Employer to avoid statt Employer of choice
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Standort verfügt über ausreichend kostenlose Parkplätze und hat mit der nahe liegenden Autobahn eine gute Verkehrsanbindung. Auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Arbeitsplatz gut erreichbar. Die Wochenarbeitszeit beträgt 39 anstatt 40 Stunden und man darf Überstunden mit Gleittagen abbauen. Es herrscht deine Du-Kultur mit Ausnahme von wenigen Führungskräften.
Der Konzern bietet wie es für Konzerne üblich ist, diverse Mitarbeitervorteile.
Der Standort führt jährlich jeweils ein für die Mitarbeiter optionales Sommer- und Weihnachtsfest durch.
Das Weiterbildungsangebot ist in Ordnung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es herrscht meiner Meinung nach eine zu konservative Atmosphäre. Hier fehlt frischer Wind, Flexibilität und Aufbruchsstimmung. Es ist als wäre alles seit Gründung des Standortes gleichgeblieben. Die Digitalisierung fehlt sogar in den Neubauten. Die DHL gibt einem das Gefühl immer nur das Mindeste für die Mitarbeiter zu tun. Das Mindeste an Urlaub, das Mindeste an Gehalt und das Mindeste an Ausstattung.
Die einst glänzenden Fliesenböden sind mit einer matten dreckigen Schicht überzogen, die Sanitäreinrichtungen sind schmutzig und verkalkt, die sonstigen Böden werden auch nur selten gesaugt.
ETQ ist viel zu unübersichtlich.
Die Grundstimmung ist anstatt einer can do Mentalität grundsätzlich erstmal eine can’t do Mentalität. Besonders bei Personen mit Führungsverantwortung.
Sämtliche Umfragen bezüglich der Arbeitszufriedenheit sind so gestellt dass man möglichst positiv antworten muss, dazu finden die relevanten Fragen zur Zufriedenheit wie Urlaub, Entgelt und Arbeitszeit nicht einmal eine Erwähnung. Das ist einfach nur feige.
Das Onboarding ist eine Katastrophe. Keine richtige Einarbeitung, keine Arbeitsmittel bei Arbeitsantritt und um alles muss man sich selbst kümmern. Zugang zum Intranet und dem internen Verteilern muss man sich erstmal selbst besorgen.
Verbesserungsvorschläge
Bessere Löhne bzw. das Umlegen der Bonuszahlung auf die monatlichen Gehaltszahlungen.
Urlaube sollten nicht nach Betriebszugehörigkeit gestaffelt sein. Dies ist kein Anreiz im Unternehmen zu bleiben, sondern stößt potentielle neue Mitarbeiter weg. Wieso soll man von einem Durchschnitt von 30 Tagen Urlaub freiwillig zu 25 Tagen wechseln? Wieso soll ich Jahre lang hier bleiben um das zu bekommen was mir in anderen Unternehmen direkt zusteht?
Moderne Ausstattung, höhenverstellbare Schreibtische im Lager und Büros sorgen zum Beispiel für gesunde Mitarbeiter.
Eindeutige Regelungen für Remotearbeit.
Junge und agile Persönlichkeiten um Flexibilität, eine angenehme Atmosphäre und eine can do Mentalität zu schaffen. Besonders in den Führungsebenen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist trotz “Du-Kultur” sehr “konservativ”, gar erdrückend. Es fehlt einfach das Leben, die Stimmung, das Zwischenmenschliche.
Kommunikation
Mal so mal so, oftmals kommt es darauf an wer aktuell anwesend ist. Es gibt aber regelmäßige Meetings bei denen man sich austauschen kann, sofern es Themen gibt.
Kollegenzusammenhalt
Hier gibt es wie überall positive und negative Beispiele. Manche Kollegen sind sehr hilfsbereit und tun Alles um zu helfen, andere machen einem künstlich das Leben schwer. Das Problem ist eher der fehlende Teamgeist. Man ist kein Team, man koexistiert einfach nur 8 Stunden zusammen. Hier hat man von Arbeitgeberseite einiges versäumt.
Work-Life-Balance
Eine Wochenarbeitszeit von 39 Stunden mit Gleitzeit, leider mit Nulllinie die spätestens alle zwei Jahre überschritten werden muss. Dazu ist der Urlaub nach Betriebszugehörigkeit gestaffelt was bedeutet dass man in den ersten Jahren nur 25 Tage Urlaub bekommt. Für das Maximum von 30 Tagen darf man ein Jahrzehnt hier verbringen. Das ist kein definitiv kein Ansporn hier zu arbeiten. Auch eine klare Homeoffice Regelung scheint es hier nicht zu geben.
Vorgesetztenverhalten
Auch hier gibt es positive Beispiele und absolute Katastrophen. Jede Führungskraft steht eisern hinter ihrem Team, kein vor, kein zurück, keine Kompromisse. Einerseits ein nobler Einsatz, andererseits nicht wirklich geschäftsfördernd. Oftmals fehlt es hier einfach die Flexibilität und Agilität. Gerne werden auch mal Machtspiele gespielt und Probleme geschaffen wo keine sind, nur damit man sich mal wieder aufbauschen konnte wie wichtig man ist.
Leider habe ich es auch mehrfach schon erlebt dass persönliche Grenzen ausgetestet und überschritten werden.
Interessante Aufgaben
Viele Aufgaben folgen dem gleichen Muster und sind sehr repetitiv und anspruchslos. Besonders wenn man seine Art der Aufgabebewältigung entwickelt hat, gibt es hier nichts Neues und es wird schnell recht eintönig.
Gleichberechtigung
Keine bekannten Ausfälle
Umgang mit älteren Kollegen
Die älteren Kollegen die Säulen des Standortes Florstadt
Arbeitsbedingungen
Die Bedingungen hängen stark vom Investment des Kunden ab. Investiert der Kunde, verbessern sich die Bedingungen, investiert er nicht gibt dir die DHL gerade das was du brauchst, denn man möchte ja günstig bleiben und Geld sparen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Was Bonn den Investoren verkaufen möchte kommt nicht an den Standorten an. Das übliche moderne Corporate ESG/DEI(B) Getue, interkulturelle Teams und Umweltprojekte. Für das Sozialbewusstsein gibt es Regenbögen und Schulungen nach denen niemand gefragt hat. Beim Umweltbewusstsein hängt es auch wieder stark von den Investitionen der Kunden ab. Papier- und Verpackungsmüll sind jedenfalls auch in 2026 allgegenwärtig.
Gehalt/Benefits
Die Tarifgruppen sind so Katastrophal, dass selbst Zeitarbeiter auf der Fläche teilweise mehr verdienen als die eigenen Mitarbeiter. Ohne übertarifliche Zulagen braucht man hier gar nicht anfangen. Mit der Tariferhöhung 2026 kam wenige Tage vor der ersten Auszahlung die Nachricht, dass "etwaige übertarifliche Zulagen auf die vorgesehene Erhöhung des Entgelts angerechnet werden." Dies trifft einen sehr großen Teil des Personals und ist in Anbetracht der aktuellen Preisentwicklung sowie den vom Konzern bei den Investoren angepriesenen tollen Unternehmenszahlen absolut respektlos.
Einmal im Jahr gibt es einen Bonus, welcher bei der Steuer gefühlt komplett verschwindet. Weitere Sozialleistungen werden vom Konzern dennoch angeboten.
Image
Viele Gelder fließen in die Imageerhaltung des Unternehmens. "Great Place to work", Internetauftritte, Werbung. Von Außen wirklich ein ganz tolles Unternehmen, nur denkt jeder man trägt Pakete aus.
Karriere/Weiterbildung
Interne Weiterbildungen sind Vorhanden und werden bei der absurd hohen Zahl an Führungskräften scheinbar auch gerne genutzt. Es gibt etliche Programme an verschiedenen Standorten in Deutschland an denen man teilnehmen kann. Nach belieben der Führungskraft versteht sich.


