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Bewertung

Weniger Homeoffice für alle oder wie sich eine Kultur zum negativen entwickelt

1,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei DEVK Zentrale Köln in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die aktuelle 1 zu 4 Homeoffice Regelung. Ich kann schon Konzentriert in meinem Homeoffice meiner Arbeit nachgehen. Bin direkt nach dem Aufstehen konzentiert bei der Arbeit ohne eine Stunde lang durch den Verkehr zu müssen.

Aber ja das war einmal ...

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das neue Management

Verbesserungsvorschläge

Never touch a running system... Wir als IT haben dazu beigetragen das die letzten Jahre ein Rekord nach dem anderen eingefahren wurde. Ob das nun bestimmte abschlüsse sind, die Stabilität oder auch nur die Zufriedenheit der Lösung dir wir bereitstellen.

Es hat alles sehr gut funktioniert und muss jetzt geändert werden. Warum? Weil es halt jedes Unternehmen so macht (angeblich)

Arbeitsatmosphäre

Leider ändert sich gerade die schöne Kultur der DEVK und das nicht zum Positiven. Seit ein paar Monaten gibt es ein ganz neues Management das von extern kommt, das scheinbar die Aufgabe hat die DEVK grundlegend zu verändern. Alles was die DEVK vormals ausgemacht hat, wird gnadenlos wegzurationalisieren.

Gab es vor der Umstellung noch eine kleine Wertschätzung für die Mitarbeiter (ein Geschenk für ca. 30 Euro) zum Geburtstag wurde das mit dem Amtsantritt direkt gestrichen.

Jetzt folge das nächste. Die Homeoffice Regelung mit der viele von uns so vollmundig geworben wurden wird stark eingegrenzt. Das 1 zu 4 Modell mit dem ich geworben wurde, wird nun auf ein 2 zu 3 Modell geändert. Wobei schon direkt gesagt wird "Führungskräfte kommen mindestens 2 Tage rein, wenn die Mitarbeiter dann 2 Tage kommen, kommen Führungskräfte dann 3-4 Tage rein".

Am Ende wird es vermutlich dann heißen das Homeoffice wird ganz eingestellt. Wenn den Führungskräften schon solch ein Druck gemacht wird, damit sie vorbilder sind, ist doch klar, wo es am Ende hingehen wird. Dann wird es heißen "Deine Führungskraft sieht dich gar nicht mehr vor Ort, du mußt mehr reinkommen".

Kommunikation

Kommunikation ist unter aller sau. Und nein, mein Liebes Social Media Team, das liegt nicht drann, das wir im Homeoffice Arbeiten, sondern wie Kommuniziert wird.

Beispielsweise das mit den Geschenken. Wir wurde das Kommuniziert? Das Management hat es entschieden und die Führungskräfte sollten das Kommunizieren. Bei Homeoffice ist es genau so.

So funktioniert leider die Kommunikation seit dem neuen Management. Dinge werden entschieden und dann nach unten runter delegiert. Das mit dem Homeoffice ist nur eine weitere Option. Klar hat man den Offenen Austausch mal gesucht. Alle konnten ihre Meinung äußern, viel wurde von den Mitarbeitern geschrieben. War dem Managment nur egal. Aber hey würden wir alle reinkommen wäre das sicherlich ganz anders Kommuniziert wurden und wir würden die Gründe sicherlich viel besser verstehen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist super. Dank Homeoffice und Team erreicht man die Kollegen problemlos. Jeder sieht ob der andere Away ist und ruft dann später an. Oder man schreibt eine Kurze nachricht oder schaut nach ob man angerufen wurde und ruft dann entsprechend zurück.

Im Office geht das allerdings nicht. Wenn jemand bei mir im Büro stand und ich gerade woanders war, sehe ich das nicht. Ich weiß nicht das er da war und kann mich auch nicht bei ihm melden das ich nun zurück bin.

Wenn ich im Büro bin, bin ich auf jedenfall permanent in irgendwelchen Meetings in Meetingräumen. Handy und Laptop hat man nicht dabei, die eigentliche Arbeit ruht dann. Man kann noch nichtmals kurz auf einen Chat antworten. Aber hey das Management meint ja so würde man viel produktiver arbeiten.

Work-Life-Balance

Mit der Einschränkung vom Homeoffice wird sich für viele die Work-Life-Balance ändern. Habe ich mir mit meiner Frau die Kindererziehung noch geteilt, wird sie ab sofort viel mehr übernehmen müssen, da ich ab sofort eine Stunde hin und zurück fahren muss. Das sind pro Tag 2 Stunden Lebenszeit und pro Woche dann 4. Möchte man noch irgendwelche Agilen Meetings machen und die Bahn mal wieder nicht Pünktlich sein ist das schnell mal ein direkter Arbeitstag.

Aber hey wie sagte das Management doch so schön "Die Mitarbeiter müssen verstehen das es sich Lohnt seine Lebeneszeit im Büro zu verbringen". Leider wird nicht verstanden, das es auch unsere Lebenszeit ist die wir im Zug dann verbringen.

Vorgesetztenverhalten

Ich habe eigentlich kein Problem mit meinem Vorgesetzten. Ich mag ihn echt sehr gerne, aber beim Thema Homeoffice sieht man leider das er lediglich Befehlsempfänger ist. Er hat keinerlei Befugnisse die "Wünsche" vorm Management nicht umzusetzten. Der "Wunsch" das Homeoffice einzustellen ist leider keiner sondern eine direkte Anweisung.

Interessante Aufgaben

Eigentlich schon, ok regulatorik mag niemand und es gibt viel Dokumentation. Aber war man frei die im Homeoffice mit Klimaanlage und guter Musik entspannt herunter zu schreiben.

jetzt werden wir gezwungen reinzukommen, wo andere Firmen die Mitarbeiter Finanziell unterstüzten, Benzin, Parkticket oder Bahnfahrten dafür zusätzlich zu bezahlen. Wir haben aktuell keine Klimaanlage und können auch keine Musik hören.

Liebes Social Media Team, bitte schreibt jetzt nicht, das im neuen Gebäude eine Klimaanlage drin ist. Wir alle wissen das es wieder ein Großraumbüro werden wird. 20-30 Stimmen und mehr auf einer Riesen Fläche die gleichzeitig miteinander sprechen und sich austauschen oder Telefonieren. Da braucht man keine Musik mehr, das ist Psychischer Stress.

Gleichberechtigung

Eigentlich schon, im IT Vorstand ist jetzt auch eine Frau

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen, die wie ich Probleme nun bekommen mit der Erziehung ihrer Kinder sind auf sich alleine gestellt.

Klar redet man von Außnahmeregelungen. Wenn einmal im Jahr niemand auf das Kind aufpassen kann, dann darf man gnädigerweise einen weiteren Homeoffice Tag einbauen. Das teilweise aber mehrfach die Woche die Kinderbetreuung ausfällt und man dank Homeoffice es so organisieren konnten, das man um 13 Uhr ausstempeln und dann schnell zur Kita fahren konnte das Kind abholen konnte, da es nicht bis 16 Uhr bleiben kann, wird leider vergessen.

Arbeitsbedingungen

Wenn das Thema mit der Reduzierung vom Homeoffice nicht wäre...

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die Mitarbeiter sollen mindesten einen zusätzlichen Tag reinkommen. Sie müssen dafür Benzin kaufen und verbrennen. Ein Umweltbewußtsein gibt es hier definitiv nicht, sonst wäre dem Management aufgefallen, das die Umwelt hier definitiv stärker belastet wird.

Was das Sozialbewusstsein angeht ist das ähnlich. Es interessiert welche Aufgaben umgesetzt werden. Ob der Mitarbeiter da ein Problem hat, das interessiert nicht. Ja man sprach von Ausnahmeregelungen und Zeitgleich wurde gesagt "das dürften nur sehr wenige sein". Sprich 1-2 Tage mehr im Jahr Homeoffice werden ok sein. Jeden Monat 1-2 zusätzliche definitiv nicht.

Gehalt/Benefits

Gehalt ist leider unter anderen Unternehmen und das sehr weit. Ja HR erzählt immer das man genau so viel bezahlt wie andere Versicherungen. Blöderweise finden die anderen Versicherungen auch keine Mitarbeiter. Aber das ist vermutlich dem Fachkräftemangel geschuldet, am Gehalt liegts sicherlich nicht.

Image

Eigentlich hat die DEVK ein gutes Image. Ich habe vielen meiner Freunde davon erzählt und auch Werbung für die Mitarbeitermarke gemacht. Durch die Homeoffice einschränkung habe ich leider derzeit nichts gutes zu berichten und vielfach versuchen meine Freunde mich nun abzuwerben.

Karriere/Weiterbildung

Bis vor kurzem konnte man noch jede Weiterbildung buchen, die für seinen Bereich sinvoll war.

Seit dem neuen Management ist komischerweise aber nicht mehr so viel Geld da und viele Schulungen sollen doch lieber aufgeschoben werden oder man soll drüber nachdenken

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Arbeitgeber-Kommentar

MichaelDEVK Kununu-Team

Hallo nach Köln,
puh, deine Bewertung schüttelt uns erst mal ordentlich durch. Aber danke, dass du dir die Zeit genommen hast, so extrem offen aufzuschreiben, was dich gerade bewegt und ärgert.
Dass der Wegfall der Geburtstagsgeschenke und die Diskussion um die Präsenztage dir das Gefühl geben, die familiäre DEVK-Kultur gehe verloren, tut uns unendlich leid. Und nein, wir flüchten uns jetzt nicht in Ausreden. Wir verstehen völlig, dass zwei Stunden zusätzliche Pendelzeit pro Tag ein harter Einschnitt in deinen Familienalltag sind.
Trotzdem wollen wir ein großes Missverständnis aufklären: Es gibt absolut keinen "geheimen Plan", das Homeoffice komplett abzuschaffen! Die bestehende Betriebsvereinbarung bleibt die feste Grundlage für unser hybrides Arbeiten. Wir wollen das Rad nicht zurückdrehen, sondern uns perspektivisch an einem Modell mit zwei Tagen Präsenz und drei Tagen Homeoffice orientieren, ein Modell, das in vielen anderen Bereichen der DEVK und am Markt absolut üblich und bewährt ist.
Warum das Ganze? Die IT steht vor riesigen, komplexen Aufgaben. Dafür brauchen wir wieder mehr direkten, unkomplizierten Austausch und echtes gemeinsames Lernen über Teamgrenzen hinweg, was remote manchmal einfach auf der Strecke bleibt.

In den kommenden Wochen wollen wir bewusst erst mal gemeinsam Erfahrungen sammeln und schauen, wie wir diese Präsenztage für alle Beteiligten sinnvoll und stressfrei gestalten können. Bitte sprich auch das Thema Kinderbetreuung ganz offen bei deiner Führungskraft an.

Viele Grüße
Michael

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.