"Dell ist eine kapitalistische, amerikanische Firma"
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Bezahlung, das wars
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlechte Bezahlung, keine Aufstiegschancen, eintönige Arbeit
Verbesserungsvorschläge
Achtet endlich auf die bedurdnksss eurer Mitarbeiter. Es erzählen alle das gleiche, aber jeder Vorgesetzte schaut weg oder verharmlost es. Niemand hat Bock darauf, nach 5 Jahren ins Büro zurückzukehren. Die Bezahlung ist massiv unterm Durchschnitt.
Die Leute die sich weiterbilden wollen, habe keine Möglichkeit. Somit verliert ihr auf Dauer nur gute Mitarbeiter, andere AG gibt es zu genüge. - aber vermutlich ist genau das der Plan, Mitarbeiter gegen dumme Chatbots zu ersetzen.
Arbeitsatmosphäre
Im Team und in der jeweiligen Abteilung arbeitet man gut zusammen. Darüber hinaus kennt man meistens die Prozesse anderer Abteilungen nicht oder man erwartet mehr, als man kann oder überhaupt möglich ist.
Man redet zwar immer, wie toll ja alle zusammenarbeiten, aber nein. Beispielsweise sind Vertrieb und Support gefühlt zwei unterschiedliche Unternehmen. Man weiß, dass sie existieren, hat man schon mal gehört, aber eigentlich hat man keine Ahnung, wies dort abläuft. - aber das stimmt natürlich nicht..
Vorgesetzte geben ihr bestes, allerdings tun diese auch nur ihren job, denn sie selbst haben wieder Vorgesetzte und nochmal Vorgesetzte. Eigentlich hat man nichts zu entscheiden, alles kommt von oben.
Man spricht zwar immer (wirklich immer) freundlich miteinander, allerdings lässt genau das nicht viel Raum für Kritik.
Image
Nach außen ist Dell sicherlich eine tolle Firma mit guten Geräten, tollem Service und netten Kontakten.
Seit einigen Jahren kippt allerdings die Meinung von Dell bei den Mitarbeitern ganz gewaltig. Sinnlose Prozesse, kaum eigene Entscheidungsgewalt, Rückkehr ins Büro (was der größte Blödsinn überhaupt ist, aber heey wir freuen uns ja soo sehr auf nette Gespräche zu die es nicht kommt, weil mach dein Job), schlechte Bezahlung, keine Chancen.... Ach wo soll ich aufhören?
Work-Life-Balance
Am Wochenende hat man frei und nach Feierabend wirklich Feierabend bis zum nächsten Tag. Du hast mal einen Termin während der Arbeitszeit? Dann geh. Das schätze ich sehr.
Alles darüber hinaus ist schwierig. Am Ende des Tages ist man psychisch meist so erledigt und gereizt, dass man das oft eh bis zum nächsten Tag schleppt.
Arbeitszeiten irgendwo zwischen 08-18, aber keine Minute eher und schon gar nicht später.
Karriere/Weiterbildung
Zu Beginn vom Corona gab es extremst viele Einstellungen und Weiterbildungen, Aufstiege. Corona vorbei "hoppla, die Kunden kaufen ja gar nicht mehr" und es folgte ein bis jetzt anhaltender Freeze aller Stellen. Somit warte ich seit mehreren Jahren (!) auf eine freie Stelle, wo ich längst eine Zusage bekommen habe und ich bin damit bei weitem nicht allein. Als Azubi hat man aber offenbar manchmal Glück..
Gehalt/Benefits
Gehälter kommen pünktlich. Allerdings sind die Gehälter im Vergleich lächerlich und das in jeder Abteilung.
Ältere, erfahrene Mitarbeiter bekommen in nahezu jedem Fall weniger, als neue Kollegen. Egal ob du Quereinsteiger bist oder Fachkraft. Du willst mehr Gehalt? Kündige und fange einfach wieder neu an..
Jedes Jahr gibt es bemessen an dem Erfolg von Dell im Vorjahr eine Gehaltserhöhung von ca 4-5 Prozent. Die Erhöhung wird durch den Teamleiter gegeben, der auch etwas nach oben oder unten gehen kann. In jedem Fall ist es aber "super knapp und er hat ja alles gegeben". Jaja, die Kollegen sprechen untereinander und sind doch nicht blöd. Der eine bekommt doppelt so viel, wie der andere und in den letzten Jahren war die Erhöhung eh ein Witz.
Wenn du deinen Job so macht, wie von dir verlangt, bekommst du auch nur den Durchschnitt. Wenn du auffällst UND sympathisch bist, gibt's bestimmt auch mehr.
Abgesehen vom Gehalt gibt's Corporate Benefits. Bei der Firmengröße aber auch nichts besonderes.
Dazu gibt es noch ein Punktesystem, wo man Kollegen "loben" kann und eben Punkte schenkt, die man dann einlösen kann gegen "tolle" Prämien. (Zu 99% Amazongutscheine, weil alles andere zu teuer)
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt viele sozials Projekte, wo Dell mithilft. Vor allem zb Kinderheime oder Schulen. Defekte Geräte versucht man bestmöglich zu recyclen.
Bei so einer riesigen Firma ist das allerdings normal und gehört für mich zum guten Ton und Teil der Imagepflege, mehr nicht.
Diese ganzen anstrengungen dazu, kann man auch gern in die Mitarbeiter investieren
Kollegenzusammenhalt
Schwarze Schafe und Menschen, mit denen man nicht zurecht kommt, gibt es immer. Insgesamt arbeitet man jedoch als Team und macht eben seinen Job zum Wohl des Kunden.
Leider gibt es zu viele Kollegen, die sich hierauf ausruhen.
Umgang mit älteren Kollegen
Vom Alter ist es egal. Ob 16 oder 61, jeder wird gleich behandelt.
Allerdings werden Kollegen, die deutlich länger dabei sind, nicht mehr wertgeschätzt.
Nach Einarbeitung kann und darf ein Azubi oder Quereinsteiger bei Dell genauso viel jemand, der seit 10 Jahren dabei ist und fachlich perfekt ist.
Offenbar werden jedoch junge bzw. neue Kollegen dann doch besser gefördert. Vermutlich weil man ein Auge auf sie hat. Das ist oft demotivierend für ältere Kollegen, die sich verbessern wollen.
Vorgesetztenverhalten
Die eigenen Vorgesetzten versuchen meist das beste für das Team für den jeweiligen Mitarbeiter. Allerdings haben die auch nur ihre Regeln und Vorschriften von weiter oben und sind am Ende die Vermittler aller schlechten Nachrichten und dürfen Argumente finden und sich rausreden. Mit höheren Vorgesetzten hat man sehr selten Kontakt und wenn, extremst oberflächlich und offenbar nur für Imagepflege (aber auch das stimmt natürlich gar nicht..)
Arbeitsbedingungen
Im Homeoffice gab es für jeden ein Notebook, eine Dockingstation und bei Bedarf auch Monitore und einen Stuhl.
Jetzt wo man wieder ins Büro zurückgehen MUSS, sehe ich nur laute, überfüllte Büros mit stickiger Luft. Dazu kommt ein langsames Netzwerk, wenn es denn nicht gerade wieder komplett ausfällt.
Kommunikation
Ich habe mittlerweile vermutlich 30 Regeln für mein Outlookpostfach. Hier werden absolut sinnlose News, Einladungen zum Meeting, Lobpreisungen und Socialmediaquatsch gefiltert. Somit habe ich pro Woche ca 120 Mails, die automatisch im Müll landen. Bin ich dadurch weniger informiert? Nein.
Meistens geht es hier auch nur darum, wie krass wir wirtschaften und wie toll wir ja sind und man lobt sich gegenseitig. Dabei hat man zuvor noch nie von den Leuten und auch nicht von irgendwelchen Projekten gehört.
Wenn es dann wirklich große Neuerungen gibt, weiß erstmal kaum jemand genau Bescheid, weil es in all den überflüssigen Mails untergeht. Neue Prozesse werden manchmal durch Zufall entdeckt. Technische Neuerung manchmal gar nicht. Nützliche, hilfreiche Tipps (zb für die IT) stehen irgendwo als Randbemerkung.
Gleichberechtigung
Bei uns im Team, wird jeder gleich behandelt. Egal ob M oder F, egal wie das Sexleben aussieht. Du bist ein Kollege und mit dem wird gearbeitet. Allerdings scheint das wohl nicht überall der Fall sein zu..
Interessante Aufgaben
Dell ist sehr strukturiert und jeder macht das, wozu er da ist. Und zwar nicht mehr und auch nicht weniger.
Es gibt zwar immer mal Projekte für ein paar einzelne, wo man zumindest ein paar Tage mal was anderes macht, aber am Ende geht es nur und ausschließlich ums Business, um den Kunden.
Vor allem bei uns im Support ist jeder Tag gleich. Gerät geht nicht an, Kamera kaputt, Festplatte kaputt. 20x ein Tool verwenden müssen, dass mir sagt, was falsch am Gerät ist und dann Techniker oder Teile senden. Jeden Tag, ca 10 mal pro Tag. Eigene Entscheidungen sind nicht notwendig. Wenn unser Tool das nicht kann, kann der L1 das auch nicht, also geht's zum L2. Für die gleichen Fehler, wieder und wieder.

