Gut am Arbeitgeber finde ich
Fortbildungsangebote, Gehalt und vor allem die Vielfalt in der Diakonie Himmelsthür!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Entscheidungen von ganz oben sind manchmal nicht umsetzbar oder weniger sinnvoll im Alltag/ für die Bewohner. Umbaumaßnahmen z.B. große Belastung für Bewohner und uns.. Handwerker in den privaten Zimmern schon am Morgen, Umzüge innerhalb der Gruppe, neue Lebensräume, große Lärmbelästigung und immer wieder neue Menschen. Das stellt für manche Bewohner ein Problem dar. Und das seit mehreren Monaten fast täglich.
Verbesserungsvorschläge
Gerne weiter und mehr Werbung. Einige Mitarbeiter hätten bestimmt auch gute Ideen und Verbesserungsvorschläge wissen jedoch nicht von der Möglichkeit, bei kununu zu bewerten. Vielleicht gibt es da andere Ideen für. Die Einspringprämien waren bis vor einigen Monaten vollkommen in Ordnung, danach wurden sie (unnötigerweise) erhöht und nun komplett gestrichen. Eine niedrige Einspringprämie weiterhin wäre für die meisten völlig legitim gewesen. Gleichzeitig wurde der Zugang zur Zeitarbeit erschwert, sodass nun natürlich die Frage ist, ob zwei Hürden gleichzeitig die Nachbesetzung erschweren können...
Arbeitsatmosphäre
Meine Vorgesetzte ist eine liebe WBL, sie lobt auch ab und zu unser Verhalten und ist froh darüber, wenn wir einspringen können. Vertrauen ist so mäßig, da hinterrücks gerne mal gequatscht wird. Ansonsten versucht die WBL uns das Arbeiten so angenehm, wie es ihr möglich ist, zu machen. Ob sie konsequent genug für eine WBL ist, darüber lässt sich streiten.
Image
Die Diakonie Himmelsthür steht für vielfältige und zeitgemäße Angebote zur Inklusion. Vielfältig ja, definitiv. Zeitgemäß kann man sich drüber streiten. Es gibt bereits beim Transport Schwierigkeiten, jede Rollstuhlgröße in den vorhandenen Rollstuhlcaddy zu bekommen. Die Busanbindung von und nach Sorsum ist eher mäßig gut. (Auch für Mitarbeitende..) Auch in Hildesheim ist noch viel mehr Barrierefreiheit nötig, damit jeder Mensch gleichberechtigt am Leben teilnehmen kann! Ein wenig mehr Werbung, auch außerhalb der sozialen Netzwerke, wären ganz gut. Da sind Feste für die Öffentlichkeit sehr gut, um Kontakte knüpfen zu können und auch ggf. für neue Mitarbeitenden. Oder allgemein Veranstaltungen in der Stadt, Flohmärkte von der Diakonie Himmelsthür organisiert, "Party" Abende für alle. Irgendwie fällt mir hier mehr z.B. die Lebenshilfe auf als dass ich die Diakonie Himmelsthür präsent sehe. Vielleicht auch Werbeangebote oder selbstgemachte Dinge (aus TF?) zum Verkauf als kleine Ecke im z.B. Kaufland oder der Arneken Galerie. Ich weiß zwar nicht, was umsetzbar ist, jedoch ist dort noch Luft nach oben. Die sozialen Netzwerke sind werbungsmäßig jedoch schon ganz gut gestaltet. Weiter so.
Work-Life-Balance
Rücksicht wird bei privaten Terminen i.d.R. genommen, zumindest wenn man auf freie Tage/ AZK Tage pocht. Ansonsten kann natürlich intern getauscht werden. Wer sich das Recht heraus nimmt (wie ich z.B.), auch mal kurzfristig früher zu gehen und dafür an anderen Tagen gerne auch mal länger zu bleiben hat ganz gute Chancen, auf seine Balance zu kommen. Andere, die Angst vor Konsequenzen haben und alles hinnehmen, wie es geplant wurde, kommunizieren jedoch, dass sie unzufriedener sind. Schwierig sind nur einzelne Tage frei oder ständig Dienstwechsel in der Woche. (Spät/ Früh/ Spät/ Früh kann schon sehr schlauchen.)
Karriere/Weiterbildung
Unterschiedlich tatsächlich. Es gibt eine Pflegecampus App für die jährlichen Fortbildungen. Diese können jederzeit, auch zu Hause, angesehen werden. Die ProDema Fortbildung finde ich super!! Diese sollte für jeden zugänglich sein, jedoch hatten ein paar (auch nach Jahren) noch keine dieser "Pflichtfortbildung". Ein großes Lob an die beiden Trainer.
Es gibt ein vielfältiges Angebot an Fortbildungen, wir können uns als Mitarbeiter online anmelden. Bei Fortbildungen muss man jedoch selber dahinterstehen und sich dafür einsetzen, dass man diese machen möchte und einem genehmigt werden.
Mit sprachlichen Barrieren trauen sich manche nicht, diese Angebote alleine bzw. ohne eine andere Teamkollegin zu nutzen.
Gehalt/Benefits
Gutes, faires und pünktliches Gehalt. Es gab bis vor kurzem Einspringprämien, diese wurden jedoch nun gestrichen. Dafür gibt es jedoch an anderen Punkten ein wenig mehr Gehalt.
Alles in allem ein fairer Punkt bei der Diakonie Himmelsthür. Benefits gibt es auch; Hansefit, Jobticket oder eine Altersvorsorge als Beispiel.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Während der Umstellung der Wäscherei war natürlich ein wenig Ausnahmezustand. Interne Firmen werden gut integriert.
Ein wenig schade finde ich, dass ausschließlich Bargeld zur Bekleidungs- oder Pflegemittelbeschaffung genutzt werden darf.
Mülltrennung gibt es kaum, Plastik wird auch nicht unbedingt vermieden. Vor allem bei der Mittagessenslieferung fällt uns immer wieder auf, wie viel dafür genutzt wird. Es wird jedoch bei neuen Einrichtungen mehr auf die Umwelt geachtet. Das Haus hier ist einfach nicht mehr zeitgemäß und effektiv für die
Umwelt. Für die Mitarbeitenden gibt es jedoch Förderungen, zum Beispiel das Fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit.
Kollegenzusammenhalt
Wir machen das Beste draus. Ehrlichkeit kann man nicht von allen erwarten, wie auch sonst im außerbetrieblichen halt auch. Auf manche kann man sich verlassen, auf manche weniger. Im Großen und Ganzen jedoch ganz ok.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich konnte bislang nicht feststellen, dass ältere Kollegen benachteiligt werden. Eher im Gegenteil, manche dürfen sich sogar im Alter aussuchen, wen sie alles machen möchten und können. Ob das nun so teamfördernd ist oder nicht, darüber lässt sich streiten. Das wird natürlich auch nur bei durchsetzungsstarken Mitarbeitern durchgezogen, klar. Ansonsten werden Quereinsteiger gerne aufgenommen, solange die Arbeit, die sie verrichten gut und auch sozial ist.
Vorgesetztenverhalten
Meine WBL ist soweit nett, lässt jedoch jeden das machen, was er für richtig hält. Durchsetzungsvermögen ist wohl ein wenig schwieriger für sie, auch bei dringend notwendiger Durchsetzung!! (z.B. Dokumentieren, Ordnung, Sauberkeit!!, Wäsche und Lebensmittel bestellen etc.) Die Fachbereichsleitung habe ich noch nie gesehen; lediglich im Bewerbungsgespräch. Es scheinen jedoch auch dort (zwischen WBL und FBL) Kommunikationsprobleme zu geben. Höhere Positionen sind ansprechbar bei Veranstaltungen und Jahreszusammenkünfte. Das finde ich gut.
Jedoch werden durch die fehlende Nähe zur Pflege und unserem Alltag manchmal Dinge beschlossen, die uns völlig sinnfrei vorkommen. Diese können nur teils durch die WBL entgegengesetzt werden.
Arbeitsbedingungen
Puh.. Ein altes Haus, daher mit mehreren Dingen baulich bedingt zu kämpfen. Eher die Frage, wo ich dabei anfangen soll. Das Oberlin ist eines der letzten Häuser auf dem Campus in Sorsum. Sind wir mal ehrlich, das letzte verbleibende, noch gerade so funktionierende Wohnangebot.(außer dem Tabea, TF Rund- um) Es fühlt sich eher an wie das noch letzte bisschen ein wenig "verschönern"(baulich verändern) so gut es geht. Das Oberlin Wohnangebot sollte schon vor Jahren beendet sein, aber es kam wohl immer wieder etwas dazwischen. Nun heißt es wieder um die 5 Jahre Verlängerung.
Es sind um das Oberlin herum fast ausschließlich Lost Places, geschlossene Einrichtungen/ Häuser. In Sorsum ist nicht mehr viel los. Die Einkaufsmöglichkeit wurde nun auch genommen.
Es ist fraglich, wie die Keimbelastung des Wassers noch weitere mindestens 5 Jahre ohne weiteres bestehen soll. Spüler mehrfach pro Woche, das Wasser darf natürlich trotzdem nicht als Trinkwasser genutzt werden. Eigentlich überhaupt nicht mehr zeitgemäß bei einer so meist "modernen" Einrichtung an anderen Standorten.
Wir kleinen "Schafe" können daran natürlich nichts ändern und warten darauf, dass das Wohnangebot irgendwann abläuft..
Kommunikation
Schwierig. Pläne/ Absprachen und anderes werden i.d.R. per Zufall mitbekommen. Wenn, dann werden die Fachkräfte, die dafür zuständig sind informiert. Aber da ist definitiv noch Potenzial nach oben!
Gleichberechtigung
Ich denke nicht, dass es an geschlechtsspezifischen Dingen hapert. Es gibt viele Frauen in den höheren Positionen
Es geht eigentlich meist nur um dies, was du zeigst und nicht um das, wie du aussiehst. Das finde ich gut. Egal welcher Herkunft oder wie du dich wohl fühlst.
Interessante Aufgaben
Wir sind eigentlich für alles da. Ob es nun pädagogische Betreuung, Kaffee herausgeben, Medikamente stellen (inzwischen ja mal wieder erlaubt....), Zimmer aufräumen, Pflegemittel besorgen, Abendbrot vorbereiten, Versorgung und Lagerung etc pp ist. Finde ich super, daher bin ich als Erzieherin in diesem Bereich gelandet. Die soziale Komponente gefällt mir sehr, auch die verschiedenen Ausgangslagen der Kund*innen. Jeder kann unterschiedlich viel und daher ist jeder Tag ein wenig anders.