Gut überlegen, ob ihr dort wirklich anfangen wollt – es gibt bessere Alternativen.
Verbesserungsvorschläge
Seid von Beginn an ehrlich gegenüber Bewerbern und zeigt offen, wie die Arbeitsatmosphäre und der Führungsstil wirklich sind. So lassen sich Mitarbeitende finden, die sich mit der Unternehmenskultur identifizieren können.
Arbeitsatmosphäre
Schon bei der Begrüßung am ersten Tag signalisierten die Kollegen durch ihre stark beschäftigte Haltung, dass ein Austausch mit neuen Mitarbeitern nur eingeschränkt möglich war. Auch während der Tage, an denen Bewerber das Unternehmen kennenlernen sollten, entstand der Eindruck, dass wenig Interesse an Gesprächen oder an einem offenen Austausch bestand. Insgesamt wirkte die Arbeitsatmosphäre dadurch eher distanziert und zurückhaltend.
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Auch wenn die Aktie größtenteils stagniert, irgendwie halten sie sich am Leben...noch...wer weiß was die Zukunft bringt.
Work-Life-Balance
Der Feierabend war immer pünktlich, was positiv zu bewerten ist. Grundsätzlich bestand tariflich Gleitzeit, jedoch erwartete der Teamleiter, dass alle pünktlich um 8 Uhr im Büro waren. Wer hiervon abwich, wurde vom Teamleiter direkt zurechtgewiesen.
Da es keine offizielle Zeiterfassung gibt (was im Übrigen nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht), wurde eine alternative Lösung eingeführt: Es ist verpflichtend, den Arbeitsantritt, Pausen und den Feierabend über den internen Chat zu dokumentieren. Rüstzeiten werden dabei nicht als Arbeitszeit anerkannt. Das bedeutete, dass bereits ein verspäteter „Moin“-Eintrag nach 8 Uhr, etwa aufgrund von Systemupdates oder technischen Vorbereitungen, als Verspätung gilt.
Karriere/Weiterbildung
Es gab die Möglichkeit Schulungen zu absolvieren.
Gehalt/Benefits
Viele Kollegen dort verkaufen sich unter Wert. Neue Stellen z.B. für Teamleiter sollen durch internes Personal besetzt werden, allerdings ohne finanzielle Aufwertung.
Kollegenzusammenhalt
Es gab positive Ausnahmen, insbesondere die Kollegen in Frankfurt, die sehr nett und hilfsbereit waren – hierfür vergebe ich auch den zweiten Stern. Vor Ort zeigte sich das Verhalten im Team jedoch überwiegend elitär, was den Zusammenhalt einschränkte.
Umgang mit älteren Kollegen
So viele gab es nicht
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten des Teamleiters war von Gleichgültigkeit geprägt, gleichzeitig setzte er stark auf Micro-Management. Meldungen zu Projekten mussten einseitig erfolgen; man musste selbst wissen, wann ein Statusupdate oder eine Rückfrage gewünscht war. Selbstständiges Arbeiten war dadurch kaum möglich.
Der Abteilungsleiter war fachlich nicht direkt involviert und daher auf die Einschätzungen der Teamleiter angewiesen, was möglicherweise erklärt, warum solche Führungsstrukturen bestehen konnten.
Kommunikation
Der ehemalige Teamleiter, der zuvor über sieben Jahre bei der Bundeswehr tätig war, hinterließ während seiner zehnjährigen Tätigkeit einen deutlichen Einfluss auf das Team. Sein Führungsstil, geprägt durch diese Zeit, spiegelte sich in einer stark hierarchischen und eher distanzierten Kommunikation wider. Betroffene Kollegen wurden regelmäßig vor versammelter Mannschaft zurechtgewiesen, sodass alle im Team davon Kenntnis hatten.
Gleichberechtigung
Wir hatten keine, aber es wurde gegendert.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren sehr eintönig und geprägt von hunderten veralteten Servern ohne klares Update- oder Migrationskonzept. Auch wenn die Server in der Zukunft migriert werden, würde die Arbeit im Prinzip wieder von vorne beginnen. Projekte waren nicht entsprechend geplant, und übliche Kick-off-Meetings fanden nicht statt, sodass ein strukturierter Einstieg in neue Aufgaben oft fehlte. Ein offener Austausch auf Augenhöhe war kaum möglich. Beispielsweise gab es unterschiedliche Auffassungen über technische Konzepte wie die Nutzung von IP-Adressen für Reverse Proxies, obwohl diese durch Hostname- oder URL-Auflösung ausreichend gesteuert werden könnten. Darüber hinaus kam es gelegentlich zu Kritik an der Wahl von Arbeitsmitteln, wie etwa dem Einsatz von Nano statt Vi, die von Kollegen in einer demütigenden Weise geäußert wurde.