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Bewertung

Für mich keine empfehlenswerte Arbeitgebererfahrung

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei DEVK Agentur Ludwig (Finnentrop) in Finnentrop gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ehrlicherweise nichts.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Fehlende Transparenz, mangelnde Wertschätzung, unzureichende Kommunikation, hoher Verkaufsdruck, unrealistische Zielvorgaben und ein Führungsstil, den ich als wenig respektvoll und wenig selbstkritisch empfunden habe. Insgesamt war das Arbeitsumfeld für mich weder motivierend noch nachhaltig.

Verbesserungsvorschläge

Mehr Transparenz bei der Provisionsabrechnung, eine offene und direkte Kommunikation, ein respektvoller Umgang mit Mitarbeitern und Kunden sowie realistische Zielvorgaben würden das Arbeitsklima deutlich verbessern. Ebenso wünsche ich mir mehr Selbstreflexion der Führungskräfte, nachvollziehbare Entscheidungen und eine Unternehmenskultur, in der Kritik ernst genommen wird und Mitarbeiter langfristig gefördert statt kurzfristig ersetzt werden.

Arbeitsatmosphäre

Zu Beginn wird ein familiäres Arbeitsklima vermittelt. Meiner Erfahrung nach begann dieser Eindruck jedoch bereits nach kurzer Zeit zu bröckeln. Wer die aus meiner Sicht sehr hohen Erwartungen der Geschäftsführung nicht erfüllte, musste offenbar mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen – bis hin zur Kündigung.

Während meiner Beschäftigungszeit wurden nach meinem Kenntnisstand insgesamt vier Mitarbeiter, einschließlich mir, gekündigt. Das hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass Kündigungen dort kein Ausnahmefall sind. Insgesamt habe ich die Unternehmenskultur als wenig wertschätzend und wenig nachhaltig im Umgang mit Mitarbeitern empfunden.

Kommunikation

Die Kommunikation habe ich als unzureichend empfunden. Konstruktives Feedback wurde nach meiner Erfahrung selten direkt gegeben. Stattdessen wurden Kritikpunkte häufig über den Seniorchef an mich herangetragen, anstatt sie persönlich anzusprechen. Dadurch entstand für mich keine offene oder vertrauensvolle Gesprächskultur.

Work-Life-Balance

Bei 25 Urlaubstagen, ohne Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, empfand ich die Rahmenbedingungen bereits als wenig attraktiv. Gleichzeitig wurden hohe Erwartungen an die Anzahl der wöchentlichen Termine gestellt, obwohl parallel Laufkundschaft betreut und weitere organisatorische Aufgaben erledigt werden mussten. Für mich war das auf Dauer nicht realistisch.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten habe ich als wenig selbstkritisch erlebt. Fehler wurden aus meiner Sicht selten eingestanden. Kritik wurde häufig einseitig an Mitarbeiter weitergegeben, während eigene Entscheidungen nicht hinterfragt wurden. Wertschätzende Führung habe ich während meiner Beschäftigung vermisst.

Gleichberechtigung

Den Umgang mit weiblichen Beschäftigten habe ich teilweise als respektlos empfunden. Einzelne Situationen wirkten auf mich unangemessen und wenig professionell. Insgesamt hatte ich nicht den Eindruck, dass ein wertschätzender und gleichberechtigter Umgang selbstverständlich war.

Umgang mit älteren Kollegen

Besonders negativ ist mir eine Situation in Erinnerung geblieben, in der gegenüber einer älteren Kollegin trotz ihrer damaligen Krebserkrankung eine Bemerkung über ihren Gewichtsverlust gemacht wurde. Ich habe diese Aussage als unangemessen empfunden und dies auch unmittelbar angesprochen. Die anschließende Reaktion der Führungskräfte hat meinen negativen Eindruck zusätzlich verstärkt.

Arbeitsbedingungen

Die technische Grundausstattung war in Ordnung. Die Büroräume wirkten jedoch auf mich veraltet und wenig einladend. Insgesamt entsprach das Arbeitsumfeld aus meiner Sicht nicht den Erwartungen an einen modernen Arbeitsplatz.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt bestand aus einem Fixum und einer erfolgsabhängigen Provision. Aus meiner Sicht wurde die vertraglich vereinbarte Provisionsregelung jedoch nicht wie erwartet umgesetzt. Dies führte während meiner Beschäftigung zu wiederholten Diskussionen und Unzufriedenheit. Zusätzliche Leistungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld gab es ebenfalls nicht.

Image

Das Image der Agentur habe ich als durchwachsen wahrgenommen. In Kundengesprächen hatte ich mehrfach den Eindruck, dass Unzufriedenheit mit der Beratung und dem Auftreten der Geschäftsführung bestand. Insgesamt entsprach der Außenauftritt nicht dem professionellen Eindruck, den ich mir von einer Versicherungsagentur wünsche.

Karriere/Weiterbildung

Fachliche und persönliche Weiterentwicklung hatten aus meiner Sicht keine hohe Priorität. Der Schwerpunkt lag nahezu ausschließlich auf Verkaufszahlen und Zielvorgaben. Unterstützung oder gezielte Förderung habe ich während meiner Tätigkeit nicht erfahren.

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Arbeitgeber-Kommentar

LydiaDEVK Kununu-Team

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemaliger Kollege,

ich bedanke mich bei dir, dass du dir die Zeit für diese Bewertung genommen hast.

Auch wenn wir uns über einen Stern natürlich nicht freuen können, finde ich es toll, dass du ihn mit konkreten Informationen gefüllt hast. Damit gibst du uns die Chance, deine Sichtweise zu verstehen und aus deinen Erfahrungen zu lernen.

Das Lesen deiner Bewertung war ein Wechselbad der Gefühle. Besonders bewegt hat mich die von dir geschilderte Situation rund um eine an Krebs erkrankte Kollegin. Unsere Unternehmenswerte Fairness, Fürsorglichkeit und Zusammenhalt geben den Rahmen für unser Miteinander vor. Jede und jeder Einzelne trägt Verantwortung dafür, dass diese Werte im Alltag mit Leben gefüllt werden. Herzlichen Dank, dass du Haltung gezeigt und dich für die Kollegin eingesetzt hast.

Du beschreibst darüber hinaus zahlreiche weitere Aspekte, die du als belastend und enttäuschend erlebt hast. Auch wenn ich nicht auf jeden einzelnen Punkt eingehen möchte, wird deutlich, dass deine Erwartungen an die Zusammenarbeit in wesentlichen Bereichen nicht erfüllt wurden.
Eine Tätigkeit in unseren Agenturen ermöglicht ein Einkommen, von dem man gut leben kann 😉. Gleichzeitig bringt sie besondere Anforderungen an Eigenverantwortung, Zielorientierung, Selbstmanagement und persönliches Engagement mit sich. Kundentermine, Weiterbildung und organisatorische Aufgaben wollen jeden Tag unter einen Hut gebracht werden. Was das in der Praxis bedeutet, erkennt man manchmal erst, wenn man selbst mittendrin steckt.

Etwas anders blicke ich auf die Kritik an Urlaubstagen, Gehaltsbestandteilen oder den Räumlichkeiten. Das sind Rahmenbedingungen, die man bereits vor dem Start kennen sollte.

Zusammenfassend entwickelt sich leider nicht jede Zusammenarbeit so, wie beide Seiten es sich ursprünglich erhofft haben. Dann ist es konsequent und richtig, neue Wege zu gehen.

Ich wünsche dir für deine Zukunft alles Gute.

Viele Grüße
Lydia

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.