251 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
251 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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251 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Wenn von Bewerber:innen ein extrem umfangreicher Copytest verlangt wird, der mehrere Tage Arbeit kostet, sollte Wertschätzung eine Selbstverständlichkeit sein. Es hinterlässt ein chaotisches Bild, wenn der Creative Director im Gespräch die Fragen des Tests gar nicht kennt, weil mit veralteten Vorlagen gearbeitet wird.
Dass zudem in der LinkedIn-Anzeige eine völlig falsche Gehaltsspanne angegeben wurde und meine Angabe, die genau in deren Mitte lag, plötzlich das angebliche Budget-Maximum sprengte, passt ins Bild. Dass nach diesem enormen zeitlichen Vorab-Investment und einer Standard-Absage dann jegliches persönliche Feedback auf Nachfrage komplett verweigert wird, ist menschlich wie professionell enttäuschend.
Bitte bringt den Aufwand, den ihr von Talenten fordert, auch eurerseits an Respekt und Kommunikation entgegen. Ghosting nach tagelanger Gratis-Arbeit und und diese Art der Gehaltskommunikation empfinde ich als absolut uncool.
Mein Bewerbungsprozess bei DocCheck war insgesamt sehr professionell, gut durchdacht und klar strukturiert. Die ersten Kontakte – sowohl telefonisch als auch im anschließenden Videocall – waren durchweg positiv und haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die Gespräche waren angenehm, wertschätzend und inhaltlich überzeugend geführt.
Kritischer sehe ich jedoch den sogenannten „Probetag“. Aus meiner Sicht handelt es sich dabei eher um ein Assessment Center, was im Vorfeld nicht klar genug kommuniziert wurde – obwohl bekannt war, dass eine umfangreiche Aufgabe zu bearbeiten ist. Diese Aufgabe nahm den Großteil des Tages ein und war zudem laut DocCheck selbst nicht realitätsnah zur Arbeitsweise im Alltag der Agentur. Dadurch blieb kaum Raum, um tatsächlich Einblicke in die Arbeitsweise, Systeme oder Prozesse der Agentur zu gewinnen.
Gerade an einem Probetag hätte ich erwartet, stärker hinter die Kulissen schauen zu können – sei es durch Gespräche mit potenziellen Kolleg:innen, das Mitverfolgen realer Arbeitsprozesse oder ein besseres Verständnis für den Arbeitsalltag. Auch eine umfassendere Vorstellung der Agentur hätte ich mir gewünscht. Stattdessen wurde nur ein begrenzter Einblick gegeben, und ich hatte nicht das Gefühl, die Agentur in ihrer Gesamtheit kennenzulernen. Zudem habe ich während des gesamten Tages keine konkreten Arbeiten oder Projekte von DocCheck gesehen, was ich als verpasste Chance empfinde, sich als Arbeitgeber zu präsentieren.
Die Agentur wirkt insgesamt sehr modern, was grundsätzlich positiv ist. Gleichzeitig entstand bei mir jedoch der Eindruck einer eher kühlen und distanzierten Atmosphäre, insbesondere beim persönlichen Besuch.
In Summe habe ich den Bewerbungsprozess als einseitig wahrgenommen. Gegen Ende habe ich mich als Bewerber nicht mehr wirklich wohlgefühlt. Unabhängig von der letztlichen Absage wäre ich nach dem Probetag selbst zu dem Entschluss gekommen, den Prozess nicht weiter zu verfolgen, da ich nicht überzeugt war, dass ich mich dort langfristig wohlfühlen würde.
Fazit: Insgesamt habe ich das Interview mit DocCheck als weitreichend unprofessionell empfunden.
Und NEIN, es handelt sich nicht um eine Verwechslung.
Die wichtigsten Punkte waren: eine für den Bewerber 1.) irreführende Stellenbeschreibung, 2.) irreführende Aufgabenbereiche, 3.) unprofessionelle Fragen, die im Interviewverlauf gestellt wurden, und der Eindruck, dass das 4.) (deutlich zu niedrige) Gehalt in keinem Verhältnis zu den Aufgaben, Anforderungen, Reisetätigkeiten und Rahmenbedingungen der Position stehen und zusätzlich 5.) die Interviewpartner auf Unternehmensseite nicht umfassend über die Position informiert waren.
Dazu die Erläuterungen:
1. Irreführende Stellenbeschreibung:
Die Stellenbeschreibung bezog sich auf einen bestimmten Bereich innerhalb von DocCheck. Im Interview wurde dann auf einmal erläutert, dass die Stelle doch in einer ganz anderen Bereich tätig sei.
2. Irreführende Aufgabenbereiche:
Die in der Stellenbeschreibung aufgeführten Tätigkeiten wurden im Interview nicht deutlich herausgearbeitet bzw. wurde mitgeteilt, dass Reisetätigkeiten notwendig seien, welche nicht in der Stellenbeschreibung aufgeführt waren. Zudem wurde auch nicht erläutert, welche konkreten Aufgaben für die Position wichtig und in welchem Umfang Reisetätigkeiten durchzuführen seien.
3. Unprofessionelle Fragestellungen:
Im Interview wurden unprofessionelle Fragen gestellt, welche nichts mit dem Aufgabenbereich und den Aufgaben zu tun hatten.
4. Niedriges Gehalt:
Das Gehalt ist weit unter dem Branchendurchschnitt üblichen Gehalts, weit unterhalb des Marktes und mit der vorhandenen Berufserfahrung sehr sehr niedrig. Dies lässt sich auch in anderen Feedbacks und Bewertungen feststellen und kann hiermit bestätigt werden.
5. Vorbereitung auf das Interview:
Der Interviewpartner auf Unternehmensseite wirkte nicht nicht allzusehr informiert und konnte viele Fragen zu der Position nicht beantworten.
Alles in allem OK und klang sogar spannend. Das Gehalt liegt definitiv unter dem branchenüblichen Niveau. Es wird jedoch damit argumentiert, dass es je nach Leistung schnell angepasst werden kann. Wer weisst.
Aber vier Bürotage pro Woche???
Leute, habt ihr euch jemals auf dem Arbeitsmarkt umgeschaut? Gerade in Köln – Obi, Shop-Apotheke, Telekom? Abgesehen von kleineren Start-ups. Haben die alle etwa gar keinen „Kollegenzusammenhalt, Austausch, Teamgeist, bla bla”?
Wen wollt ihr überhaupt noch finden? Junge Leute ohne Familie (und ohne Erfahrung), die für jeden Job dankbar sind?
Viel Glück!
Das Leben nicht so ernst nehmen
Ich fand den Probetag super.
Eine hervorragende Möglichkeit, das Unternehmen und das Team aus nächster Nähe kennenzulernen und eine „praktische“ Erfahrung zu sammeln.
Ich hatte zunächst ein erstes Gespräch (15 Minuten) mit der HR. Eine Woche später folgte ein zweites Gespräch (45 Minuten) mit HR und der Teamleitung des Bereichs. Nach weiteren zwei Wochen hatte ich einen Probetag, der acht Stunden dauerte. Eine Woche später erhielt ich die Absage und nach einer weiteren Woche fand auf freiwilliger Basis ein kurzes Gespräch zur Entscheidungsfindung statt.
Der Kontakt mit den Mitarbeitenden verlief insgesamt sachlich. Besonders das Frontoffice-Team war sehr freundlich und hilfsbereit und hat sich sichtbar Mühe gegeben, dass man sich am Probetag wohlfühlt. Die Absage wurde damit begründet, dass man sich für eine andere Kandidatin mit mehr Erfahrung entschieden habe, da der Einarbeitungsaufwand geringer sei. Auch wenn diese Erklärung nachvollziehbar ist, ist man nach einem ganztägigen Probetag mit Aufgaben und Präsentation natürlich dennoch etwas enttäuscht. Für den Probetag wurde ein 30-Euro-Wunschgutschein zur Verfügung gestellt.
Aus meiner Sicht hätte der Bewerbungsprozess insgesamt schneller gestaltet werden können. Zwar konnten Termine flexibel ausgewählt werden, jedoch lag zwischen den einzelnen Phasen jeweils mindestens eine Woche, wodurch sich der Prozess insgesamt recht lang zog, insbesondere im Verhältnis zum zeitlichen Aufwand des Probetags.
Ich habe mich bei DocCheck rundum gut aufgehoben gefühlt. Die Gespräche waren durchweg offen, herzlich und wertschätzend. Man merkt deutlich, dass der Tag so gestaltet ist, dass sowohl Bewerber als auch das Unternehmen ein authentisches Bild davon bekommen, ob es fachlich und kulturell wirklich passt. Besonders positiv fand ich, wie wichtig es dem Team von DocCheck ist, alle Perspektiven einzubeziehen – die des Bewerbers, des zukünftigen Teams und des Unternehmens. So entsteht ein transparenter Prozess, der sicherstellt, dass es am Ende keine Überraschungen gibt und eine mögliche Zusammenarbeit langfristig stimmig ist.
Ich habe den Job absagen müssen, da ich einen anderen Job gefunden habe. Daher wäre es noch besser gewesen, schneller durch den Bewerbungsprozess zu führen. (Mir ist aber natürlich auch klar, dass dies manchmal einfach nicht möglich ist.)
Menschlich hat man an vielen Stellen gut zusammen gepasst, doch empfand ich den Probetag als fachlich nicht angemessen – besonders im Kontext dessen, was im Erstgespräch als Aufgabenbereiche, gewünschte Kompetenzen und den gelebten Alltag definiert wurde. Während sich im Gespräch viel um inhaltliche Kenntnisse, Führungsqualitäten, Beratung, kreative Direktive, fachliche Weiterbildung und methodisches Wissen drehte, so sollten umsetzende Tätigkeiten später im Arbeitsalltag nur rund 10% des Arbeitsvolumens füllen. Am Probetag selbst war die Verteilung dann jedoch genau umgedreht, was darin resultierte, dass gut 90% der Tages-Aufgabenstellung mit der klassischen Umsetzung von diversem Output zu tun hatte. Etwas, das jemand, der seit ein paar Jahren auf Director-Ebene in einer gewissen Flughöhe unterwegs ist und mehrere Gewerke anleitet schlicht nicht mehr tut (oder tun sollte). Auf meinen Nachtrag hin, das Unternehmen gerne noch an anderer Stelle von den eigentlich besprochenen Kernkompetenzen überzeugen zu wollen, wurde nicht eingegangen. Auch im Telefonat zur Absage wirkte man auf mich recht abgeklärt und führte besagte umsetzende Tätigkeiten als Begründung für die Absage an. Eventuell sind beide Parteien auch einfach aufgrund der recht lose formulierten Stellenausschreibung von Anfang an mit unterschiedlicher Erwartungshaltung in den Bewerbungsprozess eingestiegen.
Total schade, denn ich habe hier in der Konstellation sehr viel Potenzial gesehen und mich auch menschlich rundum wohl gefühlt. So bin ich leider mit dem Gefühl zurückgeblieben, dass weder ich die Möglichkeit hatte, meine Kompetenzen zu zeigen, noch das Unternehmen, diese wahrzunehmen. Ich wünsche dem Unternehmen und den am Bewerbungsprozess beteiligten dennoch alles Gute und hoffe, dass solch ein Delta in zukünftigen Bewerbungsprozessen für beide Seiten nicht mehr entsteht.
EDIT – Zur Klarstellung, um nochmal auf den Kommentar des Arbeitgebers zu reagieren: Ich habe im Telefonat sehr wohl angemerkt, dass sich die Aufgabe des Tages deutlich von dem unterschieden hat, was besprochen war, mit der Bitte, das auch nochmal an die Personen aus dem Erstgespräch zurückzumelden (das Telefonat fand mit einer Person statt, die im Erstgespräch nicht anwesend war). Trotzdem habe ich auch gesagt, dass ich die Absage nachvollziehen kann und verstehe, wenn die Umsetzungsaufgabe für den Arbeitgeber so gewichtet und entscheidend war. Ich schrieb hier ja auch, dass man scheinbar unterschiedliche Erwartungen an die Rolle hatte. Auch bin ich nach wie vor gerne Teil des Talent Pools, denn nur weil ich hier in meinen Augen berechtigte Kritik an manchen Punkten des Prozesses übe, heißt das für mich nicht, dass man nicht an anderer Stelle nochmal zusammen finden kann. Meinerseits gibt es hier 'No hard feelings' – eine offene Kommunikation darüber empfinde ich jedoch trotzdem als wichtig. Ebenfalls, erneut, alles Gute und viel Erfolg bei der Besetzung!
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