Früher ein stolzer Arbeitgeber, heute ein dystopisches Sparprogramm mit Greenwashing und billiger Auslandsarbeit
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Arbeitsumfeld wirkt zunehmend dystopisch: Mitarbeitende trifft man kaum noch persönlich, die IT-Ausstattung wirkt billig, und viele Aufgaben werden ins Ausland verlagert, wodurch der direkte Austausch und der Zusammenhalt im Team stark beeinträchtigt werden.
Verbesserungsvorschläge
Die Geschäftsführung sollte Maßnahmen ergreifen, um den persönlichen Austausch zwischen Mitarbeitenden wieder zu fördern, etwa durch regelmäßige Präsenztreffen oder Team-Retreats. Gleichzeitig sollte in moderne IT-Ausstattung investiert werden, damit Mitarbeitende effizient arbeiten können. Aufgaben, die ins Ausland verlagert wurden, sollten wieder zurückgeholt werden damit der Standort Deutschland erhalten bleibt und sich die Deutsche Telekom auch weiterhin Deutsch nennen darf. Ziel sollte ein Arbeitsumfeld sein, das sowohl produktiv als auch menschlich bleibt.
Arbeitsatmosphäre
Es herrscht ein Arbeitsklima des Rückgangs. In den vergangenen Jahren wurden zunehmend Stellen abgebaut, ohne dass entsprechende Nachbesetzungen erfolgten. Trotz des Einsatzes sogenannter digitaler Hilfsmittel ist der Arbeitsdruck in den Abteilungen erheblich und setzt die Mitarbeitenden dauerhaft unter starke Belastung. Dieser Druck wird durch die agile Arbeitsweise zusätzlich verstärkt, da täglich eine Rechtfertigung der aktuellen Tätigkeiten eingefordert wird.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Super! Wenn trotz des knappen Reisebudgets doch einmal Dienstreisen genehmigt wurden, durfte man quer durch Deutschland mit der Deutschen Bahn reisen und sich in einem günstigen Hotel „absetzen“. Am besten natürlich ein Hotel im Bahnhofsviertel, direkt neben der Dönerbude, denn das knappe Reisekostenbudget reichte oft gerade mal für eine Tüte Pommes und eine Cola.
Kollegenzusammenhalt
Die Deutsche Telekom, die sich meiner Meinung nach nicht mehr so nennen sollte, engagiert mittlerweile überwiegend Fachkräfte im Ausland. Der Kollegenzusammenhalt war in meiner Abteilung nur mäßig, da viele Kollegen sowohl im Inland als auch im Ausland verteilt arbeiteten. Ein echtes Miteinander auf Augenhöhe war kaum möglich, da persönliche Treffen aufgrund fehlender Reisekostenbudgets nicht realisiert werden konnten. Für mich war dies entscheidend dafür, nach über zehn Jahren meine Position zu kündigen und mich für einen menschlicheren Arbeitgeber zu entscheiden.
Arbeitsbedingungen
Man erhält ein Lenovo Laptop, eine billige Plastik Maus für 10€ und eine klappernde billig Tastatur. Es wird kein Wert auf höhenwertige oder ergonomische Arbeitsmittel gelegt.
Kommunikation
Zahlreiche Meetings, zu denen man häufig lediglich als Zuhörer eingeladen wird, unterbrechen regelmäßig die eigentliche Arbeit und reduzieren die produktive Arbeitszeit erheblich. Zusätzlich wird ein permanentes Greenwashing über interne E-Mail-Kommunikation betrieben. Parallel dazu werden wohlklingende Botschaften zu Themen wie LGBTQ+ und Diversität verbreitet, die jedoch überwiegend symbolischen Charakter haben und kaum spürbare Auswirkungen auf den tatsächlichen Arbeitsalltag zeigen.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung existiert hier vor allem auf dem Papier und in der Außendarstellung, um das Unternehmen besser darzustellen, als es tatsächlich ist. In Betriebsversammlungen wird seit Jahren wiederholt gegen eine bestimmte politische Partei hetzerisch Stellung bezogen. Für mich bedeutet echte Gleichberechtigung, dass jede Person in ihrer freien Meinung respektiert wird und „gebrainwashed“ wird.
Interessante Aufgaben
Monotone Aufgaben, oft mit unrealistischen Zeitplänen und minimalem Budget ausgestattet. Der Arbeitsalltag findet überwiegend im Home-Office statt, während man gleichzeitig durch ständige Telefon- und Videokonferenzen über das Headset dauerbeschallt wird. Dies erschwert konzentriertes Arbeiten und erhöht den Stresspegel dauerhaft.

