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Bewertung

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Mehr Schein als Sein. Der Außenauftritt täuscht über den Arbeitsalltag hinweg

2,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Monheim am Rhein gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Mitarbeiterzusammenhalt und angenehme Stimmung im Team.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der teilweise respektlose Umgang mit Mitarbeitenden und der unterschiedliche Umgang mit einzelnen Personen. Hinzu kommen ein vergleichsweise niedriges Gehalt, ein hohes Arbeitspensum und der damit verbundene Leistungsdruck. Insgesamt stehen die Erwartungen und der Druck häufig nicht im Verhältnis zur finanziellen und persönlichen Wertschätzung.

Verbesserungsvorschläge

Mehr Transparenz und eine offene, respektvolle Kommunikation würden den Arbeitsalltag deutlich verbessern. Die Geschäftsführung sollte aktiver auf Mitarbeitende zugehen, Anliegen ernst nehmen und konstruktiv auf Kritik eingehen. Regelmäßige, verbindliche Feedback- und Gehaltsgespräche sowie eine nachvollziehbare und faire Gehaltsstruktur würden dazu beitragen, die Zufriedenheit und Wertschätzung im Team nachhaltig zu stärken.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre unter den Kollegen ist grundsätzlich angenehm und locker. Gleichzeitig kann der Arbeitsalltag durch mehrere parallel laufende Projekte und sehr kurze Zeitvorgaben ziemlich stressig werden. Häufig entsteht dabei ein hoher Druck seitens der Geschäftsführung. Teilweise wird die eigene Arbeitsgeschwindigkeit kritisiert oder es werden Vorwürfe gemacht, wodurch die ansonsten entspannte Atmosphäre deutlich beeinträchtigt wird. Gerade durch KI muss jetzt plötzlich alles in fünf Minuten passieren.

Kommunikation

An Transparenz und offener Kommunikation mangelt es deutlich. Wichtige Informationen werden häufig gar nicht oder erst sehr spät weitergegeben, sodass man von Entscheidungen teilweise erst erfährt, wenn bereits Probleme entstanden sind. Selbst organisatorische Maßnahmen wie die Sperrung von Zugängen während einer Krankheitsphase erfolgen, ohne die betroffene Person darüber zu informieren.

Zwar wird betont, dass man sich bei Problemen jederzeit an die Geschäftsführung wenden könne, in der Praxis fühlt man sich mit seinen Anliegen oder geäußerter Kritik jedoch häufig nicht wirklich gehört oder ernst genommen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass offene Kommunikation zwar erwünscht ist, aber nicht unbedingt zu Lösungen führt. Insgesamt fehlt es an Transparenz, rechtzeitigen Absprachen und einem konstruktiven Umgang mit Feedback.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kollegen war immer top. Alle verstehen sich gut und kommen super miteinander aus.

Work-Life-Balance

Von einer ausgewogenen Work-Life-Balance kann bei der Arbeitsbelastung häufig keine Rede sein. Trotz flexibler Arbeitszeiten sitzt man nicht selten bis 19 oder 20 Uhr am Rechner, um das Arbeitspensum zu bewältigen. Nach Feierabend fehlt dann oft die Energie, um den privaten Interessen nachzugehen oder den Tag noch sinnvoll zu nutzen. Die flexiblen Arbeitszeiten sind zwar grundsätzlich ein Vorteil, gleichen die hohe Arbeitsbelastung jedoch nicht aus.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Geschäftsführung ist teilweise respektlos und wenig professionell. Bei Fehlern oder Problemen kommt es vor, dass Mitarbeitende lautstark zurechtgewiesen oder angeschrien werden. In einzelnen Situationen fallen dabei auch unangemessene Aussagen, die deutlich über sachliche Kritik hinausgehen. Dadurch entsteht ein Arbeitsumfeld, in dem man sich bei Fehlern schnell unter Druck gesetzt fühlt.

Zwar wird betont, dass man bei Schwierigkeiten jederzeit auf die Geschäftsführung zukommen soll, tatsächlich hat man jedoch häufig das Gefühl, mit seinen Erklärungen oder Anliegen nicht wirklich gehört zu werden. Teilweise werden Vorwürfe gemacht, während in anderen Situationen durchaus Verständnis für die Hintergründe gezeigt wird. Der Umgang wirkt dadurch wenig berechenbar.

Positiv hervorzuheben sind die Teamleiter, die sich in der Regel verständnisvoll, hilfsbereit und unterstützend zeigen. Allerdings stehen auch sie häufig unter hohem Zeitdruck.

Interessante Aufgaben

Durch den zunehmenden Einsatz von KI und den Fokus auf eine möglichst schnelle Produktion bleibt immer weniger Raum für kreative Konzepte und durchdachte Designlösungen. Statt sich intensiv mit Gestaltung und Qualität auseinanderzusetzen, geht es zunehmend darum, in kürzester Zeit möglichst viel zu produzieren. Dadurch leidet aus meiner Sicht die kreative Arbeit.

Grundsätzlich sind die Aufgaben im Amazon-Bereich jedoch interessant und abwechslungsreich. Besonders im Designbereich gibt es kreative Freiheiten und die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen. Das Potenzial für anspruchsvolle und kreative Projekte ist also vorhanden, wird durch den steigenden Zeitdruck und die zunehmende Automatisierung jedoch nicht immer ausgeschöpft.

Gleichberechtigung

Hier wird kein Unterschied gemacht zwischen männlich und weiblich. Die Anzahl der männlichen und weiblichen Kollegen ist ungefähr ausgeglichen.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt weniger ältere Kollegen.
Die Kollegen sind alle ca. zwischen 20 und 40.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung im Homeoffice ist grundsätzlich in Ordnung. MacBooks, Bildschirme, Tastaturen und Mäuse werden gestellt und erfüllen ihren Zweck. Allerdings gibt es bei den monatlichen Treffen im Büro in Monheim nur vier feste Arbeitsplätze mit Bildschirmen, was bei mehreren anwesenden Mitarbeitenden schnell zu Engpässen führen kann. Insgesamt sind die Arbeitsbedingungen in Bezug auf die Ausstattung solide, bieten im Büro jedoch noch Verbesserungspotenzial.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Keine Angabe

Gehalt/Benefits

Das Gehalt wird dem hohen Arbeitspensum und der damit verbundenen Verantwortung häufig nicht gerecht. Bei Gehaltsverhandlungen wird teilweise argumentiert, dass alle Mitarbeitenden gleich verdienen würden und deshalb keine Erhöhungen möglich seien. Tatsächlich gibt es innerhalb einzelner Teams jedoch deutliche Gehaltsunterschiede.

Auch bei Gehaltsgesprächen fehlt es häufig an Verbindlichkeit. Feedback- und Gehaltsgespräche werden verschoben oder finden erst nach mehrmaliger Nachfrage statt. Selbst nach langjähriger Betriebszugehörigkeit fallen Gehaltserhöhungen teilweise sehr gering aus. Man hat den Eindruck, erst außergewöhnliche Leistungen erbringen oder sich besonders beweisen zu müssen, bevor eine angemessene Anpassung des Gehalts überhaupt in Betracht gezogen wird.

Zusätzliche Benefits werden teilweise als Ausgleich für ein niedriges Grundgehalt eingesetzt. Dadurch wirkt das Nettogehalt auf den ersten Blick attraktiver, während das eigentliche Bruttogehalt vergleichsweise niedrig bleibt. Das kann sich langfristig auch auf sozialversicherungsabhängige Leistungen wie die spätere Rente auswirken.

Insgesamt fehlt es an einer transparenten und nachvollziehbaren Gehaltsstruktur.

Image

Mehr Schein als Sein. Nach außen präsentiert sich das Unternehmen professionell und attraktiv, intern fällt das Bild jedoch deutlich gemischter aus. In Gesprächen mit Kollegen wird immer wieder Unzufriedenheit über das Gehalt und das hohe Arbeitspensum deutlich. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass sich manche aufgrund der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt mit der Situation arrangieren, obwohl sie sich andere Arbeitsbedingungen wünschen würden.

Auch die Diskrepanz zwischen dem Außenauftritt und den tatsächlichen Gehaltsstrukturen kann überraschen. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass das öffentliche Image nicht vollständig widerspiegelt, wie Mitarbeitende den Arbeitsalltag und die Wertschätzung ihrer Arbeit erleben.
Alle guten Bewertungen sind mindestens ein Jahr als. Mitarbeiter werden viel zu schnell zu guten Bewerbungen getrimmt. Nach einem Jahr sieht plötzlich alles anders aus.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen werden kaum aktiv angeboten oder gefördert. Wer sich fachlich weiterentwickeln möchte, muss häufig selbst recherchieren, konkrete Vorschläge ausarbeiten und mehrfach nachfragen, bevor überhaupt eine Zustimmung erfolgt. Gleichzeitig werden teilweise hohe Gegenleistungen erwartet, beispielsweise eine zweijährige Bindung an das Unternehmen für eine Weiterbildung mit eigentlich sehr geringem Geldwert. Das steht aus meiner Sicht in keinem angemessenen Verhältnis zur Investition in die eigene berufliche Entwicklung.

Ein beruflicher Aufstieg, beispielsweise zur Teamleitung, ist grundsätzlich möglich. Abgesehen davon gibt es jedoch nur begrenzte Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung. Insgesamt fehlt es an einer proaktiven Förderung der Mitarbeitenden und an attraktiven Weiterbildungsperspektiven.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.