstjahr gerühmt wurden, sprechen heute kein gutes Wort mehr über die Firma.
Vorgesetztenverhalten
Teilweise ein schwieriges Thema, da es einige gibt, die mit guten Tatendrang dabei sind. Dennoch ist eine Vielzahl sehr hinterhältig und eigennützig. Heute best Buddy und morgen gehen sie über Leichen. Unzählige Mitarbeiter wurden bei uns vergrault, weil ein OL oder GL unsauber gearbeitet hat und das dem Mitarbeiter in die Schuhe gesteckt wurde.
Oftmals wussten die Mitarbeiter garnicht was sie falsch gemacht haben und wurden abgesägt, selbst bei guter Leistung. Hier hat die Debeka viele gute Leute verloren.
Wie sagt man so schön 'wenn es einem selbst betrifft, erfährt man es bei der Debeka immer als letztes'
Arbeitsbedingungen
Bei der Ausrüstung möchte ich jetzt nicht schimpfen, die ist ausreichend gut. Besser geht natürlich immer doch für den Arbeitsalltag und wenn man zügig arbeitet klappt es auch. Auch wenn sich hier viele über das 25 Jahre alte Programm 'Easy2000' aufregen, empfinde ich das heute noch als sehr gut um schnell und zügig Angebote zu erstellen und Verträge aufzunehmen.
Unglaublich störend war die persönliche finanzielle Beteiligung. Alleine die Fahrrerrei, ein halbwegs vernünftiger Außendienstmitarbeiter MUSS mindestens 10000 - 15000 KM im Jahr fahren, das natürlich mit dem eigenen PKW (Ich musste jedes Jahr 3500 Euro vom Netto für Benzin ausgeben(freut euch schonmal auf die Steuererklärung)).
Dazu kommt noch die Büromiete, Geschenke für Kunden, Werbegeschenke, Falschparken, durchschnorrende Vorgesetzte, usw.
Fazit und das wird euch jeder bestätigen, seid ihr einfach bei 250 - 400 Euro von eurem Privatem Geld dabei um die Außendienstkosten zu decken.
Kommunikation
Die Kommunikation war definitiv unzureichend. Es wurde nur die Hälfte weitergetragen und so beschönigt, dass man damit nichts anfangen konnte. Einige Anfragen verliefen im Sande oder es gab gar keine Rückmeldung. Verlassen konnte man sich hier auf niemanden.
Die einzige konstante Kommunikation waren die Vertriebszahlen.
Gleichberechtigung
Wenn ein Günstling bei der Debeka angefangen hat, war es mehr als offensichtlich, dass der wesentlich bessere und erheblich mehr Kundenstämme hatte, sowie Verträge zugespielt bekommen hat, als andere.
Interessante Aufgaben
So semi, am Ende des Tages sind es immer die gleichen Produkte, die gleichen Fragen von den Kunden und die gleichen Phrasen der Vorgesetzten. Irgendwann wird's Langweilig. Aber man kommt viel rum und wenn man den Kunden als Menschen sieht und aufrichtige Interesse zeigt, lernt man auch andere Lebensweisen kennen.
Anstrengend wurde es nur wenn die Leute einem nicht mehr gehen lassen wollten und Stunden lang erzählten. Aber das lernt man auch schnell, das Gespräch nach Vertragsaufnahme zu beenden.



