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Bewertung

TopCompany2026

Mehr Schein als Sein. „Create Positive Change“ auch wirklich leben.

2,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich PR / Kommunikation bei denkwerk GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Menschen, die ich dort getroffen habe.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Siehe oben. Genug!

Verbesserungsvorschläge

„Create Positive Change“ auch intern leben.
Der Anspruch sollte nicht nur nach außen für Kunden und als Markenbotschaft gelten, sondern auch für die eigene Organisation. Mehr Transparenz bei Entscheidungen und Projektvergabe, weniger Silodenken, mehr bereichsübergreifende Zusammenarbeit und echte Möglichkeiten für Mitarbeitende, sich weiterzuentwickeln und an spannenden Projekten mitzuwirken.
Gerade eine Organisation, die Veränderung für andere gestaltet, sollte den Mut haben, die eigenen Strukturen regelmäßig kritisch zu hinterfragen und positive Veränderung auch intern vorzuleben.

Arbeitsatmosphäre

Nach außen wird ein sehr repräsentatives Bild vermittelt: eine schön gestaltete Lounge für Kunden und Besucher. Gleichzeitig sind die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden deutlich weniger wertschätzend.

Kommunikation

Wahrscheinlich der größte Schwachpunkt: Links weiß nicht, was rechts tut. Es fehlt an Transparenz, Vernetzung und bereichsübergreifender Kommunikation. Entscheidungen und Informationen werden nicht ausreichend geteilt, wodurch Silos entstehen und Doppelarbeit bzw. unnötige Reibungsverluste die Folge sind.
Besonders problematisch ist, dass diese strukturellen Defizite letztlich auf die unteren Ebenen zurückfallen: Mitarbeitende müssen fehlende Abstimmung auffangen, obwohl sie die Ursachen nicht beeinflussen können.
Nach außen wird „Create Positive Change“ als Teil des Selbstverständnisses kommuniziert. Intern erlebe ich jedoch deutlich weniger Bereitschaft, die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen: echte Transparenz, Vernetzung und multidisziplinäres Arbeiten. Die Diskrepanz zwischen dem formulierten Anspruch und der gelebten Organisationskultur ist aus meiner Sicht einer der größten Schwachpunkte.

Kollegenzusammenhalt

Einfach toll - ist aber auch die Überlebensstrategie ;)

Work-Life-Balance

Wahrscheinlich wie in allen Agenturen: wenig gegeben

Vorgesetztenverhalten

Stark abhängig vom direkten Vorgesetzten: Leistung wird hier sehr unterschiedlich vorgelebt. In der Direktionsabteilung herrscht beispielsweise eine Kultur des permanenten „Schuftens“: Konferenzen und Außentermine reihen sich aneinander, um Präsenz zu zeigen oder in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Akquise voranzutreiben.
Das Problem ist weniger das Engagement an sich, sondern die Konsequenz für die Führungsrolle: Wer permanent auf Hochtouren ist oder im Tagesgeschäft stark gebunden ist, hat intern kaum Kapazität, sich ausreichend mit den eigenen Mitarbeitenden und Projekten auseinanderzusetzen. Dadurch fehlt es an Begleitung, Austausch und echter Führung.
Letztlich entsteht so ein widersprüchliches Signal: Nach außen wird Leistungsbereitschaft demonstriert, während intern teilweise genau das fehlt, was Mitarbeitende von Führung erwarten – Zeit, Orientierung, Unterstützung und Aufmerksamkeit.

Interessante Aufgaben

Teils, teils. Es gibt durchaus spannende Kunden und interessante Projekte – die Frage ist allerdings, wie man Zugang zu diesen bekommt. Genau hier erlebt man teilweise erhebliches Gerangel und Konkurrenz zwischen den Direktoren.

Gleichberechtigung

Jein. Auf den unteren Ebenen erlebe ich das Unternehmen insgesamt als relativ ausgeglichen und divers. In der höchsten Führungsebene zeigt sich dagegen ein anderes Bild: Dort sitzen zwei Männer an der Spitze, während sich besonders die DirektorINNEN sichtbar stark behaupten müssen. Für mich war das jedoch nie ein Thema

Umgang mit älteren Kollegen

Kann ich schwer beurteilen, da ich jünger bin.

Arbeitsbedingungen

HO ist möglich. Auch weil die industriellen Räume nicht isoliert sind- im Sommer sehr heiß und im Winter kalt. Teilweise auf miserablen Stühlen und mit veralteten bzw. qualitativ unzureichenden Monitoren. Diese Diskrepanz zwischen Außenwirkung und tatsächlichen Arbeitsbedingungen ist auffällig und hinterlässt bei mir einen negativen Eindruck.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Neutral

Gehalt/Benefits

Obstkorb und Sportclub

Image

Das einzige was wirklich glänzt

Karriere/Weiterbildung

Angeblich: Budget gibt es aber nie die Zeit es zu nutzen. Müsste man am Wochenende machen.

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Arbeitgeber-Kommentar

Janina Schulte-Kellinghaus*, Lead Talent Acquisition Management
Janina Schulte-Kellinghaus*Lead Talent Acquisition Management

Liebe:r Bewerter:in,

Vielen Dank für das ausführliche und differenzierte Feedback. Wir nehmen die angesprochenen Punkte ernst, insbesondere die Themen Transparenz, bereichsübergreifende Zusammenarbeit, Führung und Entwicklungsmöglichkeiten.

„Create Positive Change” ist für uns mehr als eine Botschaft nach außen. Unser Anspruch ist es, diesen Gedanken auch intern zu leben. Wenn Mitarbeitende dabei eine Diskrepanz zwischen unserem Anspruch und ihrer tatsächlichen Erfahrung erleben, müssen wir uns damit auseinandersetzen.

Schade finden wir, dass es während deiner Zeit bei denkwerk nicht zu einem offenen Gespräch über diese Themen gekommen ist. Wir möchten eine Kultur schaffen und leben, in der kritische Themen und Feedback offen angesprochen werden können und wir gemeinsam nach Lösungen suchen.

Gleichzeitig freut uns sehr, dass du den Kollegenzusammenhalt und die Menschen bei denkwerk positiv hervorhebst. Dass gerade dieser Zusammenhalt für dich eine wichtige Rolle gespielt hat, nehmen wir ebenfalls mit.

Wir wünschen dir für deinen weiteren Weg alles Gute und danken dir für die Zeit bei denkwerk und die Zeit, die du dir für dieses Feedback genommen hast.

Liebe Grüße

Janina Schulte-Kellinghaus
Lead Talent Acquisition Management

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.