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Bewertung

Trotz steigender Umsätze und Gewinne regiert das künstliches Totsparen

1,9
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Dell Technologies in Frankfurt am Main gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Unternehmen steht wirtschaftlich extrem stark da, durch die KI Blase. Das Gehalt kommt absolut pünktlich.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dass der wirtschaftliche Erfolg komplett auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen wird. Trotz Rekordgewinnen wird am Personal gespart und der Druck durch das Management massiv erhöht. Irgendwann wird es richtig knallen und vom Management ist dann keiner gewesen.

Verbesserungsvorschläge

Lasst die Belegschaft mehr an den steigenden Gewinnen und Umsätzen teilhaben, statt sie durch Stellenstreichungen und Office-Zwang zu demotivieren. Kehrt zu einer Kultur zurück, die Leistung und Erfahrung respektier.

Arbeitsatmosphäre

Man spürt täglich den extremen Widerspruch im Konzern. Die offiziellen Zahlen – egal ob Umsatz, Gewinn oder der Aktienkurs – jagen von einem Rekordhoch zum nächsten, die KI-Blase wird geritten wo es nur geht. Die Atmosphäre auf den Fluren ist trotzdem von extremer Verunsicherung geprägt. Anstatt den Erfolg mit der Belegschaft zu teilen, regiert intern ein brutaler Sparkurs und die Angst vor der nächsten Restrukturierungswelle.

Kommunikation

Es wird ab und zu etwas über globale Kanäle verkündet, AI da AI hier AI AI AIIII. Während in den All-Hands-Meetings die steigenden Umsätze und Gewinne gefeiert werden, herrscht vor Ort eine sehr schlechte Informationspolitik. Besonders absurd wird es, wenn – wie im jüngsten Fall kurz vor Weihnachten – im gleichen Atemzug stolz verkündet wird, dass Umsatz und Gewinn um 20 % gestiegen sind, man aber gleichzeitig 20 % der Belegschaft abbauen muss. Frohe Weihnachten!!

Kollegenzusammenhalt

Es leidet auch das Teamgefüge unter der künstlich erzeugten Fluktuation, da durch die unberechenbare Firmenpolitik ständig Wissen abwandert und die Last auf immer weniger Schultern verteilt wird.

Work-Life-Balance

Die starren Vorgaben zur Büropäsenz belasten enorm. Im Großraumbüro ist konzentriertes Arbeiten kaum möglich. Dass ein florierendes Tech-Unternehmen mit Rekordumsätzen seinen Mitarbeitern nicht die Flexibilität moderner Heimarbeit zugesteht, zeigt das extreme Misstrauen.

Vorgesetztenverhalten

Die lokale Führungsebene agiert oft nur noch als reiner Befehlsempfänger. Es fehlt das Rückgrat, um die Mitarbeiter vor Ort vor dem überzogenen Druck aus der Zentrale zu schützen. Obwohl das Geld durch die steigenden Gewinne da wäre, wird der Druck nach unten ungefiltert weitergegeben. Kritik oder Bedenken werde Negativ ausgelegt und führen zu Nachteilen für denjenigen, der sie äußert.

Interessante Aufgaben

An allen Ecken und Enden wird am Personal gespart, um die Marge für die Aktie künstlich weiter aufzupumpen, fehlt die Zeit für echte technische Innovationen. Man verwaltet nur noch den Mangel inmitten des Wohlstands.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Mitarbeiter mit guten, alten Verträgen werden trotz steigender Konzerngewinne primär als Kostenfaktor wahrgenommen, den man am liebsten ersetzen möchte.

Arbeitsbedingungen

Zusammenfassend: Entsprechen der WCs Vor Ort (Grauenhaft). Der erzwungene Abbau der Belegschaft führt zu einer massiven Arbeitsverdichtung für die verbleibenden Mitarbeiter, die den gleichen Workload mit deutlich weniger Köpfen stemmen müssen. Die Rahmenbedingungen vor Ort im Großraumbüro erschweren konzentriertes Arbeiten zusätzlich, während man gleichzeitig durch starre RTO-Vorgaben ohne fachliche Notwendigkeit ins Office gezwungen wird.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die offiziellen Nachhaltigkeitsziele passen nicht zur gelebten Realität, es ist reines Greenwashing für die PR-Berichte, während die Aktie steigt.

Gehalt/Benefits

Angesichts der Inflation, der gestiegenen Arbeitsbelastung und vor allem der glänzenden Umsatz- und Gewinnzahlen des Konzerns ist die Vergütung eher ein mittelmäßiges Schmerzensgeld. Die Gewinne landen bei den Aktionären und im Top-Management, bei der Belegschaft kommt nicht viel an.

Image

Nach außen hin präsentiert sich das Unternehmen durch die hervorragenden Wirtschaftsdaten, steigenden Gewinne und den Aktienkurs als moderner, attraktiver Top-Arbeitgeber. Unter den Angestellten an der Basis ist das Image durch den permanenten Druck, das künstliche Totsparen von Teams und die mangelnde Wertschätzung massiv beschädigt.

Karriere/Weiterbildung

Auf dem Papier gibt es zwar theoretisch Weiterbildungsbudgets, in der Praxis wird hier aber extrem gespart. Da das verbliebene Team die Arbeit der gegangenen Kollegen auffangen muss, fehlt im operativen Alltag schlichtweg die Zeit, um sich zertifizieren zu lassen oder Kurse zu besuchen.


Gleichberechtigung

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.