Zweischneidiges Schwert
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man kann hier Erfahrung sammeln und sich gut weiterentwickeln.
Verbesserungsvorschläge
DXC Deutschland sieht in neuen Deals den Ausweg. Ich würde raten, bei den Mitarbeitenden anzusetzen. Die Guten gehen schon seit Jahren. Im operativen Bereich identifizieren sich nur noch wenige mit DXC. Die Qualität, die dem Kunden geliefert wird, sinkt, weil keine Incentivierung stattfindet. Dabei ist es besonders wichtig, das bestehende Geschäft aufrechtzuerhalten. Bei bestehenden Kunden erschafft man ein positives Image. Und auch bei bestehenden Kunden kann man neue Projekte gewinnen.
Eine Partei muss in Vorleistung treten, um aus dieser Abwärtsspirale zu kommen. Mitarbeiter haben schon teils Jahrzehnte ohne Gehaltserhöhung durchgemacht und das Vertrauen verloren. Was bringen neue Deals, wenn das Fundament wackelt?
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist natürlich getrübt von der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Das Klima ist auch bei jeder "Abteilung" unterschiedlich. In meinem Fall sind Vertrauen, Fairness und die Grundstimmung echt unter die Räder geraten. Ich möchte das aber nicht pauschalisieren.
Kommunikation
Gute Nachrichten oder neurale Ankündigungen gehen leichter über die Lippen als harte Wahrheiten. Von Ersterem kriegen wir genug mit. Ich habe andrereseits noch nie erlebt, dass sich die Führung kritisch mit sich selbst auseinandergesetzt hat. Weder in den großen Townhalls, noch in einer anderen Form. Diversen Mails fehlte teilweise auch das Feingefühl. Beispiel: In der Ankündigung, dass keine Beförderungen im laufenden Jahr stattfinden würden, begründete man das mit unserer Ersetzbarkeit.
Kollegenzusammenhalt
Im Projekt ist die tägliche Zusammenarbeit mit den Kollegen stets gut gewesen. Man unterstützt sich und vertraut einander. Intern ist das manchmal etwas anders. Bei diversen internen "Bewerbungsprozessen" habe ich auch schon Intransparenz, Ghosting und Unehrlichkeit erlebt.
Work-Life-Balance
Ist bei jedem anders. Es gibt Mitarbeitende mit Work-Work und Life-Life. Auch das ist theoretisch eine Disbalance, denn wenn jeder normal viel arbeiten würde, wäre niemand überarbeitet und Leute würden sich nicht unfair behandelt fühlen.
Vorgesetztenverhalten
Mein Vorgesetzter ist menschlich wirklich ausgezeichnet und er setzt sich stets für mich und meine Weiterentwicklung ein. Ihm fehlen die Mittel und Befugnisse, um eine Teamkultur zu schaffen, Leute gezielt zu fördern und sie glücklich zu machen. Das ist nunmal so. Bei DXC wird alles aus den USA gesteuert. Direkte Vorgesetzte haben nur die Aufgabe, die Auslastung zu optimieren.
Interessante Aufgaben
DXC hat eine Fülle an Projekten, an welchen man sich beteiligen und lernen kann. Und wenn ein Projekt dann doch nicht passt, ist ein Wechsel gar nicht so schwierig.
Arbeitsbedingungen
Ich bin im Homeoffice gut ausgestattet
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ziel ist es, den Shareholder Value zu maximieren. DXC bietet ESG-Dienste an, lebt meiner Meinung nach aber nichts selbst vor.
Gehalt/Benefits
Das Gehaltsniveu ist mittlerweile ziemlich niedrig. Dafür aber pünktlich. Es gibt noch Zugriff auf das Mitarbeiterangebote-Portal, das Pseudorabatte bietet.
Image
DXC ist in Deutschland relativ unbekannt und die Mitarbeiter reden auch nicht so gut darüber. Ich bin der Meinung, dass DXC gute Dienstleistungen anbietet. Das Image ist aber ein anderes.
Karriere/Weiterbildung
Bei der Weiterbildung ist Eigeninitiative gefragt, ebenso wie bei der Karriere. Wer nicht Netzwerkt, im Projekt steckt und sich aus Internem raushält, der hat nahezu keine Chance auf Aufstieg. Ich habe die Karriereleiter bei DXC als nicht leistungsorientiert empfunden.

