Vielleicht kommt es auf den Standort an...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die flexiblen Arbeitszeiten und die gut ausgestatteten Büros. Die Projekte sind ambitioniert und arbeiten mit moderner Technologie.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es gibt ein paar wenige Lieblinge in der Belegschaft, die dann gefördert werden. Die restlichen Kollegen sind nur zum Abarbeiten der Aufgaben abgestellt. Wenig Wertschätzung, dafür umso mehr Kontrolle, was einem ein Gefühl von Misstrauen gibt.
Außerdem wird immer mehr deutlich, dass die Standorte nicht gleichberechtigt sind und dass Leipzig schlicht als Anhängsel betrachtet wird. Das ist an sich kein Problem, aber es wird nach wie vor das Gegenteil kommuniziert.
Verbesserungsvorschläge
Ehrlichere Kommunikation und ein bisschen mehr Vertrauen und Wertschätzung für die Mitarbeiter.
Arbeitsatmosphäre
Am Leipziger Standort ist die Atmosphäre sehr angenehm.
Image
Schwabenländle statt New Work
Work-Life-Balance
Die Zeiteinteilung ist sehr flexibel. Aber dafür ist der Workload bzw. der Druck hoch. In Spitzenzeiten hielt man sogenannte "night sessions" für eine gute Idee.
Karriere/Weiterbildung
Nur einige wenige durften eine Weiterbildung machen. Der Rest ist nur zum Abarbeiten der Aufgaben da. Aufgestiegen sind nur Männer.
Gehalt/Sozialleistungen
Das Gehalt ist insgesamt gut, und auch die Benefits sind attraktiv (z. B. Handy-Leasing, bKV, Swapfiets). Ich vermute jedoch, dass einen Gehaltsunterschied zwischen den Standorten gibt (West vs. Ost). Zudem wurde mir im Bewerbungsgespräch ein Bonussystem zugesagt, an dem ich jedoch erst nach 1,5 Jahren teilnehmen konnte.
Kollegenzusammenhalt
In dem Development Team ist der Zusammenhalt fast gar nicht gegeben, außer in einzelnen peer groups. Ziele werden pro Mitarbeiter formuliert, was zur Folge hat, dass viele sich nur um ihre eigenen Ziele kümmern. Standortübergreifend ist kaum Zusammenhalt zu spüren, eher Misstrauen gegenüber dem Leipziger Standort. Die Leipziger Kollegen jedoch sind untereinander sehr kollegial.
Vorgesetztenverhalten
Mit den meisten Vorgesetzten habe ich nie persönlich zusammengearbeitet. Bei den wenigen Kontakten habe ich jedoch Führungskräfte erlebt, die sehr unprofessionell agierten und häufig zwischen der Rolle als Vorgesetzter und der als Teamkollege hin- und herwechselten.
Entscheidungen, die bereits von Fachkräften getroffen wurden, werden oft in letzter Minute noch durch Führungskräfte umgeworfen.
Arbeitsbedingungen
Die Büros sind modern und gut ausgestattet. Auch die benötigte Software steht vollständig zur Verfügung. Einmal pro Woche findet ein Team-Tag mit Anwesenheitspflicht statt, bei dem ein gemeinsames, gesponsertes Mittagessen angeboten wird.
Es wird gesagt, man arbeite nach Scrum, jedoch ist es eindeutig Wasserfall.
Kommunikation
Über die Standorte hinweg ist die Kommunikation extrem schlecht. Auch innerhalb der Teams. Wenn man nicht mit den Leuten an einem Tisch sitzt, fehlen 50% der Informationen, die man für die Arbeit benötigt, und die Kollegen sind wenig daran interessiert das zu ändern.
Gleichberechtigung
Bis auf zwei Ausnahmen gibt es keine Frauen in Führungspositionen. Wenn jemand aufgestiegen ist, dann die männlichen Kollegen.
Interessante Aufgaben
Es gibt viele interessante Projekte.

