Mehr Schein als Sein.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Gehaltszahlung.
Höhenverstellbare Schreibtische.
Betriebliche Altersvorsorge.
Kostenloses Wasser.
Obstkorb.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das eingeschränkte Homeoffice.
Die eingeschränkte Gleitzeit.
Die Auswahl der Vorgesetzten.
Die eintönigen Fließbandtätigkeiten.
Aktionäre prägen die Firmenkultur mehr als Mitarbeiter.
Rausschmeißen von Mitarbeitern obwohl man an anderer Stelle händeringend Leute sucht.
Die Art, wie die HR mit unliebsamen Mitarbeitern umgeht. Berechtigt oder unberechtigt. Was das bedeutet, muss ich leider der Phantasie überlassen, da der Arbeitgeber diesen Text von Kununu zensieren ließ. Wenn man klagt, hat man allerdings die Chance auf eine (höhere) Abfindung.
Verbesserungsvorschläge
Bei Auftragseinbrüchen Mitarbeiter in andere Abteilungen umverteilen, statt mit Abfindung rausschmeißen und dann teuer neue Mitarbeiter einzustellen.
Weniger Propaganda, mehr wirklich leben.
Finger weg von Betriebsratsmitgliedern.
Kostenlose Nahverkehrstickets.
Mehr Homeoffice.
Völlige Gleitzeit zu jeder Uhrzeit.
Wieder mehr interessante Aufgaben und Entfaltungsmöglichkeiten.
Ein Bindung an einen Tarifvertrag würde durchaus Ruhe in das Gehaltsgefüge bringen. Allerdings sollten die Gehälter darin "ansprechend" statt "wettbewerbsfähig" sein. Dann kann man sich die Mitarbeiter aussuchen und muss nicht nehmen was kommt. Robert Bosch sagte mal: Ich zahl nicht gute Gehälter, weil ich viel Geld hab, sondern ich hab viel Geld, weil ich gute Gehälter zahle.
Arbeitsatmosphäre
Kommt sehr stark auf die Abteilung an, allerdings wird es immer schlechter, da wir mittlerweile jeden nehmen. So haben wir teilweise Leute im Büro sitzen, die knapp wissen, wie ein PC überhaupt an geht. Wie die zwischenmenschliche Kommunikation aussieht, kann man sich entsprechend denken. Wenn man Videokameras aufhängen würde, könnte man sicherlich ein paar interessante Folgen für's Hartz IV-TV aufnehmen.
Kommunikation
Man bekommt regelmäßig seine DHL Gehirnwäsche in CEO Calls und Onlineschulungen, aber die wichtigen Informationen werden ewig zurückgehalten, damit es ja keine Unruhen gibt.
Kollegenzusammenhalt
Grundsätzlich möglich, allerdings werden Intrigen gefördert und jeder schwärzt jeden bei jeder Möglichkeit an. Zusammenhalt gibt es also nur auf sehr oberflächlicher Ebene.
Work-Life-Balance
Es gibt einen festgelegten Gleitzeit-Rahmen und aktuell noch die Möglichkeit, je nach Abteilung auf 2-3 Tage Homeoffice pro Woche. Allerdings soll dies wieder reduziert werden, da man bei der Geschäftsführung wohl nichts von Homeoffice hält. Das ist ganz schlecht in der heutigen Zeit. Auch halte ich persönlich nichts von einem festgelegten Gleitzeit-Rahmen. Lasst die Leute doch komplett arbeiten, wann und von wo sie möchten. Das hätte für mich volle 5 Sterne gerechtfertigt.
Vorgesetztenverhalten
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie hier die Vorgesetzten ausgesucht werden, aber es wirkt, als würde man hier ohne Sinn und Verstand eine Frauenquote durchprügeln wollen. Ich habe mittlerweile drei weibliche Vorgesetzte erfahren, die keinesfalls Mitarbeiter führen sollten. Die eine weibliche Führungskraft, die besonnen und weise zu führen wusste, hat ihren Job leider nicht mehr. Die üblichen Vorgesetzten, die man so kennt, ignorieren gekonnt und handeln eher in eigenem Interesse. Intrigen und Machtkämpfe unter den Mitarbeitern werden gefördert. Mal nebenbei: Es wäre mal wieder Zeit, den AFR Leiter zu tauschen. Leere Versprechungen und Inkompetenz braucht hier keiner. Schon garnicht als Führungskraft.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben gibt es immer weniger, da alles einheitlich und vereinfacht werden muss. Entspannende, stumpfe Tätigkeiten werden ins Ausland outgesourced und sowohl Zoll, als auch Abrechnung übernimmt eine andere Abteilung. Übrig bleibt ein Gefühl von Fließbandarbeit.
Gleichberechtigung
Ständig lauft auf irgendwelchen Fernsehern irgendwelche Propaganda, wie "Women at DGF" und "Inklusion/Diversion". Für mein Gefühl läuft dies viel zu oft. Gleichzeitig ist aber aus einigen Abteilungen bekannt, dass Frauen nach wie vor im Schnitt weniger als die männlichen Kollegen verdienen und DHL lieber die Ausgleichsabgabe zahlt, statt behinderte Mitarbeiter einzustellen. Mein Vorschlag: Gleichberechtigung mehr leben und weniger mit dem Gequatsche darüber nerven.
Umgang mit älteren Kollegen
Gerade mitbekommen, das zwei Mitarbeiter über 50 "gegangen wurden". Wenigstens haben sie ein wenig Geld mitbekommen. Allerdings wird es trotzdem schwer werden, in dem Alter nochmal irgendwo anders rein zu kommen.
Arbeitsbedingungen
Mitarbeiterüberwachung soll es zwar eigentlich nicht geben, aber Microsoft Teams lädt sehr dazu ein. So muss man sich dann rechtfertigen, warum man 15 Minuten auf "Abwesend" stand, weil man sich mit nem Kollegen über eine Sendung ausgetauscht hat. Sowas demotiviert stark, denn eigentlich wollte man nur Fehler in der weiteren Bearbeitung ausschließen. Die Beleuchtung der einzelnen Räume ist selten so, wie es die Empfehlungen der Arbeitssicherheit vorgeben. Leider wollen einige auch unverständlicherweise am liebsten komplett im Dunkeln arbeiten, usw. Dann brauchen einige Leute dringend jeden Tag den selben Radiosender. Andere Mitarbeiter möchten garnichts hören. Nächster Streitpunkt sind Hunde im Büro. Auch gern genommen: Geruchsbelästigung durch Mittagsessen am Platz.
Lasst die Leute doch bitte ins Homeoffice gehen. Da kann jeder machen, was er möchte.
Das einzig Gute im Büro: Es gibt mittlerweile fast überall höhenverstellbare Schreibtische, sodass man bei Bedarf im stehen arbeiten kann.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auch hierzu hört/liest man ständig die Propaganda. Gelebt wird davon aber wenig. Wozu die Leute, Benzin verschwendend, ins Büro fahren lassen, wenn das Arbeiten von Zuhause aus ohne Einschränkungen möglich ist? Warum gibt es kein kostenloses Nahverkehrsticket für alle Mitarbeiter?
Gehalt/Benefits
Gehalt wird immer pünktlich gezahlt.
Es gibt einen Zuschuss zum Nahverkehrsticket, aber leider kein kostenloses Nahverkehrsticket.
Es gibt eine 50 EUR Zahlung auf die Pluxee-Karte, über die frei verfügt werden kann, aber diese wurde ursprünglich als Gehaltserhöhung verkauft. Leider erhöhen diese steuerfreien 50 EUR aber auch nicht meinen Rentenanspruch.
Dieses Jahr wird es in Sachen Entgelterhöhung wieder eine Nullrunde geben.
Das Gehalt liegt grundsätzlich eher im niedrigeren Bereich. Die Geschäftsführung möchte "wettbewerbsfähig" bleiben. Dabei gehören wir zu den Marktführern und könnten ruhig mal etwas teurere Preise anbieten und den Mitarbeitern etwas mehr zahlen. Gleichzeitig wundert man sich dann, warum keine (guten) Mitarbeiter bei uns anfangen wollen.
Image
Hier fällt mir der Vergleich mit ner Hollywoodkulisse ein. Man sieht glänzende Häuser, aber in Wirklichkeit stehen da nur Pappwände mit Holzbalken dahinter.
Man gibt sich sehr viel Mühe, die Firma nach außen hin gut und möglichst modern darzustellen. Unter den Mitarbeitern auf dem Markt hat diese Firma aber einen anderen Ruf.
Karriere/Weiterbildung
Ist durchaus möglich. Man muss nur eine Can-Do-Attitude besitzen und Druck von oben und unten aushalten können ohne viel zu diskutieren. Denn auch wenn sich die Firma nach Außen sozialdemokratisch gibt, wird sich der, der nicht mit zieht, über kurz oder lang "anderen Herausforderungen widmen".

