Engagement am Limit
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr guter Kollegenzusammenhalt: Im Innendienst herrscht ein freundschaftliches und unterstützendes Miteinander – fast wie ein Dreamteam.
Respektvoller Umgang: Besonders der Umgang mit älteren Kollegen ist durchweg positiv und wertschätzend.
Gute Arbeitsbedingungen: Ausstattung und Rahmenbedingungen sind insgesamt gut bis sehr gut.
Sozialbewusstsein: Entscheidungen werden oft im Sinne der Menschen und Mitglieder getroffen.
Grundsätzlich gutes Image: Das Unternehmen wirkt seriös und vertrauenswürdig.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu hohe Arbeitsbelastung: Durch Aufgabenverlagerungen aus der Hauptverwaltung und Fusionen umliegender Geschäftsstellen steigt die Arbeit stark an.
Keine angemessene Vergütung: Die Mehrarbeit wird finanziell nicht ausreichend honoriert, was auch die Stimmung beeinträchtigt.
Schwache Kommunikation: Änderungen werden häufig erst bei Einführung kommuniziert, statt im Vorfeld erklärt.
Homeoffice kaum möglich: Durch die Mehrarbeit ist Homeoffice aktuell nicht mehr tragbar, obwohl es früher die Work-Life-Balance verbessert hat.
Ungleichbehandlung: Homeoffice-Regelungen wirken nicht einheitlich und es entsteht der Eindruck von fehlender Gleichberechtigung.
Karrierechancen begrenzt: Im Innendienst sind Aufstiegsmöglichkeiten meist nur bis Tarifgruppe 5 möglich, obwohl die Arbeitsleistung oft höher liegt.
Wertschätzung fehlt: Besonders bei der Mehrarbeit wird Wertschätzung und Anerkennung teilweise vermisst, auch in Seminaren/Besprechungen.
Verbesserungsvorschläge
1. Kommunikation verbessern
Änderungen sollten frühzeitig und transparent erklärt werden – idealerweise bereits vor der Umsetzung. Wichtige Entscheidungen und Hintergründe sollten verständlich kommuniziert werden, damit Mitarbeitende sich besser einordnen und planen können.
2. Arbeitsbelastung realistisch abbilden
Durch Fusionen und Aufgabenverlagerungen ist die Arbeitsmenge stark gestiegen. Diese Mehrarbeit sollte erkannt, dokumentiert und entsprechend ausgeglichen werden (z. B. durch Personalaufstockung, klare Priorisierung oder Entlastungsmaßnahmen).
3. Faire Vergütung und Wertschätzung
Die Vergütung muss der tatsächlichen Arbeitsleistung entsprechen. Mehrarbeit sollte nicht nur erwartet, sondern auch honoriert werden – sowohl finanziell als auch durch Wertschätzung und Anerkennung.
4. Homeoffice-Regelungen einheitlich und transparent gestalten
Die aktuelle Homeoffice-Regelung wirkt nicht einheitlich und ist für viele nicht mehr umsetzbar. Es sollte klar und fair kommuniziert werden, warum Homeoffice möglich ist oder nicht, und alle Mitarbeitenden sollten gleich behandelt werden.
5. Gleichbehandlung sicherstellen
Regelungen und Ausnahmen (z. B. Homeoffice) müssen nachvollziehbar und für alle gleich gelten, um den Eindruck von Ungleichbehandlung zu vermeiden.
6. Software & Prozesse optimieren
Die vorhandene Software sollte verbessert werden, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und den täglichen Aufwand zu reduzieren. Das würde langfristig auch die Belastung verringern.
7. Karriere- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten erweitern
Im Innendienst sind die Aufstiegschancen derzeit sehr begrenzt (bis Tarifgruppe 5). Eine bessere Perspektive oder weitere Entwicklungsmöglichkeiten wären sinnvoll, insbesondere da viele Mitarbeiter bereits Leistung auf höherem Niveau erbringen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre im Innendienst ist sehr freundlich und kollegial.
Man arbeitet nicht nur mit Kollegen zusammen, sondern mit Menschen, die man durchaus als Freunde bezeichnen kann. Der Zusammenhalt im Team ist stark und unterstützt einen auch in stressigen Phasen.
Der Arbeitsalltag ist allerdings sehr belastend. Viele Aufgaben aus der Hauptverwaltung Koblenz werden auf die Geschäftsstellen verlagert. Zusätzlich wurden umliegende Geschäftsstellen geschlossen oder fusioniert, wodurch sich die Arbeit stark in der Geschäftsstelle Hanau bündelt.
Trotz der deutlich gestiegenen Arbeitsmenge erfolgt keine entsprechende Anpassung der Vergütung. Das wirkt sich negativ auf die allgemeine Stimmung aus und ist der Hauptgrund für den Sterneabzug.
Wichtig zu betonen ist, dass dies nicht an den Kollegen liegt, sondern an den strukturellen Rahmenbedingungen.
Kommunikation
Die Kommunikation von „oben“ aus der Hauptverwaltung ist schwach. Änderungen werden selten im Vorfeld erklärt, sondern meist erst bei der Einführung kommuniziert. Es wird häufig von Wachstum gesprochen, jedoch kaum von der damit verbundenen Mehrarbeit, Wertschätzung oder einer entsprechenden Vergütung. Insgesamt eine sehr unzureichende Kommunikation.
Kollegenzusammenhalt
Sehr starker Zusammenhalt im Team. Freundschaftlicher Umgang, gegenseitige Unterstützung und echtes Teamgefühl – ein echtes Dreamteam.
Work-Life-Balance
Durch die gestiegene Arbeitsmenge ist Homeoffice aktuell kaum noch umsetzbar. Persönliche Termine können grundsätzlich über Gleittage wahrgenommen werden, was möglich ist. Mit Homeoffice ließ sich der Arbeitsalltag jedoch besser planen, da Termine an diesen Tagen ohne Störung des Arbeitsflusses gelegt werden konnten.
Vorgesetztenverhalten
Grundsätzlich haben wir zwei Vorgesetzte, bei denen man sich kaum bessere wünschen kann. Dennoch soll diese Bewertung ehrlich sein. Einer der Vorgesetzten übernimmt zunehmend die Haltung des Debeka-Vorstands: Der Fokus liegt stark auf Wachstum, während die steigende Mehrarbeit des Innendienstes kaum wahrgenommen oder anerkannt wird. Zusätzlich wird Mehrarbeit auf den Innendienst verlagert, teilweise ohne entsprechende Worte der Wertschätzung.Ergänzend ist anzumerken, dass selbst bei Seminaren, wie z. B. Außendienstbesprechungen, der Innendienst kaum angesprochen oder wertgeschätzt wird.
Interessante Aufgaben
Versicherung. Man arbeitet.
Gleichberechtigung
Die Regelungen wirken nicht einheitlich. Auffällig ist, dass Frauen weiterhin Homeoffice nutzen dürfen, während dies für andere nicht mehr möglich ist. Das hinterlässt den Eindruck fehlender Gleichbehandlung.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kollegen ist durchweg positiv. Es herrscht ein respektvoller und wertschätzender Ton, unabhängig von Alter oder Dienstjahren. Ältere Mitarbeiter werden eingebunden, ernst genommen und ihre Erfahrung wird anerkannt. Insgesamt ist der Umgang sehr angenehm und fair.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind gut bis sehr gut. Die Ausstattung und der Arbeitsplatz sind solide, und die Rahmenbedingungen stimmen grundsätzlich. Verbesserungspotenzial besteht jedoch bei der Software: Hier gibt es Optimierungsmöglichkeiten, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und den täglichen Aufwand zu reduzieren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen handelt überwiegend im Sinne der Menschen und Mitglieder. Entscheidungen und Maßnahmen werden meist so getroffen, dass sie den Kunden und Mitarbeitern zugutekommen. Insgesamt ist das Sozialbewusstsein spürbar vorhanden und wird auch in der Praxis gelebt.
Gehalt/Benefits
Die Gehalts- und Sozialleistungen sind grundsätzlich in Ordnung. Allerdings steht die Vergütung in keinem Verhältnis zur aktuell stark gestiegenen Arbeitsbelastung. Die Mehrarbeit wird finanziell nicht angemessen berücksichtigt, was sich negativ auf die Motivation und Zufriedenheit auswirkt.
Image
Das Image des Unternehmens ist grundsätzlich gut. Durch die gestiegenen Preise entsteht zwar bei manchen Kunden der Eindruck, dass es „wie bei jeder Versicherung“ nur um den Preis geht – aber die Preisanpassungen erscheinen aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Insgesamt wirkt das Unternehmen weiterhin seriös und vertrauenswürdig.
Karriere/Weiterbildung
Im Innendienst sind Karrieremöglichkeiten begrenzt. Eine Weiterentwicklung ist in der Regel nur bis zur Tarifgruppe 5 möglich. Das ist schade, da die Arbeitsleistung und der Einsatz vieler Mitarbeiter deutlich darüber liegen und in meinen Augen eher einer Tarifgruppe 7 entsprechen würden. Eine bessere Perspektive oder klarere Entwicklungsmöglichkeiten wären wünschenswert.


