Kennzahlen, Kennzahlen, Kennzahlen.. und ein Stück Pizza im Jahr als Dank :-)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Stück Pizza, das man einmal im Jahr bei Teammeetings erhält
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der kleine Mann bleibt auf der Strecke und buckelt sich einen ab, während sich die da oben die Taschen voll machen. Es kommt immer mehr Arbeit auf einen zu, aber keine Entlastung. Stellen werden gestrichen, Aufgaben anderer Abteilungen zusammengeworfen und es entsteht immer mehr Chaos, sodass irgendwann keiner mehr den Überblick behält.
Ein Dankeschön bekommt man höchstens durch eine generierte E Mail. Ansonsten erhält man gefühlt jede Woche neue Vorgaben, was man als Team noch besser machen soll, um der Beste zu sein. Stellen werden nicht nachbesetzt und als Dank für die geleistete Arbeit gibt es weder eine angemessene Prämie noch eine besondere Anerkennung.
Die Leute gehen kaputt und selbst das wird oft schöngeredet. Es heißt dann, das seien nur Einzelfälle. Sobald es einem wieder besser geht, wird einem nahegelegt, die Abteilung zu wechseln oder sich etwas anderes zu suchen.
Ebenso verstehe ich nicht, wie das größte Telekommunikationsunternehmen Deutschlands es nicht schafft, flexibleres Remote Arbeiten zu ermöglichen. Für viele Tätigkeiten ist eine Anwesenheit vor Ort gar nicht notwendig. Es gibt unterschiedliche Charaktere. Manche Menschen sind introvertiert oder können zu Hause deutlich ruhiger und konzentrierter arbeiten. Darauf wird jedoch kaum Rücksicht genommen. Stattdessen muss man Präsenz zeigen und teilweise nur ins Büro kommen, um dem Kollegen im Nacken zu sitzen.
Der zusätzliche Stress und die langen Fahrwege, die dadurch für viele entstehen, haben für mich wenig mit einer modernen Work Life Balance zu tun :(
Verbesserungsvorschläge
Weniger Fokus auf Kennzahlen und mehr auf die Menschen, die die Arbeit jeden Tag erledigen. Kritik und Verbesserungsvorschläge sollten nicht nur angehört, sondern auch ernst genommen werden.
Mehr Vertrauen in die Mitarbeitenden und mehr Flexibilität beim Homeoffice, wenn die Tätigkeit es zulässt. Außerdem sollten offene Stellen nachbesetzt werden, statt die Arbeit immer auf weniger Schultern zu verteilen.
Mehr Wertschätzung für gute Arbeit, nicht nur durch automatische Dankesmails, sondern auch durch faire Prämien, bessere Leistungen oder einfach ehrliches Feedback. Auch Themen wie Überlastung, Stress und Burnout sollten ernster genommen werden, bevor Mitarbeitende daran kaputtgehen..
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre steht und fällt mit dem Team und der Führungskraft. Unter den Kollegen ist der Zusammenhalt meist gut, weil viele mit denselben Herausforderungen zu kämpfen haben und sich gegenseitig unterstützen. Gleichzeitig sorgen hoher Arbeitsdruck, ständige Veränderungen und fehlendes Personal immer wieder für Unruhe. Oft hat man das Gefühl, dass immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt wird.
Image
Der Name macht seinem Ruf alle Ehre. Wenn manche wüssten, wie die Kunden uns teilweise betiteln, würde das wohl niemanden mehr wundern
Work-Life-Balance
Ist Work Life Balance gegeben, wenn man selbst keinen Homeoffice Tag bekommt, obwohl man ein privates Anliegen hat und dies mehrere Wochen im Voraus angekündigt wurde?
Kollegen, die krank sind, dürfen hingegen die gesamte Woche von zu Hause arbeiten, während die übrigen Mitarbeitenden die zusätzliche Belastung auffangen müssen.
"Mobile Working" ist ein Witz mit dem vorgegebenen Tag.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung? Man bekommt eine PDF die man sich durchlesen darf, wenn man Zeit dafür bekommt.
Karriere? Nur wenn man wirklich gute Kontakte hat
Gehalt/Benefits
Wenn Verdi nicht streikt, bleibt der Mitarbeiter auf der Strecke. Kein Urlaubs oder Weihnachtsgeld, keine Prämie oder 13. Gehalt und das bei einer Firma, die Milliarden umsetzt. SEHR TRAURIG!!
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mehr schein als sein
Kollegenzusammenhalt
Mit der einzige Grund, wieso die Arbeit noch Spaß macht
Umgang mit älteren Kollegen
Ich habe schon öfter erlebt, dass ältere Kollegen beiseitegeschoben werden, weil ihnen angeblich die schnelle Auffassungsgabe fehlt. Statt sie einzubeziehen und zu fördern, werden sie oft einfach arbeiten gelassen und bei Veränderungen kaum noch berücksichtigt
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetzte wechseln häufiger, als man sich ihre Namen merken kann. Jeder Neue versucht, etwas anderes umzusetzen, wodurch noch mehr Druck und Stress im Team entsteht, oft nur wegen der Kennzahlen. Spricht man problematische oder heikle Themen an und weist darauf hin, dass etwas in der Praxis nicht umsetzbar ist, wird häufig nicht zugehört. Werden die vorgegebenen Ziele nicht erreicht, ist die betreffende Führungskraft oft schneller wieder weg, als man schauen kann..
Arbeitsbedingungen
Großraumbüro mit ständigem Lärm im Hintergrund, was besonders bei Kundengesprächen sehr unangenehm ist. Konzentriertes Arbeiten fällt dadurch oft schwer. Trotzdem wird viel Wert auf Präsenz gelegt, obwohl man teilweise das Gefühl hat, nur im Büro zu sitzen, um dem Kollegen im Nacken zu atmen..
Kommunikation
Die Kommunikation lässt immer mehr nach, meistens muss man sich alle neuen Informationen selber beschaffen.
Gleichberechtigung
Gibt mitterweile zum Glück mehr Teamleiterinnen, mit viel Empathie
Interessante Aufgaben
Es kommen immer mehr neue Themen wie Glasfaser, Netzausbau etc.


