Enttäuscht von der Entwicklung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
„Bis zu 30 Tage pro Monat Homeoffice“ – so wurde es mir noch vor etwa einem Jahr in der ersten Nachricht des Personal Recruitings der DEVK kommuniziert. Während meiner Bewerbungsgespräche hieß es dann bereits, ein Bürotag pro Woche sei Pflicht. In der vergangenen Woche wurde nun angekündigt, dass es zukünftig zwei Bürotage pro Woche sein sollen.
Diese schrittweise Veränderung der Rahmenbedingungen empfinde ich als enttäuschend. Das Vertrauen, das ich der DEVK durch meinen Wechsel entgegengebracht habe, sehe ich dadurch deutlich beschädigt.
Arbeitsatmosphäre
Die alltägliche Arbeitsatmosphäre innerhalb meines Teams ist super.
Kommunikation
Die bereichsübergreifende Kommunikation empfinde ich als ausbaufähig. Aus meiner Sicht fehlen Formate, die einen regelmäßigen teamübergreifenden Austausch fördern. Dadurch ist es bereits mehrfach vorgekommen, dass ähnliche oder dieselben Probleme von verschiedenen Teams unabhängig voneinander bearbeitet wurden.
Die Kommunikation zur neuen Homeoffice-Regelung habe ich als wenig transparent und nicht wirklich ergebnisoffen wahrgenommen. Zwar wurde viel Raum für Rückmeldungen eingeräumt, auf die vorgebrachten Gegenargumente wurde aus meiner Sicht jedoch kaum eingegangen. Das Meeting vermittelte bei mir den Eindruck, dass Mitarbeitende zwar einbezogen werden sollten, die Entscheidung selbst aber bereits weitgehend feststand.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des eigenen Teams ist der Zusammenhalt gut, übergreifend wird jedoch gelegentlich auch nur das eigene Ergebnis optimiert, statt zu schauen was gut für die gesamte DEVK wäre.
Work-Life-Balance
Es gibt einen Arbeitszeitrahmen von 6:30 Uhr bis 19:30 Uhr, innerhalb dessen die eigene Arbeitszeit abgesehen von Meetings frei verteilt werden kann. Für mich persönlich ist es unverständlich, warum man hier nicht Flexibilität bis zum maximalen gesetzlichen Rahmen ermöglicht. Ich würde gelegentlich auch gerne nach 20 Uhr noch arbeiten können, und dafür die Tageszeit anders nutzen.
Urlaub kann in Absprache mit dem eigenen Team auch sehr kurzfristig genommen werden.
Homeoffice ist aktuell noch bis zu vier Tage pro Woche möglich, soll aber zukünftig für die IT auf drei Tage eingeschränkt werden.
Vorgesetztenverhalten
Auf der untersten Führungsebene ist das Verhalten absolut vorbildlich, und man kann sich voll auf seinen Vorgesetzten verlassen. Je höher man jedoch kommt, desto distanzierter scheinen die Führungskräfte von den Mitarbeitenden zu sein.
Interessante Aufgaben
Der Alltag ist geprägt von Compliance und Betriebsaufgaben, die in vielen anderen Unternehmen bereits (teil-)automatisiert wurden. Raum für Innovatives bleibt nur wenig.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung der Büros beurteile ich als eher schlecht. Es gibt keine Klimatisierung, lediglich einen Monitor pro Arbeitsplatz, und billige Tastaturen und Mäuse, welche nicht fest am Platz sind, sondern ständig mitgebracht werden müssen. Separate Webcams gibt es nicht, genutzt werden nur die in den Laptops integrierten Kameras.
Positiv hervorzuheben sind die höhenverstellbaren Schreibtische, sowie die vorhandenen Meeting Pods.

