Überlege dir zweimal, ob du dich da bewerben möchtest.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die große Hilfsbereitschaft und den starken Zusammenhalt unter den Kollegen. Außerdem gibt es durchaus attraktive Benefits wie einen Firmenwagen (inklusive Privatnutzung), eine Steuersparcard, Nettozulagen und eine Umsatzbeteiligung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den immensen Umsatzdruck und die extreme Abhängigkeit vom jeweiligen Auftrag. Projekte werden völlig unterschiedlich (teils sehr gut, teils sehr schlecht) verkauft. Ohne lukratives Großprojekt sind die starren Umsatzvorgaben oft unerreichbar – erst recht, wenn halbe Tage für Anfahrten draufgehen und man mit defekten Messgeräten kämpft. Statt Support oder Ursachenforschung gibt es bei Zielverfehlung nur noch mehr Druck von oben.
Verbesserungsvorschläge
Lohnt die Mühe nicht. Selbst über interne Tools eingereichte Vorschläge der Mitarbeiter bleiben monatelang unbeantwortet oder werden am Ende nur extrem oberflächlich abgefertigt.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung ist spürbar bedrückt und von Distanz geprägt. Als Techniker im Außendienst hat man leider oft den Eindruck, dass die Führungsebene in der Zentrale nicht unterstützend agiert, sondern vielmehr gegen die eigenen Leute vor Ort arbeitet.
Image
Das Außenimage entspricht absolut nicht der internen Realität. Die Grundstimmung ist spürbar negativ: Sowohl Angestellte als auch direkte Vorgesetzte äußern sich regelmäßig und sehr kritisch über die Unternehmenszentrale. Das Vertrauen in die Entscheidungen der Hauptverwaltung fehlt praktisch komplett.
Work-Life-Balance
Die Reisetätigkeit ist massiv. Einsätze erfordern oft Anreisen am Sonntag und Rückreisen am späten Freitag. Der Samstag bleibt als einziger Tag für Erledigungen und das Privatleben. Die dadurch zwangsläufig entstehenden Überstunden werden nur widerwillig anerkannt und der Abbau wird unnötig verkompliziert.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen werden kaum gefördert und sind nur schwer zu bekommen. Von Arbeitgeberseite besteht spürbar wenig Interesse an der fachlichen Entwicklung des Personals.
Gehalt/Benefits
Trotz mehrfacher Erhöhung des Mindestlohns fanden bei Bestandsmitarbeitern keine Gehaltsanpassungen statt. Gleichzeitig werden für exakt dieselbe Position an meinem Standort neue Stellenanzeigen mit einem deutlich höheren Einstiegsgehalt geschaltet. Ein absolutes No-Go.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sozial: Eine spürbar hohe Fluktuation, Personal wird gefühlt wie am Fließband ausgetauscht. Umwelt: Das Unternehmen setzt auf eine große Dieselflotte. Dazu kommt eine extrem ineffiziente Tourenplanung, die zu unzähligen vermeidbaren Kilometern führt. Eine ressourcenschonende und sparsame Fahrweise wird weder aktiv gefördert noch belohnt.
Kollegenzusammenhalt
Unter den Mitarbeitern herrscht ein guter Zusammenhalt und man unterstützt sich gegenseitig im Arbeitsalltag. Das funktioniert erfreulicherweise völlig unabhängig von der Führungsebene sehr gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Zusammenhalt im Team ist positiv, das schließt ältere Mitarbeiter ausdrücklich mit ein. Man schätzt sich untereinander im Kollegenkreis.
Vorgesetztenverhalten
Die Qualität der Führung hängt extrem von der jeweiligen Person ab. Es gibt durchaus sehr hilfsbereite Vorgesetzte. Leider fallen andere jedoch durch Arroganz und massives Desinteresse auf, sodass man deren fachliche und menschliche Eignung für eine Führungsposition stark infrage stellen muss.
Arbeitsbedingungen
Neben der hohen Reisebelastung und einer fehlerhaften Zeiterfassungs-App fehlt es an professioneller Ausstattung. Die Messgeräte sind teils völlig veraltet und für den täglichen Dauereinsatz ungeeignet. Zwingend benötigte Standard-Adapter für den Prüfalltag erhält man oft erst nach mehrfacher Nachfrage.
Kommunikation
Intransparent. Wichtige Dokumente wie Stundenübersichten kommen monatelang zu spät und fehlerhaft. Schriftliche Nachfragen, etwa zum plötzlichen Verfall von Überstunden, bleiben unbeantwortet. Und das ist nur ein Beispiel von vielen.
Gleichberechtigung
Im menschlichen Umgang ist keine Benachteiligung spürbar. Ein massives Problem ist jedoch die finanzielle Gleichberechtigung: Für exakt dieselbe Tätigkeit und Qualifikation gibt es eklatante und unfaire Gehaltsunterschiede zwischen langjährigen Mitarbeitern und Neueinstellungen.
Interessante Aufgaben
Die fachlichen Tätigkeiten sind sehr eintönig und stark von Routine geprägt. Die an sich eher belastende hohe Reisetätigkeit sorgt hierbei zumindest für ein wenig räumliche Abwechslung im Arbeitsalltag.

