DIS AG als Arbeitgeber

DIS AG

Anfangs Hui, später Pfui! Missachtung von Lohnfortzahlung und Kündigungsfristen

2,0
Nicht empfohlen
Ex-Zeitarbeiter/inHat im Bereich Administration / Verwaltung bei DIS AG in Düsseldorf gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gehalt im Vergleich zu anderen Arbeitnehmerüberlassern, Mitarbeiter des Recruitings und der Betreuung

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Führung der Filiale, Kommunikation mit den Mitarbeitern, Gesetze werden ignoriert oder dem Mitarbeiter Falschinformationen mitgeteilt bzw. darauf gehofft, dass man keinen Anwalt einschaltet, Bearbeitungszeiten der internen Büros für Lohnbuchhaltung und Arbeitsbescheinigung

Verbesserungsvorschläge

Mitarbeiter menschlich behandeln bei Krankheit und Kündigung, Kommunikation mit Mitarbeitern verbessern, gesetzeskonform arbeiten und nicht darauf hoffen, dass die Arbeitnehmer nix merken oder sagen; Arbeitsplatzsituation beim Einsatzunternehmen vorher besser beleuchten, Bearbeitungszeit und Kommunikation bei der internen Lohnbuchhaltung verbessern

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre war im Einsatzbetrieb bis auf kleine Ausnahmen TOP. Ich habe dort sogar am Firmenlauf teilgenommen und wäre vielleicht auch übernommen worden, wäre der Burnout nicht gekommen.
Der Einstieg bei der DIS AG war ebenso schön, man wurde zu Beginn allen Mitarbeitern vorgestellt, was aber dem herzlichen und lieben Recruiting zu verdanken ist, der heute übrigens nicht mehr dort arbeitet. Betreuer vermittelten auch während der Zeitarbeit ein gutes Gefühl wegen regelmäßigen Kontaktaufnahmen. Wegen einer baldigen Reha wegen drohenden Burnouts - ich habe von Anfang an mit offnen Karten gespielt - wurde man aber plötzlich unter Druck gesetzt, was sich etwas auf die eigene Arbeitsatmosphäre auswirkte.

Kommunikation

Insgesamt sehr schwierig und unprofessionell. Mit Betreuern ging alles sehr gut, aber bestimmte Dinge mussten mit der Leitung geklärt werden. Anfangs nur sporadische Beantwortung/Bearbeitung und nach Kündigung kamen Ignoranz und Unfreundlichkeit hinzu. Es war so, dass diverse Fehler vom Unternehmen gemacht wurden und ich daher mehrere Kontaktaufnahmen vornehmen musste für Korrekturen, und diese zwecks Nachweis per E-Mail gemacht habe; außerdem wollte ich nicht mehr am Telefon angeflaumt werden. Es kam mir vor, als würden intern einfach Mails weitergereicht, aber Bescheid bekam man trotzdem nicht. Manchmal gingen Emails auch bei Nachfrage "verloren". Für die Arbeitsbescheinigung für das Arbeitsamt wurden sage und schreibe 2 Monate gebraucht (vor Corona), und das bei einem Unternehmen, dessen Lohn und Brot die Arbeitnehmerüberlassung ist und daher sicherlich eine gute Lohnbuchhaltung haben sollte.

Vorgesetztenverhalten

Leider unter aller Sau. Freundlichkeit sobald man sich bewirbt und den Arbeitsvertrag unterschreibt; sobald man krank wird und wegen Krankheit gekündigt wird, werden die E-Mails ignoriert und man selbst bei Nachfrage am Telefon angepampt.

Arbeitsbedingungen

Im Einsatzbetrieb waren diese leider suboptimal, da ich für die hohe Personenzahl im viel zu kleinen und zu lauten Büro eingesetzt wurde, in dem andere Abteilungen tätig waren, die viel telefonieren mussten. Mein Schreibtisch war nur ein kleiner Übergangs-Schreibtisch, der zu niedrig war und zwei Wochen lang hatte ich noch nicht mal gute Hardware, flimmernder Bildschirm, das war ergonomisch für Rücken, Nacken und Augen sehr schlecht. Als ein Mitarbeiter ging, hab ich mir direkt seinen Platz "gekrallt", trotzdem war es noch laut im Büro. Da für meine Tätigkeit hohe Konzentration gefordert war, beschleunigten diese Bedingungen leider einen drohenden Burnout. Ich hatte eigentlich erwartet, dass so renommierte Zeitarbeitsunternehmen darauf achten würden, dass man wenigstens erst im Unternehmen eingesetzt wird, wenn dieses einen geeigneten Schreibtisch mit Hardware anbieten kann. Aus Angst, den Job zu verlieren, meckert man zumindest in der Probezeit erstmal nicht... Heute würde ich das wahrscheinlich anders machen.

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt an sich war im Grunde gut, da ich mein Wunschgehalt für die Stelle bekam, für die ich mich beworben hatte. Allerdings wurde ich in einer ganz anderen Tätigkeit und Abteilung im Unternehmen eingesetzt, das andere Fähigkeiten und Tätigkeiten erforderte, dafür hätte ich mehr Geld bekommen müssen. Eine Nachverhandlung gab es allerdings nicht.
Wichtig war mir aber: Unstimmigkeiten mit Erstattung der Fahrkosten. Versprochen: Vollständige Erstattung bzw Jobticket, dann falsches Ticket ausgestellt, und plötzlich war dies zuviel Mehraufwand wegen der Nacherstattung/Buchhaltung. Am Ende wurde nur ein kleinerer pauschaler Betrag über das Gehalt ausgezahlt

Image

Das Image der Firma war anfangs eigentlich gut. Da man ja auch mit "Bester Arbeitgeber Deutschlands" wirbt. Aber meine eigene Erfahrung hat mir hier mitgeteilt, dass nie etwas tatsächlich so ist, wie es vorgegaukelt wird! Vor allem wenn es sich um Unternehmen mit Filialen handelt. Die DIS AG hat mir das erste Mal gezeigt wie besch... eiden die Arbeitnehmerüberlassung sein kann und auch, dass die Vorurteile mancher Menschen, die noch nie was mit Zeitarbeit zu tun hatten, tatsächlich auch mal zutreffen können. Habe in meiner Vergangenheit bei zwei anderen Unternehmen gearbeitet, die teilweise was kleiner waren, aber fachlich und menschlich erste Klasse waren.


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