Arbeit Deutsche Post: Zeitdruck, Umgang mit Mitarbeitern, Menschlich bleiben.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt. Selbständigen Arbeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Regeln für die Arbeitszeit. Zu viel Menge zu wenig Zeit, nur um Leistung zu steigern. Dahingehend Mitarbeiter mehr schützen.
Verbesserungsvorschläge
Bessere Auswahl und Kontrolle der Standortleiter. Einheitliche Regeln zum Dienstende. Oder freiwilliges Mehrarbeiten zur Fertigstellung des Bezirks zulassen, ohne nur an Performance zu denken und somit künstlichen Zeitdruck den Mitarbeitern nehmen. Dadurch passieren weniger Fehler und vor allem weniger Unfälle. Weniger Fluktuation.
Mehr Angebote für Familien, zB. Bereitstellung Kita
Arbeitsatmosphäre
Ich habe als Abrufkraft in 2023 an einem Standort ca 15 km von Heidelberg begonnen und später in Teilzeit bei der Post als Zustellerin gearbeitet. Es hat mir gefallen, dass man ohne Vorkenntnisse und Ausbildung die Chance hatte, dort zu arbeiten. Zu Beginn hatte ich den Eindruck einer offenen und freundlichen Unternehmenskultur. Später in der Arbeit in Teilzeit wurde man jedoch immer weniger in neue Bezirke eingearbeitet. Die Bezirke waren immer grösser geworden und in der regulären Arbeitszeit kaum zu schaffen. Wenn man angeboten hatte länger zu arbeiten musste man anrufen und nach "einer halben Stunde" fragen. Oftmals kam dann "ungern gebe ich die halbe Stunde" . Werte wie Zuverlässigkeit, Qualität etc konnte ich immer weniger erkennen.
Gleichberechtigung
Jeder hat die Chance ohne Vorkenntnisse dort zu beginnen. Standortleiter haben uns aber oftmals nicht gleich behandelt. Eine Standortleiterin war leider rassistisch gegen nicht Deutschstämmige und Mitarbeiter mit Schwerbehindertenbezirk. Die waren ihr grundsätzlich "zu langsam" und sie hat sich mit anderen Mitarbeitern abfällig über sie geäußert. Eine Art Doppelmoral. Als ich mal morgens sagte, dass ein Bezirk zu gross ist, um ihn zu schaffen, wurde mir in einem herrischen Ton gesagt, dass man davon nichts hören wolle und man solle vor den neuen Mitarbeitern so was nicht sagen. Ich habe deswegen gekündigt. Erst danach haben die übergeordneten Leiter sich den Bezirk angesehen und ihn nach unten korrigiert weil er Plus 1 war.
Arbeitsbedingungen
Ich bin in 2026 einen KFZ Bezirk gefahren. Die Autos waren alte VW Busse ohne Klimaanlage. Es kam vor dass bei 40 Grad Außentemperatur nur eine Scheibe aufging. Was dann eine gefühlte Innentemperatur von 50 Grad verursachte. Man habe keine Zeit das Auto gleich zu tauschen, ich müsse erstmal weiter damit fahren. Mit Fahrrad war es angenehmer, doch wurde auch da erwartet, dass man bei hoher Temperatur gleich gut abliefert. Es gab kein länger oder weniger an heißen Tagen. Man solle nicht umfallen weil sonst hätten sie zu viel Schreibarbeit. Sich auf eine Bank setzen. Aber dafür hatte man keine Zeit.
Gehalt/Benefits
Gehalt war gut. Man konnte von Abrufkraft nach Teilzeit wechseln oder Vollzeit.


