Nicht empfehlenswert – gute Fassade - Umgang mit Mandanten & Mitarbeitern mehr als sehr schwach
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kolleginnen im administrativen Bereich waren sehr freundlich und hilfsbereit.
Die technische Ausstattung war in Ordnung.
Das Büro war modern eingerichtet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der extreme Fokus auf Umsatz und Zahlen führt dazu, dass Fairness, Mitarbeiterführung und Wertschätzung deutlich zu kurz kommen. Nach außen wird ein positives Image vermittelt, das jedoch nicht zur tatsächlichen Unternehmenskultur passt. Intern herrscht ein Klima, das mehr von Konkurrenz als von echter Zusammenarbeit geprägt ist, während Authentizität und Professionalität in der Führung kaum spürbar sind
Verbesserungsvorschläge
Mehr Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern, weniger reiner Fokus auf Umsatzzahlen.
Strukturen und Führung sollten dringend überarbeitet werden. Authentische Personalführung, transparente Kommunikation und echte Chancengleichheit würden die Atmosphäre erheblich verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung im Unternehmen wirkte zu Beginn freundlich und offen, entpuppte sich jedoch mit der Zeit als eher oberflächlich und nicht wirklich authentisch.
Image
Das Image erscheint künstlich aufpoliert. Außen hui, innen jedoch geprägt von Problemen, die weder gegenüber Mitarbeitern noch gegenüber Mandanten verborgen bleiben.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance hatte keinen hohen Stellenwert, die Priorität lag klar auf Umsatz und Verfügbarkeit der Mitarbeiter.
Karriere/Weiterbildung
Die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren sehr eingeschränkt. Statt individueller Förderung stand der kurzfristige Umsatz im Vordergrund, wodurch langfristige Entwicklungschancen auf der Strecke blieben.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung entsprach lediglich dem Branchendurchschnitt und war in vielen Fällen nicht angemessen für die geleistete Arbeit. Zusätzliche Sozialleistungen wurden so gut wie nicht angeboten.
Kollegenzusammenhalt
Statt Zusammenhalt stand häufig das eigene Fortkommen im Vordergrund, was den Teamgeist deutlich geschwächt hat. Besonders die Umsatzlisten haben den Wettbewerb untereinander stark befeuert. Neue Mitarbeiter wurden häufig mit zusätzlicher Arbeit belastet, während andere davon profitierten und sich so bessere Positionen sichern konnten. Der starke Fokus auf Zahlen führte insgesamt zu einem Klima, in dem Fairness und Zusammenarbeit zu kurz kamen. Auch für Mandanten bzw. Kunden kann dieser Umsatzdruck spürbar sein: Da die Mitarbeiter sehr stark auf Umsatzerhöhung getrimmt sind, entsteht leicht der Eindruck, dass Leistungen umfangreicher berechnet werden, als es tatsächlich notwendig wäre. Dies wirft aus Kundensicht Fragen in Bezug auf Fairness und Transparenz auf.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen wurden häufig stark belastet und wenig wertgeschätzt. Ihre Erfahrung wurde zwar genutzt, jedoch fehlte es an echter Anerkennung und langfristiger Perspektive. Insgesamt entstand der Eindruck, dass ältere Mitarbeiter eher als kurzfristige Ressource betrachtet wurden, anstatt nachhaltig eingebunden zu sein
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war insgesamt sehr schwach ausgeprägt. Die Bereichsleitung zeigte kaum Kenntnisse in Personalführung und vermittelte keinen authentischen Führungsstil. Entscheidungen wirkten oft unausgereift und nicht nachvollziehbar. Auffällig war zudem, dass der Geschäftsführer gebeten wurde, sich aus internen Abläufen herauszuhalten und sich ausschließlich auf Mandantenakquise zu konzentrieren – was er auch tat. Dadurch fehlt es den Mitarbeitern an klarer Führung, Orientierung und Unterstützung.
Zusätzlich wurde ein sehr junger Teamleiter eingesetzt, dem es aus Sicht vieler Mitarbeiter an sozialer Kompetenz und Führungserfahrung mangelte. Insbesondere weibliche Kollegen wollten erkennbar ungern in seinem Team arbeiten, was intern bekannt war, aber von der Leitung hingenommen wurde. Entscheidend war offenbar vor allem, dass er hohe Umsätze erzielte – auch wenn dieser starke Umsatzfokus nicht immer im Einklang mit nachhaltiger Mandantenbetreuung stand.
Kommunikation
Nach außen entstand der Eindruck einer offenen Kommunikation, tatsächlich fehlte es jedoch an Ehrlichkeit und Transparenz.
Gleichberechtigung
Beim Thema Gleichberechtigung fällt auf, dass der Männeranteil im Unternehmen sehr hoch ist. Besonders in beratenden und leitenden Funktionen sind fast ausschließlich Männer vertreten, während Frauen überwiegend in unterstützenden Funktionen tätig sind. Der Eindruck entsteht, dass die Auswahl neuer Mitarbeiter stark auf Männer ausgerichtet ist, während Frauen eher über persönliche Kontakte ins Unternehmen gelangen. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass die Kolleginnen im administrativen Bereich ein starkes Miteinander pflegen und wertschätzend zusammenarbeiten. Allerdings sind sie dort überwiegend in weniger prestigeträchtigen Rollen eingesetzt und werden im Vergleich zu den Beratern deutlich geringer vergütet. Während Männer in beratenden Positionen die höheren Gehälter erzielen, bleiben Frauen meist in administrativen Tätigkeiten. In Führungspositionen wirkt die Gleichstellung daher unausgeglichen.
Interessante Aufgaben
Die gab es.
