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DECATHLON Deutschland SE & Co. 
KG
Bewertung

Tolles Team, tolle Atmosphäre, jedoch Managing-Chaos

4,0
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Decathlon in Erfurt gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Den Teamzusammenhalt. Der ist weltklasse.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dass persönlicher Enthusiasmus gebremst wird. Gerne hätte ich die Marke auch nach außen auf Sportevents repräsentiert und den Sportlern gezeigt, dass so ein großes Unternehmen wie der Decathlon auch für lokale Projekte da ist. Doch der Eifer wurde entweder gebremst oder wenig bis gar nicht honoriert (und das meine ich nicht monetär). Arbeit nach Plan ist dann die Alternative und da verschafft einem lediglich das Team gute Laune.
Individuell etwas reißen kann man schwierig im Decathlon. Du bist eben einer von Vielen. Gewünscht, geliebt, aber auch austauschbar.

Verbesserungsvorschläge

Einheitliche Regelungen für die Gestaltung der Dienstpläne festlegen. Das wirkt häufig zu willkürlich.

Arbeitsatmosphäre

Ich wurde schnell in das Team aufgenommen und meine Arbeit von Anfang an geschätzt. Schnell bekommt man neue Aufgabenbereiche hinzu und kann - wenn man möchte - auch mehr Verantwortung übernehmen.

Kommunikation

Die Idee von regelmäßigen Mitarbeitergesprächen (einmal monatlich im sogenannten INDI) ist gut. Aber an der Umsetzung haperte es. Durch häufige Umstrukturierungen im Team und wechselnde Teamleiter ist das Thema INDI irgendwie in Vergessenheit geraten. Auch war die Storeleiterin recht schwer zu erreichen. Zwar bekam man schon schnell eine Reaktion, jedoch wirkte das immer gehetzt und nicht leidenschaftlich oder dass sich Zeit für den Einzelnen Mitarbeiter genommen wird.
Bei Problemen konnte man sich jedoch innerhalb des Teams mit anderen Angestellten schnell und zielführend austauschen.
Auch Store-Meetings mit allen Angestellten waren wenig sinnvoll. Zwar sind alle Verkaufszahlen und Erfolge transparent dargestellt, doch an der gemeinsamen Auswertung scheiterte es. Stattdessen wurden Arbeitsgruppen zum Thema Nachhaltigkeit gegründet. Keine schlechte Idee, doch bei einem SportDISCOUNTER irgendwie fehl am Platz.

Kollegenzusammenhalt

Tip Top! Hier gibt es gar nichts zu meckern. Hätte ich die anderen Decathlonianer nicht gehabt, wäre ich hin und wieder verzweifelt. Aber egal wie lange man schon dabei ist, man wird sofort als Vollwertiges Mitglied betrachtet und Teammates werden nicht zurück gelassen. Hier zeigt sich tatsächlicher und per definitionem echter Sportsgeist.

Work-Life-Balance

Fakt ist, wenn ich mich für den Einzelhandel entscheide, weiß ich, dass Homeoffice quatsch ist UND dass ich auch samstags arbeiten muss. Zumindest hin und wieder.
Leider war dies selten fair aufgeteilt. Durch Mitarbeitermangel und häufige Teamneuverteilungen musste ich persönlich häufig mehrere Samstage hintereinander arbeiten. Auch zwei zusammenhängende Tage frei musste ich unbedingt wünschen. Die Dienstplangestaltung glich sonst eher einem Stopfen von Löchern als fairer und regelmäßiger Dienstzeiten.

Vorgesetztenverhalten

Hier gibt es nur drei Sterne, weil ich mehrere richtig gute und super nervige Dinge gegeneinander abwäge.
Ich hatte verschiedene Teamleiter und lernte auch, wie es in anderen Teams zuging. Da gab es zugänglichere und weniger zugänglichere Teamleiter. Es gab Teamleiter, welche ihrem Team mehr und mehr abverlangen und man nicht mehr wusste, wie man die Arbeit in der vorgegebenen Zeit schaffen sollte und es gab Teamleiter, welche sich selbst aufopfern, um ihrem Team eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Beides Extreme und beides nicht gut. Alles in Allem war ich jedoch mit dem Zusammenhalt und der Führung im kleinen Abteilungsteam zufrieden. Wünsche wurden erhört, Kompromisse gefunden und der Zusammenhalt war immer gut.
Doch die obrige Führung über den ganzen Store erschien mir etwas chaotisch.
Da wurden teilweise Aufgaben erteilt, welche eigentlich keine Priorität hatten, jedoch aufgrund der Stimmung und des Nachdrucks, mit welcher die Aufgaben erteilt wurden, traute man sich häufig nicht, zu widersprechen.
Die Leitung wirkte oft gestresst, missmutig und genervt. Hier wollte man nicht anecken.

Interessante Aufgaben

Tatsächlich beschränkt sich die Arbeit hier nicht nur auf das Zufriedenstellen von Kundenwünschen und das Einräumen von Regalen. Man hilft zum Beispiel aktiv bei der monatlichen Inventur, ist bei großen Umbauten Teil einer lustigen Nachtschicht und bildet sich mit internen Schulungen stetig weiter. So schaltet man nach und nach neue Aufgaben- und Verantwortungsbereiche frei und kann beispielsweise an der Kasse, der Information arbeiten oder Warenflüsse beurteilen und optimieren.

Gleichberechtigung

Hier gibt es gar keine Abzüge. Jeder ist - dem Sportsgeist entsprechend - gleichberechtigt.

Umgang mit älteren Kollegen

Gab es kaum. Die Arbeit im Decathlon ist sehr aktiv und wem das zu viel war, ist denke ich, selbst darauf gekommen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind grundsätzlich sehr gut. Es wird strikt auf Sicherheit geachtet und man wird beispielsweise mit Sicherheitsschuhen in Lagerarbeiten ausgestattet.
Lediglich eine zulässige Pause hätte ich mir gewünscht. Aber für Mitarbeitende über 18 Jahren ist erst aber einer Arbeitszeit von 6 Stunden eine Pause vorgesehen.
Da fühlte man sich manchmal sehr falsch, wenn man sich fünf Minuten für einen Müsliriegel nahm.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Schwer zu beurteilen. Der Decathlon ist ein Sport-Discounter. Solange die Produkte in Bangladesch gefertigt werden und in dutzende Plastikfolien verpackt in Deutschland eintreffen, kann man von Nachhaltigkeit nicht reden. Aber das ist gegenüber vielen Vorteilen sicherlich der große Nachteil gegenüber einem Discounter.

Gehalt/Sozialleistungen

Mit 10,50€ (für mich) pro Stunde sicherlich in Ordnung. Allerdings hätte ich mir schon nach und nach eine Anpassung gewünscht, vor allem, da man mit zunehmenden Schulungen (für z.B. Information oder Kasse) stetig wertvoller für den Store wird.

Image

Die chaotische Leitung und der Mitarbeitermangel führte häufig zu Groll.
Beispielsweise ist meiner Meinung nach eine Sommer oder Halloweenparty in einer Pandemiekrise nicht so wichtig. Eine individuelle oder monetäre Belohnung der Mitarbeitenden auch in dieser schwierigen Zeit durchzuhalten, wäre angebrachter gewesen.